claymorean songsfromadyingworldAus Serbien stammen CLAYMOREAN, die mir bisher völlig unbekannt waren. Ein grober Fehler, denn was die Band auf ihrem zweiten Longplayer auffährt, ist echt aller Ehren wert. Schwerter, Barbaren und Schlachten-Metal erwartet euch. Gähn, werden viele denken. Ging mir genau so. Aber das hier ist echt außergewöhnlich gut. Wir haben es übrigens mit einer so genannten „female fronted“ Metalband zu tun. Frauen in unserer Musik sind ja auf dem Vormarsch. Keine Angst, ich rede hier nicht von einer Gothic-Trällerelse, wie oft üblich in letzter Zeit. Die Dame hier hat eine arschgeile, variable Stimme. Sie kann richtig rauh abgehen, aber auch betörend singen oder einfach einen klasse Cleangesang abliefern.

Wirklich beeindruckend. Ebenso die instrumentale Leistung ALLER Musiker. Hier wird mit viel Herzblut und Feeling gearbeitet, dass es eine wahre Pracht ist. Pathos ja, aber keine Kinderliedpassagen, echter Stahl mit Rafinesse und prima Songwriting und wunderbaren Leads. Wie sonst kann man einen Göttersong wie das doomig-dramatische „Old Mountain“ bezeichnen? Hier treffen CANDLEMASS auf BEYOND TWILIGHT mit FEAR OF GOD mäßigen Flüsterparts. Wahnsinn! „Cimmeria“ hat einen verdammt eingängigen Refrain, der sich schnell festsetzt. „Blood Red Shield“ beginnt mit einem Ständer. Sorry, dasd ich das so schreibe, habe aber selten so einen sinnlichen Anfang gehört. Im weiteren Verlauf entwickelt sich eine weitere doomige Nummer, die auch etwas Folk-Einflüsse verarbeitet. Dass sie auch Up-Tempo berherrschen, zeigen sie beim CRYSTAL VIPER lastigen „„Rage Of The White Wolf“. Bei „The Final Journey“ kommen mir die alten RUNNING WILD in den Sinn. „Blackest Void“ ist ein weiterer Höhepinkt auf „Sounds From A Dying World“: Schweres Riffing im Kontrast zu coolen Akustikparts und rockigen Soli reißen dich hinab in den Abgrund. Ähnlich wie beim oben erwähnten „Old Mountain“. Gänsehautdoom pur und als mehr als würdigen Ausklang bekommen wir noch eine wahnsinnig geile Coverversion von CLOVEN HOOF's „Astral Rider“ um die Ohren gepeffert..

Auch wenn laut Titel die Welt am abkacken ist, versüßen uns Alben wie dieses die letzten Tage auf dem Planeten. Hungrig, kreativ und nicht vorhehrsehbar, das sind alles Attribute für die CLAYMOREAN stehen. Mit das beste, was ein Newcomer in diesem Jahr bisher abgeliefert hat. Veliki! (Ralf)

Bewertung:

Ralf9,0 9 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 40:43 min
Label: Stormspell Records
Veröffentlichungstermin: 12.07.2017

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