Wie heißt es so schön im Volksmund, man soll die Kuh melken so lange sie noch Milch gibt. Übertragen auf die fahrende Festivalreihe Paganfest bedeutet das, so schnell wie möglich an den Erfolg der ersten beiden Auflagen anzuknüpfen, wer weiß wie lange dieser Boom der Heiden noch anhält. Somit schickte die veranstaltende Agentur Rock The Nation noch nicht einmal ein halbes Jahr nach dem letzten Paganfest, erneut einige mehr oder weniger dem Pagan-Genre zuzurechnende Bands für mehrere Wochen quer durch Europa. Dieses Mal waren am Start: FINNTROLL, ELUVEITIE, DORNENREICH, VARG und ARKONA – ein durchaus abwechslungsreiches Billing. Und wie in der Vergangenheit machte der Tourtross erneut im Saarland Halt, was sicherlich nicht selbstverständlich war, nachdem die Show im vergangenen Jahr in Illingen sehr schlecht besucht war. Simone und Maik waren in der Saarbrücker Garage vor Ort, um für euch vom feierlichen Geschehen zu berichten.
Der 16.02. sollte nicht nur „ein guter Tag“ für die deutschen Olympioniken werden, die gerade in Kanada auf Medaillenjagd gehen, sondern auch für die saarländischen NEW MODEL ARMY Fans, denn die Briten gastierten anlässlich des neuen Studioalbums „Today Is A Good Day“ nach 2008 erneut in der saarländischen Landeshauptstadt. Oder war es das 30-Jährige Bandjubiläum, das man in diesem Jahr feiert? Sagen wir halt einfach beides!
Ob tatsächlich so viele eingefleischte Fans den Weg in die Garage gefunden haben, darf an dieser Stelle bezweifelt werden, das Publikum war jedenfalls im Vergleich zur Show vor knapp zwei Jahren noch bunter gemischt und bestand zu einem überwiegenden Teil aus „Normalos“, die in einigen Tagen auch bei TOCOTRONIC oder JENNIFER ROSTOCK anwesend sein könnten.
Wann waren HYPOCRISY das letzte Mal im Saarland? Kann sich noch jemand erinnern? Vor unzähligen Jahren, in den guten alten Zeiten, beehrten die Meister des melodischen Death Metals ohne Gay-IN FLAMES-Einschlag die Mittelstadt Völklingen. Ihr letzter Besuch in der Hauptstadt ist sicherlich nicht weniger lange her, wenn es überhaupt jemals einen gegeben hat. Aber was soll die Vergangenheit, Carpe Diem Baby, HYPOCRISY sind endlich in der Stadt!!
Mit auf Tour sind die auf weitem Flur gänzlich unbekannten SURVIVORS ZERO. Los geht’s!
Endlich war es wieder so weit: KATAKLYSM beehrte auf ihrere "Prevail over Europe"-Tour am 08.01.2010 wieder die Saarbrücker Garage. Im Gegensatz zu ihrem Gastspiel im Jahre 2006, zusammen mit BOLTTHROWER, sind sie dieses Mal als Headliner unterwegs. Der Tross, der mit ihnen reist, kann sich durchaus sehen lassen: Zum einen wäre da die österreichische Death-/BlackMetal Band BELPHEGOR, die US-amerikanische MetalCore-Truppe DARKEST HOUR, sowie die neue Death-/Thrash-Hoffnung SUICDAL ANGELS aus Griechenland und last but not least die Death-/HardCore-Kombo RESISTANCE aus dem benachbarten Belgien. Das LineUp sollte also für jeden etwas dabei haben. Das versprach ein spannender der Abend zu werden!
Alle Jahre wieder kommt die Persistence Tour im Dezember in die Garage nach Saarbrücken. So auch wieder in diesem Jahr. Das LineUp ist gespickt mit Bands, die man nicht zu Unrecht als "Who's Who" des HardCore, bezeichnen kann. Getreu dem Motto "Value for Money" gibt's für umgerechnet ca. 4 EUR pro Band ordentlich eins auf die Zwölf.
Wie bereits 2007 sind auch dieses Mal wieder EVERGREEN TERRACE, AGNOSTIC FRONT und IGNITE, dieses mal als Headliner, mit von der Partie. Abgerundet wird das Package mit NO TURNING BACK, WALLS OF JERICHO, DEATH BY STEREO und BIOHAZARD. Wenn das mal nicht HardCore-Herzen höher schlagen lässt?! (Holger)
Dem kann ich nicht mehr viel hinzufügen - Mit dem besten Line-Up seit Bestehen dieser Tour galt es an diesen lauschigen Freitag-Abend das Wochenende passend einzuleiten - Hard- und Metalcore-Punk at it´s best sollten die Garage zum Bersten füllen. Dementsprechend erwartungsvoll konnte man diesen Abend also sein, hier kann heute nichts mehr schief gehen!
Ein richtig fettes Paket rollte da kurz vor Weihnachten noch mal auf Saarbrücken zu. Freunde extremer Metalspielarten hatten an dem Quartett ihre Freude, das an dem Abend in der Garage ihr Stelldichein gab. Zum einen waren da aus dem Underground-Bereich die amerikanischen Schwarzheimer von ABIGAIL WILLIAMS sowie die norwegischen Metaller TRIOSPHERE an Bord.
Auf der anderen Seite gab es zwei Acts zu bewundern, die bereits ihre Meriten in der Szene verdient haben. DESTRUCTION zählen sicherlich zu den absoluten Ur-Gesteinen der hiesigen Thrashszene, die ihr Publikum nun seit 25 Jahren bedienen. Die Mannen um Fronter Schmier waren zwar erst im letzten Jahr in der Stadt zu sehen, hinterließen damals einen starken Eindruck. ARCH ENEMY dagegen kamen nach zähem Start aus der Asche von CARCASS erst mit der deutschen Sängerin Angela Gossow so richtig in Fahrt. Mittlerweile zählen sie zu den Bands der Stunde im Todesblei-Zirkus.
Geballer pur, so stand es auf dem Flyer: SCAR SYMMETRY, BEHEMOTH, ARSIS und DEVILDRIVER gastierten Anfang November in der Saarbrücker Garage. "Neckbreaking" war das Motto des Abends: Mit den vier DeathMetal-Kombos aus Schweden, Polen und den Staaten sollte dem geneigten Hörer technisches und melodisches Todesblei auf höchstem Niveau dargeboten werden. Bei dem Schmuddelwetter, das an dem Tag herrschte, war also ein Besuch in der Garage absolute Pflicht und so trieb es auch mich an dem verregneten Donnerstagabend zu früher Abendstunde in die Höhle des Löwen.
