anvil poundingthepavementBei einer Fachsimpelei über die unterbewertetsten Bands im Heavy Metal dauert es meist nicht allzu lange, bis der Name ANVIL fällt. Die 1978 im kanadischen Toronto gegründete Gruppe gilt zwar als einer der Vorreiter des Speed Metal und hat bzw. hatte namhafte Bewunderer wie zum Beispiel METALLICA oder Lemmy, der ganz große Erfolg blieb den Kanadiern jedoch stets verwehrt.

Dies mag auch daran liegen, dass viele ANVIL erst recht spät für sich entdecken. Bei mir geschah das leider erst 2010, als ich mir für eine längere Zugreise mit „Anvil – Die Geschichte einer Freundschaft“ die Biografie der Band kaufte. Durch das Buch und den gleichnamigen Dokumentarfilm rückten ANVIL damals ein klein wenig mehr in den Fokus der Szene. Ich persönlich war damals ziemlich beeindruckt, da es sich dabei nicht um die typische Musikergeschichte über Sex, Drogen und Rock and Roll, sondern eher um die Geschichte der Freundschaft zwischen Steve „Lips“ Kudlow (Gitarre, Gesang) und Rob Reiner (Schlagzeug) handelt, die sich in ihrer Jugend das Versprechen gaben auf ewig zusammen zu rocken und dieses Versprechen trotz aller Widrigkeiten bis heute gehalten haben.

Für mich sind Kudlow und Reiner ein leuchtendes Beispiel für Integrität und Loyalität, das man sonst lange suchen kann. Mit dem am 19. Januar erscheinenden „Paving The Pavement“ veröffentlichen ANVIL nun das bereits siebzehnte Album in ihrer 2018 schon vierzigjährigen Kariere. Da darf man sich zu Recht fragen, ob auf der neuen Scheibe schon erste Ermüdungserscheinungen auszumachen sind.

Dem ist jedoch nicht so. Schon mit dem Opener „Bitch In The Box“ zeigen Steve „Lips“ Kudlow (Gitarre, Gesang), Rob Reiner (Schlagzeug) und Chris Robertson (Bass), dass sie eins gewiss nicht tun, nämlich zum alten Eisen gehören. Auch „Ego“ und „Smash Your Face“ sind Dampfwalzen der reinsten Sorte und geben den Fans genau das, was sie von einer ANVIL-Scheibe erwarten. Mit „Nanook Of The North“ schlagen ANVIL dann für sie ein wenig ungewöhnliche Töne an und „Lips“ besingt das Schicksal der kanadischen Inuit.

Im Großen und Ganzen bekommt man mit den 12 auf „Paving The Pavement“ enthaltenen Stücken genau das, was man von ANVIL erwartet. Nicht mehr und nicht weniger als ein richtig gutes Stück Heavy Metal. (Matthias)

Bewertung:

Matthias7,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 43:22 min
Label: Steamhammer/SPV
Veröffentlichungstermin: 19.01.2018

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