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Vermin – Define : Divine PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Leimy   
Donnerstag, 28. Januar 2010
Vermin – Define : DivineBei den Niederländern Vermin knattert die Bass-Drum durchgängig in einem Ton, dass jeder der bei klinischen Triggersounds nicht sofort Reißaus nimmt, direkt die Ohren schlackern dürften.
Das holländische Quintett setzt dem geneigten Hörer bei seinem zweiten Full-length-Album eine Mixtur aus modernen, Hardcore-beeinflußten Extrem-Metal und klassischen Death Metal der Marke Morbid Angel/Cannibal Corpse/Suffocation vor, der gewiss nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen wird, aber auf den ersten Blick durchaus zu gefallen weiß. Eingeleitet durch das langsam an Fahrt aufnehmende Instrumental-Intro „Inferiorganism“ wird auf jeden Fall direkt klar, dass man es hier nicht mit blutigen Anfängern zu tun hat, sondern mit versierten Musikern, die ihre Instrumente zu beherrschen wissen.
Der holländische Fünfer ist stets um Abwechslung bemüht, und so wechseln sich technische Frickel-Parts ständig mit engängigen Groove-Parts oder aggressiven Up-Tempo-Elementen ab, so dass das Album stetig in Fahrt bleibt.
Leider gibt es aber keine wirklichen Höhepunkte oder irgendwelche „Wow“-Effekte, so dass die Platte mehr oder minder an einem vorbeirauscht, weil man das alles haargenau so schon mal in besser gehört hat.
Denn so beeindruckend die technischen Fähigkeiten der Musiker auch sein mögen, an eingängigen Songwriting mit Wiedererkennungswert mangelt es den Jungs dann leider doch gewaltig.
Dies dürfte zum einen auf die ziemlich unspektakulären Standard-Growls von Sänger Laurens als auch auf das typische 08/15-Schema „Blastbeat → Breakdown → Midtempo-Bass-Drum-Geknatter“ zurückzuführen sein, dass wirklich nichts besonderes bietet. So technisch versiert die Jungs auch sein mögen, am Songwriting müssen die Niederländer definitiv noch arbeiten um auch mit den ganz großen mithalten zu können. Beim nächsten Mal darf dann auch der Drumsound wieder etwas organischer und drückender daherkommen. Bis dahin vergebe ich mal mit Wohlwollen sechs Punkte. (Leimy)

Bewertung: 6/10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 38:26 min
Label: Deity Down Records
Veröffentlichungstermin: bereits veröffentlicht

  Leser-Wertung: 0 / 10 Punkten, 0 Stimmen
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