Der Oktober diesen Jahres stand ganz eindeutig im Zeichen des PROG! Zum einen ging in diesem Monat ein großer Teil des europäischen Abschnitts der Progressive Nation Tour mit DREAM THEATER und OPETH (u.a.) über die Bühne, zum anderen startete zwei Nummern kleiner die Essence Of Progression Tour, die die drei Bands THRESHOLD, SERENITY und SPHERIC UNIVERSE EXPERIENCE durch Deutschland, die Schweiz, Polen, Belgien, die Niederlande und zum Abschluss nach England führte. Die Hälfte der Shows (fünf) fanden auf deutschem Boden statt, was mal wieder beweist, dass Deutschland nach wie vor einen großen Stellenwert hat. Leider machte die Rundreise keine Station im Südwesten des Landes, so dass ich mich kurzerhand an einem herbstlichen Freitag ins bayerische Aschaffenburg aufmachte, um ein tolles Konzert zu erleben und um euch von diesem zu berichten!
Im Zeitalter von Castingbands und dem Hype um alles, was gerade auf den Trendzug passt, ist es Genugtuung, dass man es noch auf dem herkömmlichen Weg schaffen kann. Das hätte man anfangs auch nicht von dem als Studioprojekt gestarteten PORCUPINE TREE gedacht, dass sie einmal zu den relevantesten Bands ihrer Zeit gehören werden. Doch der stetig wachsende Erfolg, ohne sich auch nur ansatzweise anzubiedern oder einen Hit zu haben, zeigt, dass noch nicht alles verloren ist im Musikbiz.
Deren momentaner Status macht sich auch bei den Hallen bemerkbar, nach vielen Auftritten im Longhorn wechselte man in Stuttgart die Location und zog ins bis dahin völlig unbekannte Carl-Benz-Center um. Das befindet sich quasi als Lounge vor dem ehemaligen Neckerstadion, in guter Nachbarschaft mit den anderen großen Hallen der Stadt. Ein wenig seltsam kam einem der lange Betonklotz mit dem Hilton im selben Gebäude schon vor, aber öfter was Neues. Auf der Rundreise haben die Briten keine feste Vorband, sondern müssen variieren. An dem Abend durften STICKMEN auf die Bühne und wie Richard Barbieri sagte, die Leute unterhalten.
Nein, ich werde keine Eulen nach Athen tragen - um die Sonderstellung dieser britischen Pioniere (gerade für den Gothic Metal-Sektor) hervorzuheben, bedarf es keinerlei Worte mehr.
Umso erfreulicher ist es, daß PARADISE LOST nach dem schon überraschenden Erfolg vom zu alten Zeiten zurückschwenkenden "In Requiem" mit "Faith Divides Us - Death Unites Us" ein noch stärkeres Alben nachschieben und in Sachen Härte sogar noch eines draufsetzen konnten (Klick).
Das Konzert vor rund zwei Jahren an gleicher Stelle ist mir ebenso in bester Erinnerung geblieben (Review), wie auch das Interview mit Mastermind Greg Mackintosh (Ici) (der im Übrigen die aktuelle Tour aufgrund einer schweren Erkrankung seines Vaters abbrechen musste und vom Gitarrentech Milly Evans ersetzt wurde) und so war der erneute Besuch in der Saarbrücker Garage mehr als Pflicht!
Die gebuchten Vorbands SAMAEL und GHOST BRIGADE sollten im Weiteren ein vielversprechendes Vorprogramm abgeben; so stand einem tollen Konzertabend zum Wochenbeginn also nichts im Wege!
Für euch waren Martina, Maik und meine Wenigkeit am Start.
Ein erbärmliches Bild hat das Saarland da abgegeben...
Drei in verschiedenen Genre TOP-Bands tun sich zu einer Tour zusammen und es kommt kein Schwein. Mit „kein Schwein“ sind hier geschätzte höchstens 100 Besucher gemeint, die ihren Weg in den schmucken Club Cäsar an diesem Mittwoch Abend finden. Eine Band alleine müsste schon mehr Masse ziehen, aber das Saarland war wohl nicht aufzuraffen. Dabei hat hier niemand etwas falsch gemacht. Gewusst hat's jeder, GOD DETHRONED, ENDSTILLE und HOLLENTHON formen ein gutes Paket und der Club ist nicht so weit ab vom Schuss, dass die Ausrede der Entfernung zählt! Schämt euch!
Eine der aufregendsten Bands des bald zu Ende gehenden Jahrzehnts sind sicherlich die Polen von RIVERSIDE. Anfangs einer der Geheimtipps der progressiven Szene machte man bald mit einer sehr ambitionierten Debüt-Trilogie von sich reden. Als Ritterschlag durfte man dann vor zweieinhalb Jahren DREAM THEATER auf Tour begleiten, was dem Namen weit reichendere Verbreitung einbrachte.
Mit dem aktuellen Werk „Anno Domini High Definition“ orientierte man sich musikalisch etwas neu, gab rockigeren und härteren Klängen den Vorzug vor dem gewohnten Artrock. Nun galt es das Album auch live vorzustellen, um zu sehen wie die Fans die neue Richtung aufgenommen haben. Wie man es von Prog-Formationen gewohnt ist machte man natürlich Station im Aschaffenburger Colos-Saal, dieses Mal im Rahmen des 12. Eclipsed-Festivals. Als Unterstützung waren an dem Abend die niederländischen Neo-Proggies von KNIGHT AREA dabei, welche mit ihrem aktuellen Album ähnliches vor hatten wie die Headliner.
DREDG bestizen seit jeher eine Ausnahmestellung in der weitläufigen Gitarrenszene. Die Musik dieser Band in beschreibende Worte zu fassen, fiel seit jeher schwer; gerade das aktuelle Album "The Pariah, The Parrot, The Delusion" schaffte sich einmal mehr eine eigene Nische für diese außergewöhnliche Band aus San Francisco.
Umso erfreulicher war es, daß das Quartett unweit vom Saarland in Wiesbaden auf der Europa-Tour einen Gig einplante.
Nicht minder interessant waren dabei auch die Supports: Mit THE PARLOR MOB hievte man hoffnungsvolle Retro-Rocker, die mich auf Konserve ebenso bereits im Vorfeld überzeugen konnten (hier), mit an Bord; zusätzlich nahm ich die Option auf ein interessantes Interview mit Klampfer David wahr.
Weiterhin waren JUDGEMENT DAY als Opener am Start, diese waren mir bis dato kein Begriff, was sich aber mit Betreten der Bühne des Trios ganz fix ändern sollte!
Keine Frage, ENSIFERUM sind derzeit die Band der Stunde im Pagan/Viking Metal Sektor i.w.S., ein 25ter Platz in den deutschen Album-Charts für das aktuelle Werk „From Afar“ dürfte Beweis genug sein. Da versteht es sich von selbst, dass die Finnen erneut als Headliner die europäischen Bühnen unsicher machten, und dank der saarländischen Konzertagentur Rock Im Dorf stand auch das kleine nordsaarländische Städtchen Losheim am See auf dem Reiseplan. Mit im Gepäck oder besser im Tourbus hatten ENSIFERUM die finnischen Jungspunde von TRACEDAWN sowie die musikalischen und nationalen Außenseiter von METSATÖLL aus Estland – insgesamt ein interessantes Package, das nicht so überfrachtet ausfiel wie das Paganfest vor einigen Wochen.
