live_20101109_0209Das kanadische Plappermaul DANKO JONES beehrte das Saarland am 09.11.2010 für dieses Jahr bereits zum zweiten Mal. Nachdem er mit seiner Combo im Sommer das ROCK AM BACH Festival unsicher machte, kam er zum ersten mal in die Landeshauptstadt Saarbrücken. Genauer gesagt in die GARAGE, die für einen Dienstagabend ziemlich gut besucht war. Mit dem neuen Album "Below The Belt" im Schlepptau schickten sich die Rocker an, die saarländischen Fans zu erfreuen. Die aktuelle Scheibe ist wieder härter ausgefallen, als das Vorgängerwerk, was der Platte deutlich zu gute kommt. Der Hard Rock steht im Vordergrund und die Eingängigkeit bleibt trotzdem erhalten. Beste Voraussetzungen also für einen netten Konzertabend.

Erstaunlicherweise wird DANKO JONES nicht von einer Schar von Vorbands begleitet und somit geben die YOUNG GUNS alleine den Einheizer. So seltsam der Name klingen mag, die Burschen sehen noch komischer aus...alle vier Bandmitglieder haben mehr oder weniger die gleiche Emo - Frisur und zu allem Übel trägt der Sänger noch ein Girlie - Shirt und einen Asi - Schnurrbart. Wäre ja alles zu verzeihen, wenn die Musik dafür entschädigen würde, aber die war sowas von austauschbar, dass es einem nach kurzer Zeit einfach nur noch auf den Sack ging. Die Truppe aus London spielte harten Alternative Rock der moderneren Sorte, bei dem Drummer und Rhythmusgitarrist dem Sänger beim shouten halfen. Der hampelte zuckend und weinerlich singend über die Bühne. Manchen Leuten aus dem Publikum ging das, was die Engländer da fabrizierten gut ab und so sah man ein paar Pommesgabeln gen Hallendecke in die Luft gereckt. Doch die meiste Zeit gab es für den Einheitsbrei ohne Überraschungen nur Höflichkeitsapplaus.


Nach einem Intro legten DANKO JONES und seine Mannen direkt mit dem Opener der neuen Platte los. Das Stück hört auf den Namen "I Think Bad Thoughts" und markierte einen guten Einstand für das folgende Set. Die Band fetzte direkt mit dem ebenfalls von der neuen CD stammenden gute Laune Song "Active Volcanoes" und dem mit einem Hochgeschwindigkeits - Chorus versehenen "Sticky Situation" nach. Erst nach dem Hit des Vorgängerwerks, welches auf den Namen "Code Of The Road" hört, kam die erste Ansage des redseligen Kanadiers. Nachdem er das Publikum begrüßte, forderte er die hungrige Meute auf, zu buhen. Er begründete seine ungewöhnliche Aufforderung damit, dass Sie seit mittlerweile zehn Jahren in Deutschland touren und noch nie zuvor in Saarbrücken gespielt haben. Das Publikum lies sich auch nicht lange bitten und buhte ordentlich los. Als dann der harte Kern in den ersten Reihen unmittelbar vor der Bühnenmitte mit "DANKO - JONES - Rufen" aus dem Rahmen viel, war der gute Danko verwundert und forderte mehr negatives Feedback und gestreckte Mittelfinger.

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Erwähnenswert an dieser Stelle ist die spezielle Lichtshow, die aus Neonstrahlern bestand, die vor den Gitarrenamps aufgebaut waren und bei jedem Song die Farbe wechselten. Das folgende "Had Enough" versprühte stellenweise MISFITS - Feeling und es kamen die Smash - Hits vom 2006er Album "Sleep Is The Enemy": "Baby Hates Me" und der Mega - Ohrwurm "First Date", bei denen die Fans lauthals mitsangen. Die Stimmung kochte und das Trio schmetterte die erste Singleauskopplung des aktuellen Longplayers "Full Of Regrets" in die Menge. Der Sänger und Gitarrist war erstaunt darüber, dass das Publikum an einem Dienstagabend abging, als ob Wochenende wäre.

Nach dem leicht metallischen "Invisble" kam die Frage auf, wer alles auf Oralsex steht. In Frankreich wären es 98 % des Publikums gewesen, wobei in Saarbrücken zuerst nur 45 % der Fans ihre Vorlieben preisgaben. Während einer Huldigung diverser toter Musiker wie Cliff Burton, Dimebag Darrell, Randy Rhoads, James Brown, Johnny Cash, Elvis Presley und dem laut Danko besten Sänger aller Zeiten - Ronnie James DIO - in einem Song, bekam er einen Becher an den Kopf geworfen. Daraufhin rastete er zu Recht aus und war kurz davor, den Werfer aus der Halle entfernen zu lassen und bot ihm sogar an, das Eintrittsgeld zurückzugeben. Nachdem sich die Stimmung wieder etwas beruhigt hat, ging es mit dem Song weiter bevor die Band die Bühne verlies.
Im Zugabenblock gab es dann zum letzten Mal u.a. mit "Tonight Is Fine" und "She´s Drugs" auf die Fresse. Somit endete ein Konzert, bei dem die Vorband enttäuschte und der Main-Act ordentlich die Bude rockte. DANKO JONES können gerne wieder nach Saarbrücken kommen, denn die Fans waren zufrieden und der Band hat es auch Spaß gemacht. (Kevin)

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