projectsilence slavetothemachineObwohl mir natürlich Namen wie FEAR FACTORY, MINISTRY oder auch BLOOD STAIN CHILD ein Begriff sind, zählt der Industrial Metal nicht wirklich zu meinen bevorzugten Genres. Dies mag auch daran liegen, dass mir bei vielen der neueren Gruppen der Anteil an elektronischen Klängen dann doch etwas zu hoch ist. Weswegen ich wenig, bis gar nichts mit ihnen anfangen kann.

Die berühmte Ausnahme von der Regel bilden hier PROJECT SILENCE aus dem finnischen Kupio. Ein Bandname, der bisher nur den wenigsten etwas sagen dürfte. Dies mag auch daran liegen, dass der gemeine Fan mit Finnland in der Regel andere Genres verbindet als den von der Band dargebotenen Industrial Metal. So stieß auch ich vor 2 Jahren eher zufällig auf die schon seit 2008 bestehende Band und ihr bereits 2012 veröffentlichtes Debüt „424“. Bereits damals konnten mich „Delacroix“ alias Henrik Kettunen (Gesang, Keyboards, Programmierung), „J“ alias Jani Savolainen (Rhythmusgitarre), „Mr. Sanderz“ alias Petri Hietikko (Leadgitarre), „Sturmpanzerjäger“ alias Tuomo Susilampi (Bass, Hintergrundgesang) und „Silve_R“ alias Rieti Jauhiainen (Schlagzeug) von ihren musikalischen Qualitäten überzeugen.

Mit „Slave To The Machine“, für dessen Produktion Delacroix selbst verantwortlich zeichnet, und dessen Mix und Mastering mit Sturmpanzerjäger ein weiteres Bandmitglied übernahm legen die Finnen nun also den Nachfolger vor. Und wie auch auf „424“ bieten PROJECT SILENCE auch hier wieder einen gelungenen Mix aus harschem Industrial Metal, Keyboardklängen, harten Gitarren und stellenweise fast schon an Extreme Metal erinnernden Gesang. Auch die Death und Black Metal Einflüsse der Jungs sind hier weiterhin deutlich zu hören.

Dies hört man besonders gut beim vorher von den Jungs als Single veröffentlichten „Flesh Of The Gods“. Doch auch Stücke wie „Prototype“ und „Abyss“ wissen zu gefallen. Da ist es etwas schade, dass PROJECT SILENCE gegen Ende der Scheibe etwas die Ideen ausgehen und die Band anfängt sich zu wiederholen. Aber vielleicht sind die 15 auf dem Album enthaltenen Stücke auch einfach nur etwas zu viel des Guten.

Nichtsdestotrotz ist „Slave To The Machine“ ein wirklich gelungenes Album, das deutlich zeigt, dass PROJECT SILENCE mehr Beachtung verdient hätten. Auch die Produktion muss sich hier nicht vor denen bekannterer Gruppen verstecken. (Matthias)


Bewertung: 

Matthias7,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 49:05 min
Label: Sliptrick Records
Veröffentlichungstermin: 30.06.2016

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