AMORPHIS live, eine einmalige Gelegenheit für mich einen so trüben Donnerstag Abend sinnvoll zu gestalten. Die Fahrt nach Karlsruhe, über die B10, war wie immer die reinste Qual. Baustellen, Geschwindigkeitsbegrenzungen, schlechtes Wetter und Leute die kein Auto fahren können. Nach 70 Minuten Autofahrt und 15 Minuten Fuflweg bin ich letztendlich am Substage angekommen. Direkt am Eingang wurde ich mit der Information konfrontiert, dass das Substage umzieht. Das neue Domizil befindet sich in einem ehemaligen Schlachthofgelände in der Durlacher Allee 62 in Karlsruhe. Der Umbau läuft nach aktuellen Informationen auf Hochtouren. Nach Verarbeitung dieser Information habe ich mich dem eigentlichen Grund meiner Fahrt nach Karlsruhe gewidmet.
Das neue Album, gleichnamig zur aktuellen Tour, wurde am 28.08.2009 veröffentlicht. Ich selbst habe mir das Album weit vor der Veröffentlichung vorbestellt und das war auch gut so. Amazon hatte direkte Lieferschwierigkeiten, so groß war der Andrang.
Bereits erschienene Berichte ließen verlauten, dass die letzten Konzerte restlos ausverkauft waren. Demnach war ich sehr gespannt was mich erwartete. Laut Veranstalter sollte das Konzert erst im kleinen Club der Garage statt finden. Wie ich dies hörte, dachte ich mir direkt…kleiner Club – viel, viel zu klein. Und so sollte es sein. Das Konzert wurde in den großen Saal verlegt. Gegen 19:15 Uhr öffneten sich die Pforten und die davor stehende Menschenmasse drückte sich gegenseitig zur Taschen,- und Kartenkontrolle. Kurz nach 19:30 Uhr habe ich es dann auch endlich mal geschafft. Kaum war ich in der Garage, spielte auch schon die Vorband. Die Menschen stürzten nur so an mir vorbei. Und warum?
Das BEASTFEST 2009 - ein fettes Package, welches dem Freund moderner Core-Klänge ein opulentes Mahl bieten konnte: Mit EMMURE und AFTER THE BURIAL waren zwei in Europa noch recht unbekannte Bands mit am Start; MAROON und CALIBAN spielen sich nach wie vor den Hintern in deutschen Landen wund und SUICIDE SILENCE galt eine ganz besondere Aufmerksamkeit - die Shirtdichte dieser Band bei den Kids auf vielen anderen relevanten Veranstaltungen haben mich desöfteren nachdenklich gemacht: Wieder nur ein Trend, diese Band gut zu finden oder sind diese Burschen live genauso stark wie auf Konserve und haben die Aufmerksamkeit verdient?
Nun, um mir persönlich diese Meinung bilden zu können, fuhr ich (Urlaub sei Dank!) an einem ungemütlichen Montag Abend nach Aschaffenburg ins Colossaal. Diese Location wurde zwar bereits desöfteren von NECKBREAKER besucht, jedoch in Funktion von Rainer und Maik eher für klassische bis progressive Rock-Klänge.
An diesem Abend sollte das Publikum aber erwartungsgemäß grundlegend anders sein: Der Altersdurchschnitt lag bei maximal 20; viele U16-Kids mussten mit Aufsichtspersonen aufkreuzen und die Einlasskontrolle wurde durch strikte Ausweis-Sichtung aufgestockt.
So war die Warteschlange bei meinem Eintreffen schon recht lang und ich verpasste die erste Band des Abends, AFTER THE BURIAL - Dumm gelaufen!
Van Canto wird als A cappella Band angesehen. Dies ist allerdings nicht ganz richtig, da das Schlagzeug und die Percussions nicht durch die Stimmen der Bandmitglieder ersetzt werden.
Die Bandmitglieder imitieren durch Ihre Stimmen, Rhythmus- und Sologitarren, Bass sowie die Keyboardflächen . Van Canto selbst bezeichnet diese Imitation als Rakkatakka-Gesang.
In meinem Umkreis ist Van Canto fast niemanden ein Begriff. Van Canto besteht seit 2006. Ich persönlich bin auch nur durch einen Bekannten auf Van Canto gestoßen. Er hat mir die CD „Hero“ vorgespielt. Am Anfang war ich skeptisch. Je öfter ich die CD hörte, desto begeisterter war ich. Es ist einfach faszinierend was man mit der reinen Stimmen auf die Beine stellen kann. Und heute Abend ist es endlich soweit…:Van Canto live, ich bin gespannt.
STATUS QUO und KANSAS, das passt ja auf den ersten Blick nicht so recht zusammen. Auf der einen Seite das amerikanische Mainstream-Prog-Orchester auf der anderen Seite die englischen Akkord-Minimalisten. Was die beiden Rocklegenden nicht davon abhält gemeinsam auf Tour zu gehen, wobei den Briten der Headliner-Slot zukommt.
Und sind wir mal ehrlich, so eng darf man das gar nicht sehen, der geneigte ClassicRock-Fan sollte mit beiden Bands etwas anfangen können. Schließlich hatten beide ihre Hits als das in die Jahre gekommene Publikum noch im jugendlichen Alter war. Somit war der Abend im Saarbrücker E-Werk ein Pflichttermin für jeden Altrocker, aber auch für jüngere Musikbegeisterte, die sehen wollten, warum diese zwei Formationen ihren Status erlangten. Und natürlich um zu sehen, ob das alte Feuer immer noch lodert.
HELL YEAH! Oder besser: BULLS YEAH! Der Phoenix ist seit rund einem Monat bereits gelandet und hat seine deutlichen Spuren im Trommelfell des Schreiberlings hinterlassen (guckst du hier).
Also wagte man sich sogar in die Pfalz nach Kaiserslautern in den Cotton Club des Kammgarn´s, um sich erneut die totale Livedröhnung durch die Bayern verpassen zu lassen.
Als Support-Acts durften die Hamburger STURCH und die Bochumer KIM? ins Vorprogramm und machten die Tour zu einem stilistisch buntem Package; Erstere suchten mit ihrem modernen Alternative-Metal und die Ruhrpottler mit poppigem Power-Punk nach offenen Ohren.
Sie sind schon ein Phänomen, die in England ansässigen Saitenderwische von DRAGONFORCE. 2003 erschienen sie mit ihrem sensationellen Debüt auf der Bühne, als der Powermetal-Boom schon wieder am Abklingen war. Dabei setzten sie dem Melodic-Speedmetal noch eines drauf, noch mehr Melodie, noch mehr Geschwindigkeit, HELLOWEEN-LPs auf 45 Umdrehungen scherzten einige. Nun sieht die Sache völlig anders aus, vom vierten Dreher „Ultra Beatdown“ verkaufte man alleine in den USA eine halbe Million Einheiten.
