folgedemwind_InhaleTheSacredPoisonNach BLUT AUS NORD kommt nun FOLGE DEM WIND, und setzt die Reihe der französischen Bands, deren Namen aus drei deutschen Wörtern zusammengesetzt wurden, fort. Dabei machten letztere einige interessante Namenswechsel im Laufe der Jahre durch. Zunächst 1999 unter dem Namen MOLOCH gegründet, entschied diese „Kunst-Black-Metal-Band“ sich für einen deutschsprachigen Namen, der weder auf ein Transparent, noch auf ein T-Shirt passen dürfte: DIE WAHRHEIT STEHT IM BLUT. Man hatte wohl ein Einsehen, und beschränkte sich auf den weit weniger sperrigen Namen FOLGE DEM WIND.
Trotz der respektablen Bestehenszeit von 12 Jahren zählt die Diskographie lediglich eine Demo und ihr Full-Length-Debüt. Erst jetzt kommt ihr Zweitlingswerk „Inhale The Sacred Poison“ auf den Markt, das nun erstmal aus dem Schatten der genialen Demo „Hail The Pagan Age“(2005) kriechen muss.

FOLGE DEM WIND bieten eine sehr herbe musikalische Kost, die manchem sauer aufstoßen wird. Trotz des recht klassisch primitiven Black Metal Stils, dem sich diese Band verschrieben hat, wird versucht, der Musik durch spektakuläre Wagnisse einen eigenständigen Touch zu verleihen.
An Ideen mangelt es den Franzosen auf jeden Fall nicht. Monotone Leadriffs, die teils stark von BURZUM inspiriert sind, spannen den Hörer erst auf die Folter, um ihn dann immer wieder mit komplexen Ausschweifungen zu überraschen. Die Läufe und Soli versuchen bewusst auflockernd zu wirken, und schaffen dies durch verträumte und hymnische Klangfolgen. Besonders fallen dabei die ruhigeren Zwischenspiele ins Gewicht, die immer hervorragend in die rohen Black Metal Strukturen integriert werden. Durch sie bekommen die Songs etwas sowohl Episch- wie auch Niederschmetterndes. Gemeinsam mit dem Gesang wird stellenweise eine pechschwarze Atmosphäre herbeigezaubert, die dem französischem Black Metal alle Ehre macht. Lediglich einige fade Passagen des Klargesangs könnten als Störfaktor von Seiten des Sängers angesehen werden.
Faszinierend finde ich auf „Inhale The Sacred Poison“ den Einsatz des Basses. Durch seinen enorm hämmernden Sound sind die einzelnen Töne kaum zu unterscheiden. Bei FOLGE DEM WIND wird der Tieftöner wohl wörtlich „nur“ als Rhythmusinstrument genutzt, was aber in Anbetracht des Gesamteindruckes gar nicht mal so schlecht wirkt.

Vielseitig, aggressiv und intensiv imponiert „Inhale The Sacred Poison“ dem geneigten Hörer. Durch die zahlreichen Motive und Einschübe entsteht ein ungewohnt vielseitiges Klangbild, das jedoch durch einige Produktionsmängel nicht ganz so gut rüberkommt, wie es könnte. Die ausschweifenden Melodien von FOLGE DEM WIND würden an mancher Stelle einfach etwas mehr Druck und Durchsetzung benötigen um effektiver wirken zu können. Es kommen teils richtig gute Läufe etwas schal und „schüchtern“ rüber, da sie oft von den Rhythmusinstrumenten verschluckt werden.

Fans von abwechslungsreichem Black Metal, denen es nicht finster und roh genug sein kann, dürfen ruhig mal ein Ohr riskieren. Mir persönlich gefällt „Inhale The Sacred Poison“ sehr gut, da es -aller Rohheit und Aggression zum Trotz- sehr viel Feingefühl in den Zwischenspielen heraushören lässt. Und das, obwohl dem Hörer manches Mal etwas Fantasie abverlangt wird, damit er erahnen kann, was für ein Klangbild FOLGE DEM WIND mit diversen komplexeren, verwaschenen Arrangements erzeugen wollte.
Wer französischen Black Metal der Marke HELL MILITIA, BLUT AUS NORD und PENSÉES NOCTURNES in einen Mixer gibt, ordentlich durchmischt und alles Keyboards herausnimmt, der bekommt einen Cocktail mit dem Namen FOLGE DEM WIND. Dieser wird einigen Leuten sehr gut schmecken, anderen wiederum gar nicht. Für die Leute, die ihn mögen, ist „Inhale The Sacred Poison“ ein Pflichtkauf, der sich lohnen wird. Allen anderen wird dieses Album wohl etwas zu schwer im Magen liegen, also: Finger weg! (Jannick)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 57:44
Label: Code666
Veröffentlichungstermin: 04.03.2011
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