CelticFrost IntothePandemoniumMit ihrem dritten Longplayer gingen die Schweizer einen logischen Schritt weiter und erweiterten ihr Repertoire um einige Elemente, die nicht bei jedermann so erfolgreich ankamen. Aber CELTIC FROST hielten nach wie vor an ihren musikalischen Idealen fest, wenn auch in einer leicht abgeänderten Darstellung.

Zunächst wurde der Sound ein wenig aufpoliert, ohne dabei den kultigen Grundsound aufzugeben. Der Gesang wurde etwas vielschichtiger, und der Einsatz von Frauenstimmen kam dieses Mal mehr zum Einsatz.
Insgesamt klingt „ Into The Pandemonium“ einerseits deutlich gereifter, andererseits hat die Band dadurch einen Bruchteil ihrer kultigen Marginalität verloren und vielleicht auch den ein oder anderen Fan vergrault. Die Kritiken klangen lange nach, besonders für den Song „One In Their Pride“, der wirklich stark aus dem Rahmen fällt und den angeblich „größten Fehler“ von FROST darstellen soll.

Von der Optik her machten sich CELTIC FROST vom reinen antichristlichen Act nun auch verstärkt in die Gothic-Ecke, mit toupiertem Haar und Rüschenhemden.
Okkultsmus ist nach wie vor optisch wie musikalisch das Hauptthema, dennoch ist dieses Album wegweisend und fast visionär, was die orchestralen Untermalungen und eindeutigen Wave-Elemente der Songs unterstreichen. Durch den Einsatz bisher ungewöhnlicher Stilmittel wie beispielsweise Electronicsounds, Samples und abgefahrenen Synthieklängen wurden CELTIC FROST schon damals in den Achtzigern als Visionäre des Extreme Metal Bereichs angesehen.

Im Falle der Neuauflage von „Into The Pandemonium“ gibt es als Aufschlag noch diverse Remix-Versionen und unveröffentlichte Bonustracks.
Trotz aller Kritik ein unverzichtbares Album, wenn man sich mit der Geschichte von CELTIC FROST ernsthaft auseinandersetzen will. Ob man diesen Schritt nun befürwortet oder nicht, muss man der Band dennoch attestieren, dass es ein musikalischer Meilenstein ist, gerade in Hinblick auf den Erscheinungszeitpunkt. (Jochen)

 


Bewertung:

Jochen0,0 - / -


Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 59:40 min
Label: Noise Records
Veröffentlichungstermin: 30.06.2017

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