Zwar gingen auch die Folgealben trotz guter Kritiken und spielerischer Raffinesse kaum von der Theke, aber im 21. Jahrhundert hat man andere Promo-Möglichkeiten als noch in den Achtzigern. Da boxte man sich erstmal als Support nach oben, um immer größere Fanscharen zu erobern, ein gewisses Image war auch nicht gerade unhinderlich. Doch wenn das Image aus Technik besteht, dann muss man sich eben der Technik bedienen und die kam in Gestalt eines Konsolenspiels, welches DRAGONFORCE als höchstes Level auserkoren hatte. Heute sind sie weltweit einer der gefragtesten Metalacts und derzeit auf Welttournee, welche sie Ende Oktober nach Deutschland führte. Am 24. gastierten sie in der Saarbrücker Garage, als lokaler Support durften EDGE OF THORNS ran.
Über Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland Österreichs ist nicht wirklich viel in unseren Breiten bekannt. Auch wenn das "Ländle" direkt am Bodensee gelegen ist, steht es sicherlich im Schatten der großen Städte wie Wien, Salzburg und Co.
Aber in Sachen "Metal" hat das zweitkleinste Bundesland der Alpenrepublik einen großen Export am Start:
Die Rede ist natürlich von THE SORROW, die seit nun fünf Jahren ihr metallisches Unwesen treiben und seit dem Release des vielbeachteten Debüts "Blessings From A Blackened Sky" unermüdlich am Touren sind und mich schon ein ums andere Mal ziemlich überzeugen konnten.
Nun wurde im Herbst nach dem überfälligen Release des Nachfolgers "Origin Of The Storm" Anfang diesen Jahres endlich eine kleine, aber feine Headliner-Tour geschnürt, bei der mit SILENT DECAY und THE MERCURY ARC zwei weitere vielversprechende Supports für zwei Wochen mit auf der "Anchorless Tour" waren.
Glücklicherweise kam auch der kleine Club der Garage in den Genuss einer Show und so war es nur logisch, daß auch NECKBREAKER in Form von Holger und mir an diesem kühlen Mittwoch Abend mit am Start waren.
Vor gar nicht einmal allzu langer Zeit habe ich ein Review zu der saarländischen Todesbleifraktion von ACHAIA geschrieben und in dessen Einleitung erwähnt, dass im schönen kleinen Saarland Veranstaltungs- und Musiktechnisch ordentlich was geht. Schon wird uns von Saarevent in der Saarbrücker Garage doch wieder ein ultimatives Deathmetal-Paket vor die Nase gesetzt.
Einstieg in diese musikalische Kriegsmaschinerie sollten die Schweden von EVOCATION bieten. Begleitet wurden die Jungs noch von den deutschen OBSCURA und den Amis von DYING FETUS. Als ob das aber noch nicht genug wäre, wurde dieses Todespaket, welches nun über Europa zieht, von niemand geringerem als dem Urgestein CANNIBAL CORPSE angeführt. Da kann einem doch wirklich nur der Sabber in der Schnauze zusammenlaufen. Grund genug für den werten Brix, Bernie und mich die Saarbrücker Garage unsicher zu machen und sich dieser Todesbleiaction komplett hinzugeben.
Aber ein wenig verblüfft und irritiert waren wir wohl alle drei. Nämlich darüber, dass die Garage abgetrennt werden musste, weil eindeutig zu wenig Leute ihren Weg in die Halle gefunden haben. Dieser abgegrenzte Bereich war zwar nachher auch ordentlich voll, aber dennoch hätte hierbei deutlich mehr gehen können. Was muss man den Leuten denn noch bieten? Ein Hammerpackage zu wirklich vernünftigem Preis scheint wohl für die verwöhnten Metalheads nicht mehr zu reichen… sehr arm um das einmal beschämend auszudrücken…
Manchmal dauert es immer ein bisschen länger, eine Devise welche MAGNUM in ihrer Karriere schon oft ausgeben mussten. Zwar schon 1972 gegründet dauerte es 7 Jahre bis mit „Kingdom Of Madness“ das Debüt auf dem Markt war. Weitere sechs Jahre und drei Alben sollten ins Land ziehen ehe man die Lorbeeren für die konsequent hochwertige Arbeit ernten konnte. Ende der Achtziger ging es mit „Vigilante“ und „Wings Of Heaven“ in die großen Hallen bevor in den Neunzigern der Absturz für jeglichen bombastischen Hardrock kam.
Der Split war die logische Folge und auch die Reunion lief eher schleppend an und wurde beinahe durch gesundheitliche Probleme gefährdet. Doch mittlerweile läuft es immer besser, die Briten schwingen sich zu ihrem dritten Frühling auf, was im Frühjahr mit der Scheibe „Into The Valley Of The Moonking“ und nun einer großen Tour manifestiert wurde. Dabei schlugen sie am 10. Oktober im von Liebhabern klassischer Rockklänge immer wieder gerne besuchten Aschaffenburger Colos-Saal auf. Unterstützt wurden sie dabei von der schwäbischen Melodicmetal-Formation SAIDIAN, die ich bisher so gar nicht auf dem Radar hatte.
Junge, was hab ich mich gefreut, als Rockstar e.V. ankündigte, diese Ausnahmeband auf ihrer Herbsttour nach Saarbrücken zu buchen!
Auf Scheiblette und im Vorprogramm von OPETH im Frühjahr diesen Jahres wurden mir die vielschichtigen Qualitäten der Jungs aus dem Münsteraner Raum schon mehr als einmal offenbart und somit erwartete ich ein weiteres musikalisches Feuerwerk im kleineren Rahmen im beschaulichen kleinen Club der Garage.
Glücklicherweise sahen dies ca. 100 weitere Besucher so; gerade im saarländischen Raum hat solch ein Spartenprogramm unter der Woche eher einen schweren Stand.
So war ich mehr als gespannt und voller Vorfreude, einen außergewöhnlichen Abend mit LDC zu erleben; als Support waren NIHILING aus Hamburg mit am Start.
Da war doch mal was, ach ja richtig, auf dem Summer Breeze 2007 . Da war eine Band, die sich mit ihrem Auftritt endgültig von ihrem schwarzmetallischen Wurzeln verabschieden wollte um sich fortan akustischen Klangwelten zu widmen. Doch das Umgekehrte war der Fall, der auf ihrer demnächst erscheinenden DVD „Nachtreisen“ dokumentierte Gig fand eine so große Resonanz, dass DORNENREICH wieder Gefallen an der elektrifizierten Umsetzung ihrer Kompositionen fanden. Nach dem Release des rein akustischen Albums „In Luft Geritzt“ (Review hier ) begaben sich die Avantgarde-Blackies auf die nun Titel gebende „Nachtreisen“ –Tour, um da auch neuere Songs in stählernem Gewand zu präsentieren.
Deren zweiter Teil führte die Österreicher erstmals ins Trierer Exzellenz-Haus, im Volksmund auch „Exil“ genannt. In diesem kultigen Keller-Club hat schon die gesamte Elite des extremen Metal ihr Stelldichein gegeben. Umso schöner für die Fans in der alten Römer-Stadt, dass das Warten nun ein Ende hatte. Unterstützt wurden sie auf der Tour von zwei interessanten deutschen Hoffnungen, den Doomern von AHAB und den thüringischen Folkmetallern FJOERGYN.
