lanfear_thisharmonicconsonanceAuch LANFEAR habe ich auf dem Dong Open Air kennengelernt. Irgendwie hat es aber nie zu mehr als der „Zero Poems“ gereicht. Die mochte ich seinerzeit zwar sehr, aber aus welchem Grund auch immer gingen alle seitdem erschienenen Alben der Band an mir vorbei. Jetzt aber liegt „This Harmonic Consonance“, das mittlerweile sechste Studioalbum der Schwaben, auf meinem Tisch und wartet darauf, begutachtet zu werden.
Und, was soll ich sagen, auch „This Harmonic Consonance“ gefällt mir wirklich gut. Schon das Intro „Giorno Del Guidizio“ und der erste Song „Colours Of Chaos“ sind richtig gut, obwohl gerade „Colours Of Chaos“ streckenweise fast schon zu langsam ist. Überhaupt finden sich auf „This Harmonic Consonance“ für meinen Geschmack etwas zu viele (Power)-Balladen. Von einem Power Metal-Album erwarte ich einfach mehr Arschtritt.

Was aber nicht heißen soll, daß „This Harmonic Consonance“ ein lahmes Album ist. Es ist eben etwas ruhiger geraten. Dafür kann man aber auch immer mal wieder Sachen entdecken, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hätte. Z.B. bei „Camera Silens“, das hart und schnell beginnt und dann sind da plötzliche diese – Flamencogitarren? Doch während man sich noch wundert, ist auch schon wieder alles vorbei und der Song groovt weiter als wäre nichts gewesen.

Und auch immer wieder richtig gute Songs, wie z.B. „Idiopathic Discreation“, den man wieder und wieder hören könnte. Oder das in den ersten Takten an TÝR erinnernde „Spectrophobia“, welches sich sehr gut zum Mitbangen eignet und eine gute Powerballade mit schönen Gesangslinien ergibt.

Andererseits gibt es aber auch Songs, die nicht so gut gelungen sind, wie z.B. „I, Robo Sapiens“, das zwar von der Idee her gut ist, aber es bleibt nichts im Ohr. Auch die Roboterstimme geht dem Hörer ziemlich schnell auf die Nerven und insgesamt zieht sich der Song doch ganz schön, obwohl er gerade mal knapp über 4 Minuten lang ist. Da fehlt einfach die Spannung.

Immer wieder klingt „This Harmonic Consonance“ auch ansatzweise proggig, was mir das Album einen Ticken sympathischer macht als ein reines Power Metal-Album. LANFEAR beschreiben sich selbst als „100% underrated Metal“. Über die Prozentzahl kann man jetzt natürlich streiten, aber meiner Meinung nach ist der neuste Output der Schwaben auf jeden Fall eingängiger und gefälliger als das aktuelle Album der Genrekollegen und Nachbarn BRAINSTORM. Von daher: Ja, unterbewertet.  (Anne)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 49:38 min
Label: Pure Steel Records
Veröffentlichungstermin: 24.02.2012
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