municipalwaste slimeandpunishment„Warte, warte nur ein Weilchen.“ Diesen Satz dürften die Fans von MUNICIPAL WASTE in den letzten Jahren wie ein Mantra wiederholt haben. Liegt doch die Veröffentlichung von „The Fatal Feast“, dem bisher letzten Album der Band, bereits 5 Jahre zurück. Dies mag auch daran liegen, dass die Musiker mit unter anderem IRON REAGAN, SPRING FLING, CANNABIS CORPSE und DENY THE CROSS noch in zahlreichen anderen Gruppen aktiv sind. Mit Nick Poulos (BAT, VOLTURE) hat man weiterhin inzwischen einen zweiten Gitarristen an Bord.

Am 23.06. erscheint nun mit „Slime And Punishment“ endlich das fünfte Album der Thrasher aus Richmond, Virginia. Wobei die Scheibe gleichzeitig die zweite Veröffentlichung bei Nuclear Blast darstellt. 5 Jahre sind in der heutigen Zeit eine halbe Ewigkeit und so kann und muss man sich durchaus die Frage stellen, ob MUNICIPAL WASTE 2017 anders klingen als 2012.

Doch bereits nach den ersten Tönen des Openers „Breathe Grease“ wird klar, dass Tony Foresta (Gesang), Ryan Waste (Gitarre, Hintergrundgesang), Nick Poulos (Gitarre), Phil “LandPhil” Hall (Bass, Hintergrundgesang) und Dave Witte (Schlagzeug), trotz der Tatsache, dass man mittlerweile als Quintett statt als Quartett unterwegs ist, ihre musikalische Ausrichtung keinen Deut verändert haben. Technisch anspruchsvollen oder gar progressiv angehauchten Thrash Metal dürfen gerne andere machen, bei MUNICIPAL WASTE gibt es weiter gepflegt auf die Zwölf. Auch auf „Slime And Punishment“ mischen MUNICIPAL WASTE ihre Einflüsse wie alte SUCIDAL TENDENCIES, ANTHRAX und ganz besonders D.R.I. zu ihrem ganz eigenen Cocktail zusammen.

Auffällig ist hierbei, dass sie dies auf ihrem neuen Album noch eine Spur kompakter und vor allem schneller tun als das in der Vergangenheit der Fall war. Und so prügelt man sich dann in einem Affenzahn durch die 14 auf der Scheibe enthaltenen Nummern, von denen keine die Dauer von 3 Minuten erreicht. „Death Proof“ ist da mit 2:52 Minuten noch am längsten. Freunden des Old School Thrash dürfte „Slime And Punishment“ garantiert Freudentränen in die Augen treiben. Auch weil die Texte weiterhin über den von den Jungs bereits bekannten kranken Humor verfügen.

Doch obwohl das Album eigentlich alles hat, was man von einem Thrash Metal Album erwartet, gibt es da doch ein nicht unerhebliches Problem. Nach den etwas mehr als 26 Minuten, die die Scheibe letztendlich geht, reibt man sich verwundert die Augen und fragt sich, warum MUNICIPAL WASTE hierfür ganze 5 Jahre brauchten. Mit „Breathe Grease“, „Poison The Preacher“ und dem Titelsong sind hier zwar einige gute Songs enthalten, aber letztendlich bleibt hier einfach, auch nach mehreren Durchgängen, viel zu wenig hängen. Auch der Gesang von Tony Foresta könnte durchaus etwas mehr Abwechslungsreichtum vertragen.

Alles in allem ist „Slime And Punishment“ ein Werk, das von den Fans sicher genauso abgefeiert werden wird, wie seine Vorgänger. Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass die Truppe es sich mit der Maxime „Schneller, härter“ ein wenig zu einfach gemacht hat und hier noch weitaus mehr drin gewesen wäre. (Matthias)


Bewertung:

Matthias7,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 26:14 min
Label: Nuclear Blast Records
Veröffentlichungstermin: 23.06.2017

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