Pleiten, Pech und Pannen im Vorfeld des JETHRO TULL-Konzertes hätten fast dafür gesorgt, dass ich das Konzert nicht hätte wahrnehmen können. Nachdem sich ein Marder an meinen Zündkabeln gelabt hatte, konnte ich nach langem Herumtelefonieren glücklicherweise meine Schwester erreichen, die mich dann, im wahrsten Sinne des Wortes, schneller als die Polizei erlaubt nach Saarbrücken brachte. Glücklicherweise noch rechtzeitig, doch leider zu spät um weit nach vorne zu kommen, denn in den vorderen Reihen standen die Besucher so eng, dass nicht einmal die dümmste Zeitung der Bundesrepublik dazwischengepasst hätte. Da das Konzert auch noch am heißesten Tag des Jahres stattfand, glich die Garage eher einer Gluthölle, in der der Schweiß genauso floss wie das Bier; na ja, in meinem Fall eher Cola, doch dann klingt die Phrase nur halb so pathetisch.
Noch schwerer hinzu kam, dass mein Partner in Crime, Maik arbeitstechnisch erst gar nicht erscheinen konnte. Deswegen können wir dieses Mal auch keine Bilder liefern, tut uns leid. Er wäre selbst gerne dabei gewesen, somit stand der Abend unter keinem guten Stern, doch das sollte sich ändern.
SEPULTURA - ein Name, eine Band, die zweifellos Metal-Geschichte geschrieben hat! Auch wenn die jüngere Vergangenheit nach den Ausstiegen der Cavalera-Brüder (Max bekanntlich bereits 1996, Igor zehn Jahre später) nicht mehr so rosig schien, machten die Brasilianer mit Derrick Green am Mikro und Schlagwerker Jean Dolabella unbeirrt weiter.
Auch wenn der kommerzielle Erfolg bei weitem nicht mehr an die "Chaos A.D." und "Roots"-Zeiten anknüpfen konnte bzw. kann, gehen Andreas Kisser und Paolo Pinto (die beiden Verbliebenen der "Goldenen Zeiten") nach wie vor ihren Weg.
Und das mit Erfolg, wie ich auf dem WITH FULL FORCE- und eine Woche später auf ROCK AM BACH-Festival sehen konnte!
Und da bekanntlicherweise aller guten Dinge "Drei" sind, nutzte ich auch die Gelegenheit, die Brasilianer in der ROCKHAL ein weiteres Mal innerhalb kurzer Zeit zu begutachten - und tatsächlich konnten sich die Jungs ein weiteres Mal steigern!
Mit THE DILLINGER ESCAPE PLAN und MILES TO PERDITION waren ausserdem zwei interessante Supports am Start, die den Teppich für SEPULTURA auszurollen wussten.
Ich war ja schon etwas irritiert, als mir mein Redaktionskollege Brix auf der Fahrt nach Luxemburg gen ROCKHAL indirekt sagte, dass es wohl für mich das erste und letzte Mal sein wird, dass ich NINE INCH NAILS zu Gesicht bekomme. Irgendwie ging gänzlich an mir vorbei, dass nach ganzen 20 Jahren Bandgeschichte die Abschiedstour gefahren wird, bzw. eine Weile pausiert werden soll. So war dieser Abend also sowohl eine Premiere, als auch ein Abschied. Ich für meinen Teil war nach dieser Info dann natürlich doppelt so gespannt was aus ganzen zwanzig Jahren dargeboten wird und ob sie sich mit einem Knall verabschieden.
Für die europäischen Termine sollte die Band MEW den Auftakt in den Abend geben.
„25 Years In Rock“! Unter diesem passenden Motto stand das am 19.05. von Rock Im Dorf veranstaltete Konzert in der Losheimer Eisenbahnhalle. Denn nicht nur der Headliner des Abends, oder soll ich besser sagen die Headlinerin, Doro Pesch, sondern auch die als Special Guest angekündigten RAGE feierten vor nicht allzu langer Zeit ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum; DORO bei einer groß angelegten Show in Düsseldorf und RAGE eine Nummer kleiner in Oberhausen. Als Opening Act waren die Franken von SILVERLANE mit von der Partie, die vor kurzem mit ihrem Debütalbum „My Inner Demon“ zu begeistern wussten. Drei tolle Bands an einem Abend, das versprach ein Fest zu werden!
Viele Jahre musste man sich gedulden, bis QUEENSRYCHE mal wieder im Saarland Halt machen, irgendwann so Mitte der Neunziger müsste das letzte QUEENSRYCHE Konzert in der Gegend gewesen sein. Doch am 18.06. war es erneut so weit und die Band aus Seattle gastierte in der Saarbrücker Garage, die für einen Donnerstag Abend und angesichts von Ticketpreisen um die 30 € richtig gut bevölkert war. Nach der Vielzahl an halbgaren Veröffentlichungen in den letzten 10 Jahren und aufgrund des mäßigen Erfolgs des aktuellen Konzeptalbums „American Soldier“ musste man da im Vorfeld anderes befürchten. Doch schon auf dem BYH im vergangenen Jahr konnte die Band unter Beweis stellen, dass sie nach wie vor ein großartiger Liveact ist, wenn sie denn nur die richtigen Songs spielen, und je nach Sichtweise wurden die an diesem Abend auch gespielt; dazu später mehr. Als Support hatten QUEENSRYCHE auf der Tour die Schweden von FATAL SMILE mit im Gepäck, die, sagen wir es mal so, nicht wirklich angekündigt waren, und mit ihrem partytauglichen Heavy/Glam Rock auch nicht so wirklich zum Headliner passen wollten.
An diesem Abend öffnete sich für eine Band die Bühne, welche bisher weder in der Saarbrücker GARAGE, noch dem Saarland oder dessen Umgebung zu sehen war. Wenn dem doch so gewesen sein sollte, ging es leider komplett an mir vorbei. Wie dem auch sei, die Pforte sollte sich für die aus Osaka, Japan stammende Band DIR EN GREY öffnen.
Diese bieten was ihren Musikstil betrifft ein mehr als nur abwechslungsreiches Sortiment, welches sich von ruhigen Songs, über Metalcoreperlen bis hin zu leichten Deathmetalanleihen erstreckt. Da sollte sich also für jeden etwas finden lassen. Die Herren sind auch immer sehr fleißig und so haben sie schon einige Alben, aber vor allem sehr viele DVDs veröffentlicht, was darauf hoffen lässt, dass ihre Liveperformance wirklich spektakulär ist, was die Flut von Releases erklären würde. Frühzeitig machten sich Simone und ich auf den Weg in die Saarbrücker GARAGE um dieses nicht alltägliche Schmankerl keinesfalls zu verpassen.
An diesem Abend sollte uns mal ein ganz anderer musikalischer Happen hingelegt werden. Ohne Saiteninstrumente, ohne Blasinstrumente. Lediglich ein Schlagzeug befand sich auf der Bühne. Ihr fragt euch jetzt was das für Musik sein soll? Ihr fragt euch was das mit Metal/Rock zu tun haben soll und was es auf Neckbreaker verloren hat?
