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Depressed Mode - Ghost Of Devotion PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Brix   
Dienstag, 11. September 2007

depressed-cover-new_small.jpgEine recht junge Band (2005 gegründet) veröffentlicht mit "Ghosts of Devotion" ihr Debut-Album. Von Ossy Salonen als Solo-Projekt ursprünglich ohne Klampfen geplant, entwickelte sich die Band allerdings schnell zum heutigen Melodic-Doom-Death-Schwergewicht mit drei festen Bandmitgliedern und diversen Session-Musikern.
Viele Keyboards und Frauengesang lassen DEPRESSED MODE auch in die Nähe des Gothic Metals im Sinne von ganz alten PARADISE LOST oder MY DYING BRIDE rücken. Ein bisschen Verbundenheit zum Black Metal besteht ebenso, covert man sogar einen BURZUM-Song, was dem ein oder anderen sauer aufstossen könnte, aber bestimmt keine politische Intention hat.

Dem Namen gemäss geht es auf dem Erstlingswerk depressiv bis traurig zu - aber selten weinerlich oder kitschig. Auch die weiblichen Vocals von Chanteuse Natalie Koskinen sind fernab von irgendwelchem Sirenen-Gesang. Die Growls vom Mastermind Ossy sind eher kratzig-fauchend, geben dem Ganzen aber damit auch einen rauheren Touch. Positiv ist zu bewerten, dass kein Song die 7-Minuten-Marke übersteigt und so allzusehr langweilen könnte.

Aus dem Material stechen vor allem "World of Silence" mit seinem bombatischen Arrangements hervor und auch "The Sun is dead" weiss mit seinem einprägsamen Riff und den Double-Bass-Attacken zu gefallen. "Fallen Angel" ist hingegen das krasse Gegenteil dazu: Von Drum-Loops begleitet, darf Natalie hier solo agieren, nur der Mittelteil nimmt ein wenig Fahrt auf.

Das oben erwähnte BURZUM-Cover ("Dunkelheit") wird weitestgehend nah am Original gehalten, und bietet keinerlei Überraschungen.Am Ende wähnt man sich bei "Cold" schon bei einem Outro (Klavier und Cello), wird aber dann noch einmal mit einem Doom-Batzen zurückgeworfen,der die Platte gut ausklingen lässt.

In diesem Genre Dinge neu zu erfinden ist fast nicht möglich, von daher hat man vieles auf dieser Scheibe schon mal irgendwo gehört. Die Ansätze sind trotzdem ok, aber im Großen und Ganzen nicht griffig genug - die Landsleute und Ex-Labelkollegen von SWALLOW THE SUN haben das schon ein wenig besser drauf.Aber für ein Debut allemal in Ordnung. (Brix)

Bewertung: 6,5 / 10 

Anzahl Songs: 9
Spielzeit: 51:20 min
Label: Firebox
Release: 13.08.2007

  Leser-Wertung: 0 / 10 Punkten, 0 Stimmen
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