Bloodclot Up In ArmsHardcore lebt und war noch nie tot. Zur aktuellen Stunde lebt er allerdings noch etwas deutlicher, sieht man sich die teils katastrophalen Umstände in der Welt an, die der Hardcore unter vielen anderen Stilrichtungen zum Thema haben. Hardcorelegende John Joseph hat sich mit namhaften anderen Musikern zusammengetan, um den Stand der Dinge mal wieder lauthals kundzutun, und das gelingt ihm auf „Up In Arms“ auch hervorragend, eingepackt in einen leckeren Happen Musik.

Wer auf intelligenten Old School Hardcore steht, der kommt an BLOODCLOT nicht vorbei. Die Idee zur Band schwelte schon so manchem eine Zeitlang im Kopf und wurde im letzten Jahr endlich in trockene Tücher gebracht durch die Aufnahme dieses Debüts.
Hier geht es wirklich nur um gute Mucke, die die richtige Message transportiert, und mit einem erfahrenen Mann als Sprachrohr sollten die ebenso erfahrenen Musiker auch keine Schwierigkeiten damit haben. Auch wenn manche von ihnen aus teils anderen Richtungen kommen, so ist die Quintessenz des Albums überdeutlich und kompromisslos.

Ein Dutzend anprangernder Musikbatzen, die sich bis auf wenige Ausnahmen gerade mal auf um die 1-2 Minuten beschränken, sauber und standesgemäß in Szene gesetzt mit einer guten Prise Punk und etwas Metal, aber auch Elementen der Rockmusik, machen diesen Erstling zum gerne gehörten Dreher. Joseph weiß seine Stimme abwechslungsreich und originell einzusetzen, während exDANZIG-Gitarrist Todd Youth wohl eher an seine Zeit bei MURPHY‘S LAW denkt. Dazu kommen treibende und interessante Rhythmusklänge von den einstigen Bandmates Olivieri und Castillo heben „Up In Arms“ direkt in die Pole Position der Einsteigeralben.

Nicht nur die knappe Spielzeit von einer mageren halben Stunde, sondern auch die Vielfalt innerhalb der Songs und die aufkommende Freude beim Hören lassen diese Scheibe gerne mehrfach hintereinander rotieren. Hier gibt es keinen Einheitsbrei, kein überschwängliches Getue oder Gepose, hier gibt es einfach nur gute Mucke, die Spaß macht und auch noch mehr als nebenbei etwas Gutes mit ihrer Intention transportiert.
Wenn man das Album gehört hat, muss man das Quartett auch zwangsläufig live erleben, und das sollte mit den anstehenden Live-Bemühungen auf jeden Fall an jedem Eck der Welt möglich sein. (Jochen)

 


Bewertung:

Jochen8,5 8,5 / 10


Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 29:17 min
Label: Metal Blade Records
Veröffentlichungstermin: 14.07.2017

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