Ganz einfach: Im Zuge des „Trierer Sommertreff – Sommertreff Specials“ wurde die Metal-A-Capella-Band VAN CANTO eingeladen und diese sollten mit ihren Goldkehlchen die Besucher des Trierer Brunnenhofs – direkt neben dem Wahrzeichen der Stadt, der Porta Nigra – musikalisch verzücken.
Ein komplett unbeschriebenes Blatt sind die Herren und die Dame ja schon seit einem Weilchen nicht mehr. So konnten sie sich schon auf einigen Festivals, wie sogar dem riesigen WACKEN OPEN AIR im letzten Jahr, ihr Können unter Beweis stellen und sich den Fanstamm erweitern. Ich für meinen Teil konnte die Truppe bisher noch nicht live begutachten und war sehr gespannt, wie sie es schaffen das ganze rüber zu bringen.
Mein lieber Herr Gesangsverein, so langsam nehmen die Auslandsausflüge aber wirklich zu. Das ist allerdings nicht verwunderlich, wenn die Luxemburger ROCKHAL ständig solch saftige Happen vorsetzt. Den Tag zuvor wurde auf leckerste Art und Weise KORN serviert, so stand doch auch schon das nächste metallische Gourmetmenü an. Diesmal in Form eines Dreigespanns bei welchem von einer Vor- und Nachspeise keine Rede sein kann. Hier wurden hörbar drei Hauptgerichte auf die hungrige Meute losgelassen. GOD FORBID, DEVILDRIVER und ANTHRAX standen auf dem Programm. Gerade letztere hatten mich enorm gereizt, um endlich einmal den neuen Mann am Mikro sehen zu können. Dieser ist zwar bereits seit Dezember 2007 fester Bestandteil der alteingesessenen Truppe, aber dennoch hatte ich bisher keine Gelegenheit mir den Herren Dan Nelson einmal stimmlich zu Gemüte zu führen.
Vor noch nicht allzu langer Zeit gastierte die Persistence Tour mit ihrem Gefolge in der Garage, zu denen unter anderem auch TERROR und BORN FROM PAIN gehörten. Nun sind TERROR mit ihrem aktuellen Album "The Damned, The Shamed" quer durch Europa auf Headliner Tour und haben sich dafür mit BORN FROM PAIN schlagkräftige Unterstützung aus den Niederlanden geholt. Weiterhin mit von der Partie sind STICK TO YOUR GUNS aus Orange County (California), sowie TRAPPED UNDER ICE, ebenfalls aus den Staaten, genauer gesagt aus Baltimore.
Und wenn TERROR auf der Tagesordnung steht, dann ist auch zumeist dieser Name auch wirklich Programm! Die Fans dürfte ein fettes HC-Package erwarten, bei dem kein Auge trocken bleiben sollte.
Wir schreiben das Jahr 1995: Klein-Brix sitzt aufgeregt vorm Fernseher und wartet gespannt auf die Berichterstattung vom DYNAMO-Festival 1995 auf MTV beim Headbanger´s Ball - schließlich war dies das erste "richtige" Festival, bei dem sich der damals noch pubertäre Schreiberling zum ersten Mal austoben durfte.
Im Vorspann lief dann im Hintergrund Mucke, die zu diesem Zeitpunkt neu und aufregend war: Bis zum Arsch heruntergestimmte Klampfen, aber kein Death Metal - ein Mords-Groove, der die spärlichen Boxen des Fernsehers erzittern ließ und für einen offenen Mund sorgte.
Was zum Teufel ist das? Nun, ein später gezeigtes Video gab Aufschluss: Es war natürlich KORN, die mit "Blind" den Prototypen des Nu Metals vorstellten.
Fast 15 Jahre später sorgen diese mittlerweile zum Trio geschrumpften Innovatoren nach wie vor für volle Clubs und austickende Festival-Meuten - Totgesagte leben nun mal länger! Vorbei sind die ADIDAS/PUMA-Trainingsanzug-Zeiten, mittlerweile sind die Jungs zwangsläufig in die Jahre gekommen - aber dennoch gibt es eine Menge Hits, die live gehört werden wollen!
Und so war meine Spannung dementsprechend hoch, die Band endlich mal wieder live zu sehen, auch wenn der Gig auf dem diesjährigen ROCK AM RING zwei Wochen zuvor eher mau war. Die Luxemburger ROCKHAL ist nicht fern, also auf nach Esch-Sur-Alzette!
Zunächst waren die Jungs von END OF GREEN bereits für den März gebucht um den Kaiserslauterner Kammgarn mit genialer Musik zu beglücken, doch leider hatte der Termin nicht geklappt, sodass man aber zumindest für Ende Mai einen Ersatztermin gefunden hatte.
So hatten alle Fans der Stuttgarter die Gelegenheit sich das neue Album „The Sick´s Sense“ im Cotton Club (Kammgarn) auch einmal live präsentieren zu lassen.
Das wollte ich mir selbstverständlich auch nicht entgehen lassen, vor allem da ich die Rocker schon seit gepflegten sechs Jahren nicht mehr live gesehen habe. Das letzte Mal war auf dem Summerbreeze 03 und ich war sehr gespannt, was sich bei den Jungs so getan hat.
Für das Vorprogramm verpflichtete man schließlich die Passauer APRON, welche musikalisch allerdings eine gänzlich andere Richtung verfolgten...
Alle Jahre wieder kommt ja bekanntlich das Christkind. Auch das Rock Area Festival sowie der im Vorfeld stattfindende Bandcontest Rock Area Battle Of Metal scheinen einen festen Bestandteil in den jährlichen Terminkalender zu erhalten. So traten im Mai 2009 ganze zehn Bands mit jeweils vier Songs an, um sich zu messen und für ihren Sieg zu kämpfen. Der Gewinner darf dann schließlich auf dem Festival sein Können unter Beweis stellen.
Für dieses Battle Of Metal wollten die Veranstalter dem Publikum aber etwas ganz besonderes bieten. Nicht nur die Newcomer wurden einem geboten, sondern auch eine der deutschen Thrashmetal Legenden, nämlich SODOM, wurden einem als Headliner des Abends vor den Latz geknallt und das auch noch für einen unschlagbar genialen Eintrittspreis!!!
Das Wichtigste sollten aber dennoch die Newcomer bleiben und so traten folgende Bands zum Contest an:
- TODTHGEHOELZ
- AVENUE 6 LEFT
- MEGEARA
- NION
- GODSLAVE
- THE TOLD
- INDICATOR
- ANCIENT GODS
- SADDEST MESSIAH
- ENDLESS VOID
Donnerstag, 04. Juni 2009, 18 Uhr. Es ist an der Zeit sich in die verflucht heiße Karre zu setzen, das Gaspedal durchzurotzen und einen wichtigen Termin nachzuholen. Welchen?
MACHINE HEAD natürlich! Im Zuge der SLIPKNOT Tour, unter anderem auch mit CHILDREN OF BODOM, war es den Oaklandern leider nicht möglich, in der ROCKHAL in Luxemburg (Esch-sur-Alzette) mitzurocken. Sicherlich ärgerlich, denn somit fiel ein gewaltiges Kaliber aus.
