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Badoc - Scavenger Of Souls PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jochen   
Mittwoch, 28. April 2010

badoc__scavenger_of_souls.jpgDeath Metal ist ja schon lange nicht mehr das, was er mal war. Und das kann man völlig wertneutral betrachten. Oder auch nicht, ist man ein erzkonservativer Metaller. Ich selbst möchte mich zu beiden bzw. keinem dieser Typen zählen. Aber kaum eine Metalrichtung hat so viele (Schönheits-) Korrekturen durchgemacht, um sich einem breiteren Publikum präsentieren zu können, als der Todesmetall. Da wird es schon schwierig, sein favorisiertes Metalgenre zu definieren - …höre gerne Death Metal, also nicht den ganz schnellen, aber schon mit Black drin, nur nit zu Black, Melodie muss schon sein und trotzdem brutal, aber nit nur Gegrunze, kann auch mehr Gekeife sein, modern solls klingen, Blast geht auch,…Wie gesagt, ein zweischneidiges Schwert, was aber dennoch pro Abwechslung und pro Massentauglichkeit plädiert. BADOC präsentiert uns mit ihrer aktuellen EP „Scavenger Of Souls“ eine solche zugegebenermaßen gelungene Mischung ihrer Interpretation von Death Metal. Frisch, modern und zugänglich klingt’s, somit eher was für das jüngere oder auch offenere Auditorium.

Dunkel ist diese Platte nicht, auch nicht pechschwarz, was mal Attribute von Death und Black waren. Bis auf Doublebasspassagen und Schrammelmelodien kommen auch so gut wie keine Geschwindigkeitsrekorde in den knapp 18 Minuten auf, bis auf hier und da mal eine Blastpassage. Die Gitarren agieren überwiegend im Melodiebereich und nur nebenher im harten Rhythmusfeld. Der Gesang ist für Todesblei schon fast zu sauber und orientiert sich eher an einem meckernden Gekeife der angesagten Metal- und Deathcore-Acts. Vielleicht kann man hier sogar den Black-Metal-Faktor festmachen, der sich sonst nur auf die kurzen Blasts beschränkt.
Produziert in der mittlerweile renommierten Klangschmiede Studio E klingt das Ergebnis mit dem Namen „Scavenger Of Souls“ rund und modern, gleichzeitig auch zeitlos und neutral. Die Presse war ja bereits von dem Vorgänger „…Of Evil Deeds And Insane Thoughts“ begeistert, somit sollte mit dem neuesten Release dem Erfolg der fünf Jungs aus Wittlich nichts mehr im Wege stehen. Und das sei ihnen gegönnt, denn gerade ihre Melodien gehen mir schon beim 2. Durchlauf im Kopf rum und setzen sich fest. Ein gutes Zeichen. (Jochen)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 4
Spielzeit: 17:58 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 2009

  Leser-Wertung: 10.0 / 10 Punkten, 4 Stimmen
Bewerte dieses Release:  









 
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