Doch den Amis war es, ROCKHAL sei Dank, möglich, einen Nachholtermin für die Fans zu organisieren und Luxemburg zu stürmen. Seit einem guten Jahr war es also endlich an der Zeit, daß MACHINE FUCKING HEAD wieder eine Headlinershow bestreiten konnten, während sie doch gerade in der letzten Zeit im Vorprogramm von METALLICA auf Tour waren.
Für das buntgemischte Publikum aus Luxemburgern, Deutschen und Franzosen sollte es ein ganz besonderer Abend mit ihren Helden werden, denn die Jungs haben sich selbst auf diesen Termin gefreut und eine besondere Setlist zusammengebastelt mit unter anderem Songs die eher selten, oder noch gar nicht Live, gespielt wurden.
Allein ist man aber auch selten bei einer solchen Show und so gab es zwei Support Acts im Programm: MY CITY BURNING und CALIBAN durften ebenfalls die Bretter der Main Hall besteigen und das Publikum einheizen.
Diese Schweden sind wirklich Arbeitstiere! Fast den ganzen Mai hindurch wurden erst die Staaten beackert, dann das ROCK HARD FESTIVAL und das WAVE-GOTIK-TREFFEN mal eben mitgenommen und nun zur Überbrückung noch zwei Single-Shows in Wiesbaden und Münster gespielt - Pausen braucht OPETH offensichtlich nicht!
Und das, obwohl das aktuelle Album "Watershed" nun auch schon ein Jahr auf dem Buckel hat...Respekt! Grund genug, dies auch näher mit Tastenmann Per im Interview zu besprechen - alsbald bei NECKBREAKER zu lesen!
Umso erfreulicher, daß man für die beiden einzelnen Shows mit LONG DISTANCE CALLING einen superben Opener arrangieren konnte, den ich auf Konserve schon gebührend abgefeiert habe (hier). Auf die Live-Umsetzungen ihrer pur instrumental-gehaltenen Mucke war ich somit umso mehr gespannt.
Hierzu kann man an einem Pfingstsonntag auch ruhig mal 160 Kilometer nach Hessen tingeln.
Endlich war es wieder soweit! Eine meiner absoluten Lieblingsbands (wenn auch fernab vom Metal) gab sich in Luxemburg im Atelier die Ehre.
Das Konzert im Saarbrücker ROXY vor zwei Jahren bebt bis heute immer noch in mir nach und die Ankündigung, mit Band plus Streicherquartett aufzutreten, sorgte bei mir schon im Vorfeld für Verzückung!
Ganz abgesehen davon, daß SOPHIA mit "There Are No Goodbyes" erneut ein intensives Meisterwerk gelungen ist, freute ich mich wie ein kleines Kind schon Wochen vorher auf diesen Tag.
Dieses Live-Feeling, diese Intensität und Dichte ist einfach nur einzigartig - ausserdem ist Robin Proper-Sheppard der charismatischste Frontmann, den ich kenne und den ich - mit Hindernissen - auch zu einem Plausch laden durfte; demnächst natürlich auch hier zu lesen.
Die Zeichen standen also bestens für diesen Mittwoch Abend; lediglich der etwas magere Zuschauerzuspruch trübte die Stimmung ein wenig.
Aber egal: Lieber "nur" 200 eingefleischte Liebhaber, als zusätzliches
Laufpublikum, das erstens die Songs nicht versteht und zweitens durch
bierselige Laberei die Atmosphäre zerstört - wie geschehen fünf Jahre zuvor
an gleicher Stelle.
In der letzten Zeit wurde ja viel über SAGA berichtet, der Sängerwechsel nach 30 Jahren dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Nachdem der neue Mann Rob Moratti auf dem neunzehnten Longplayer „The human Condition“ die gesamte Redaktion überzeugen konnte (Review gibt es hier ), war es an der Zeit diesen auch live vorzustellen. Natürlich waren dabei alle Augen auf den Frontmann gerichtet, denn man wollte wissen wie er die Lücke von Michael Sadler ausfüllt und vor allem wie er die klassischen SAGA-Stücke gesanglich meistert.
So führte mich der Weg ins beschauliche Remchingen in der Nähe von Pforzheim, was so nicht geplant war. Doch die Wahl der Vorband machte das Verlassen meines inzwischen angestammten Saarlandes, wo sie drei Tage später gastieren sollten nötig. Ihre Label-Genossen IT BITES wurden von InsideOut auf die Tour gehievt, sicherlich sehr passend. Da diese mich im vergangenen Jahr mit ihrem Comeback „The tall Ships“ überzeugt hatten (auch hier nachzulesen), wollte ich die britischen Fusion-Pop-Formation unbedingt auf der Bühne sehen. Leider war es ihnen nur möglich die April-Termine wahrzunehmen, dann riefen andere Verpflichtungen. Beim Sondieren der Termine fiel mir auf, dass ich von meiner pfälzischen Heimat auch nicht weiter fahren muss, somit fiel die Umplanung nicht schwer.
Die FULL OF HATE-Tour war in den Neunzigern immer DAS Death-Metal-Highlight des Jahres. Exquisite Packages bereisten damals um die Oster-Zeit herum Europa und boten viele geile Bands für einen angemessenen Preis.
Schön, daß sich die Agentur ROCK THE NATION dazu entschlossen hat, an bewährte Traditionen anzuknüpfen und unter dem alteingessessenen Namen einmal mehr ein Hammerbilling zusammen zu stellen.
Mit der unserer Tage angesagtesten Death Metal-Band überhaupt, AMON AMARTH, konnte kein passenderer Headliner verpflichtet werden. Mit im Schlepptau waren die Florida-Veteranen OBITUARY, die holländischen Thrasher LEGION OF THE DAMNED und die immer besser in Fahrt kommenden Empörkömmlinge von KEEP OF KALESSIN.
An manchen Dates durften sogar noch Special Guests mit auf das Billing; in Saarbrücken blieb es leider bei den vier genannten Bands - schade, denn beispielsweise wäre HAIL OF BULLETS sicherlich eine zusätzliche Attraktion gewesen.
Für Diskussion sorgten allerdings die relativ hohen Ticketpreise von ungefähr 40 Euro, die durch die gratis Dreingabe einer LEGION OF THE DAMNED-Live CD mitbegründet wurde. So kann man natürlich auch Promotion machen, aber so Manchen hat der hohe Preis vielleicht dann doch abgeschreckt.
Wenn es einen schon 3 Monate nach London verschlägt, kann man sich auch ein Konzert angucken. Das Allerfeinste an Konzerten im Königreich sind die Preise. Wo man in Deutschland für das „Full of Hate“ Package unglaubliche 37 Euro latzen muss, gehen die Karten für das HMV Forum in Kentish Town, London für gerade mal 22 Pfund über die Tische. Wenn das mal kein Grund ist, sich den Kram anzuschauen! Ein weiterer positiver Effekt sind die Konzerthallen in London. Das HMV Forum glänzt mit einem altehrwürdigen Theater-Charme, einer riesigen Bühne mit Vorhang und allem Pipapo, also ein Erlebnis für sich. Aber das Konzert war auch nicht schlecht…
Wie schon vor einiger Zeit in einer Newsmeldung verkündet, sind die Thrashlegenden von KREATOR mit ihrem neuesten genialen Streich namens "Hordes of Chaos" auf Europa-Tour und wollen genau dieses Chaos verbreiten.
Natürlich ließ es sich euer Neckbreaker Team nicht entgehen, den Termin in Losheim wahrzunehmen, und für euch über dieses, von Saarconcerts dargebotene, Schmankerl zu berichten.
Das Vorprogramm der alteingesessenen Musiker rund um den sympathischen Mille Petrozza war stilmäßig durchaus bunt gemischt. Während es zu Beginn durch EMERGENCY GATE Melodic Deathmetal auf die Ohren gab, wurden danach Folkklänge und energiegeladene Musik in Form von ELUVEITIE präsentiert. Mit CALIBAN wurden schließlich auch Freunde sehr moderner Musik beglückt.
Ob es sinnvoll ist ein so extrem bunt gemischtes Konzept auffahren zu lassen, sei zunächst einmal dahin gestellt. Doch wenden wir uns lieber dem wesentlichen zu, nämlich dem genialen Abend in Losheim...
Vier Bands, die in sich fast völlig unterschiedlich sind, aber in der Gesamtheit dennoch wieder bestens zueinander passten. Dieses Vorab-Resumée kann ich gleich schon zu Beginn anbringen zum Konzert-Abend mit THE OCEAN, BURST, BISON B.C. und MEDEIA.
Die Zusammenstellung war ein gefundenes Fressen für Gitarren-Freunde abseits des Mainstreams und hätte sicherlich mehr als nur die knapp 100 Nasen an diesem Montag Abend im kleinen Club der Garage verdient. Aber diejenigen, die gekommen waren bekamen dafür ein Erlebnis mit intensivem Hörgenuss serviert!
Juhuu! Endlich wieder TIAMAT in Saarbrücken! Nach jahrelanger Durststrecke campierten die Schweden um Johan Edlund endlich erneut in saarländischen Gefilden.
Nach dem aufsehenerregenden Release von "Amanethes", auf wessen man teilweise wieder gar in alte Death Metal-Zeiten zurückging, war ich auf den Einbezug Dieser in das mittlerweile eher zum Gothic-Rock weisende Konzept der Band gespannt.
So schnürte man ein europaumspanndendes Tour-Paket mit den Finnen THE 69 EYES und AVA INFERI aus Portugal; NOVEMBRE und SCREAM SILENCE wurden jedoch aus produktionstechnischen (sprich: Geld-) Gründen wieder aus dem Billing gestrichen.
So hatten alle Bands mehr Spielzeit zur Verfügung und ich freute mich auf einen Headliner-Set mit einigen schönen Erinnerungen an alte Zeiten. Aber es kam leider wieder anders als erwartet...
Nach den letzten beiden Zusammentreffen mit Max Cavalera im Jahre 2008 (auf dem WITH FULL FORCE und dem ROCK AREA FESTIVAL) freute ich mich schon sehr auf das nächste SOULFLY-"Heimspiel" in der Saarbrücker Garage.
Verstärkt durch INCITE aus Phoenix, der Band von Richie Cavalera (Stiefsohn von Max) und SKY BLEEDS BLACK als Opener standen die Vorzeichen an sich recht gut für ein intensives Konzert an diesem Mittwoch Abend.
Aber leider kommt es oft ganz anders, als man denkt...
Wie ja schon mehrfach berichtet wurde lösen sich THUNDER nach den Festivals im Sommer zum zweiten und wohl endgültigen Mal auf. Doch bevor es soweit ist will sich die Band noch einmal gebührend von ihren Fans verabschieden. Eine der ganz großen Hoffnungen im Hardrock, die sich nie so durchgesetzt hat wie es ihnen gebührt hätte. Doch Groll darüber oder Wehmut ob des bevorstehenden Abschieds war den Musikern auf der Tour nicht anzumerken, vielmehr stand der Spaß im Vordergrund, denn schließlich geht es ja um Rock´n´Roll.
Den hat sich auch die Vorgruppe HEAVEN´S BASEMENT verschrieben, die wie THUNDER von der Insel stammen. Bislang noch wenig bekannt war es eine große Chance für sie eine so renommierte Formation auf ihrer Gastspielreise begleiten zu dürfen.
Nun stellte der Abend im Aschaffenburger Colos-Saal, in dem der Hauptact schon öfter aufgetreten ist den letzten Deutschland-Club-Gig dar, ein weiteres Konzert folgt auf dem Rock Of Ages-Festival. NECKBREAKER ließ sich die Chance nicht entgehen, diesem am Ende auch wirklich denkwürdigen Abend beizuwohnen. Es durften im Publikum auch ein paar Tränchen zerquetscht werden, nicht nur wegen des Anlasses, die Briten haben ja so ihre „speziellen“ Hits.
Wer auf Gitarrenmusik steht kam in den letzten Jahren an einer Band mit ganz großer Sicherheit schwer vorbei: RISE AGAINST. Die Jungs aus Chicago haben seit ihrem Karrierebeginn nicht nur wegen ihrer politischen und tierrechtlichen Aktivitäten von sich reden gemacht, sonder nauch damit, dass sie mit kosntanter Qualität ein großartiges Album anch dem anderen rausfeuern, die sich gegenseitig an Tiefe und Melodie in keinster Weise nachstehen.
Um ihren neusten Streich "Appeal To Reason" amtlich unters Volk zu bringen, hat man sich dazu entschieden, ausgiebig zu touren und auch das schöne Saarland zu beehren, was man sich selbst als noch so großer Kostverächter in Sachen melodischem Punkrock nicht entgehen lassen kann - erst recht nicht mit zwei Hochkarätern wie STRIKE ANYWHERE und RENTOKILL im Vorprogramm. Der Abend verspricht großartiges und wird es aller Wahrscheinlichkeit nach halten; man muss nur noch an seine eigene Vernunft appellieren und hingehn!
Was gibt es schöneres als an einem Samstag Abend sich einen ordentlichen Horrostreifen reinzuziehen? Ganz einfach, eine Horror-Show Live zu erleben. Zu einem solchen Termin lud Saarconcerts am Samstag den 07. Februar in das Saarbrücker E-Werk ein. Denn da war es an der Zeit für die Wahnsinnsshow von den finnischen Hardrockern LORDI, welche im Zuge ihres neuen Albums „Deadache“ auf Tour sind.
Mit im Gepäck war die Band um SUBWAY TO SALLY Drummer Simon Michael, mit dem Namen SILVERLANE, welche mit ihrem Debütalbum „My inner Demon“ auftrumpfen. Die schwedischen sympathischen Glamrocker von FATAL SMILE waren auch noch an Bord und sollten ebenfalls mit ihrer Rockmusik den Abend versüßen.
Viel Publikum hatte aber leider nicht den Weg in das Saarbrücker E-Werk gefunden, so dass gerade bei den Vorbands die Menschen nur sehr verstreut da standen. Dennoch tat das der Stimmung keinen Abbruch.