CD-Reviews
Das hier klingt nach Achtziger-Edelstahl aus Amerika, doch weit gefehlt. RAVE IN FIRE sind aus Madrid und klingen wie eine Mixtur aus HELLION, VIXEN und MALICE. Es ist ordentlich fetziger Metal mit starkem Frauengesang und starker Instrumentierung. Ein bisschen modern produziert, aber teilweise klingt das Material auch ziemlich geschliffen, was ich in diesem speziellen Falle eher positiv meine.
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- Ralf
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LIVING DEATH wurden 1980 in Velbert von den beiden Kelch-Brüdern Reiner und Dieter gegründet. Mit „Vengeance From Hell“ (1984) und „Metal Revolution“ (1985) erreichten sie einen Kultstatus und verbanden hervorragend traditionellen Heavy Metal mit Speed/Thrash. Besonderes Merkmal ist der extreme, kreischige Gesang von Sänger Torsten „Toto“ Bergmann. Das dritte Album „Protected From Reality“ erschien 1987 auf dem Arrrg-Label von Ralph Hubert, dem Kopf von MEKONG DELTA. Kaum verwunderlich, denn besagte Kelch-Brothers spielten auch das legendäre „Mekong Delta“-Debüt unter Pseudonymen ein.
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- Ralf
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Weiterlesen: Living Death - Protected From Reality/Back To The Weapons (Re-Release)
Es gibt da ein Problem, das wohl jeder Mensch, der in der Öffentlichkeit steht, kennt: Ist man zu präsent, läuft man schnell Gefahr, eben jener Öffentlichkeit auf die Nerven zu gehen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber manchmal sehne ich mich nach der Zeit, als es noch kein Internet gab und man nicht in Sekundenschnelle herausfinden konnte, was die Lieblingsband gerade so treibt. Meiner Meinung nach ist dadurch viel vom Mysterium, das eine Band eigentlich umgeben sollte, verloren gegangen. Aber zurück zum Thema "Zu präsent". Davon ist kein Kunstschaffender gefeit. So liefen auch KREATOR in letzter Zeit Gefahr, einem langsam aber sicher auf den Keks zu gehen.
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- Matthias
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Versteht mich bitte nicht falsch, aber irgendwie scheint es so, als ob Sängerinnen im Metal nur noch wie verhinderte Opernsängerinnen trällern oder nur noch grunzen würden. Natürlich hat das alles seine Daseinsberechtigung, aber seien wir doch mal ehrlich, irgendwann kann man die gefühlt millionste Kopie von Tarja Turunen oder Angela Gosow nicht mehr ertragen. Mal ganz abgesehen von all den Damen, die meinen, sich im harten Bereich versuchen zu müssen, aber einfach eine noch dünnere Stimme als BRITNEY SPEARS haben. Wo bitte sind denn die Doro Peschs oder Bonnie Tylers der Neuzeit? Ich vermisse einfach diese richtigen Rockröhren mit kräftiger Stimme. Aber es gibt Hoffnung. Denn neben Cat Rogers (LANKESTER MERRIN), gibt es da noch Jennifer Gruber von FIREBORN.
Die Band wurde 2016 unter dem Namen DISLIKE SILENCE gegründet und benannte sich 2019 in FIREBORN um. 2023 erschien mit „Reflections“ das Debüt, welches von Schmier (DESTRUCTION) produziert wurde und für erste Aufmerksamkeit sorgte. Am 23.01. erschien nun mit „Dreamcatcher“ der Nachfolger. Und was soll man sagen?
Dieser toppt „Reflections“ in allen Bereichen. Bereits der Opener „Dancing With The Villain“ verpasst einem einen heftigen Ohrwurm. Auch der Rest der insgesamt 11 Songs kann sich hören lassen. Hier hat Schmier, der erneut für die Produktion zuständig war, ganze Arbeit geleistet. Der Sound des Albums ist wirklich erstklassig. Neben der Stimme von Jennifer Gruber muss man auch die Instrumentalfraktion der Lörracher hervorheben, die hier ganze Arbeit geleistet hat.
„Dreamcatcher“ ist ein überzeugendes Stück Hardrock, das für jede Menge Hörspaß sorgt. (Matthias)
Bewertung:

8,5 / 10
Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 43:20 min
Label: El Puerto Records
Veröffentlichungstermin: 23.01.2026
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- Matthias
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“Der Teufel ist ein Eichhörnchen.” Das glaubte man zumindest im Mittelalter, als der Gehörnte nicht selten als ebensolches dargestellt wurde. Ob dies nun die Inspiration für SATANIC SQUIRREL war, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Ebenso wie die Antwort auf die Frage, ob man hier tatsächlich von einer Band oder eher von einem Projekt sprechen kann. Gegründet wurden SATANIC SQUIRREL 2022 von Saschimoto und T-Fresh, welche sonst bei der Grindcore-Band HELLATIO zugange sind. Da die beiden die einzigen Mitglieder sind, bin ich mir wie gesagt nicht sicher, ob die Hamburger/Berliner Formation jetzt als Zwei-Mann-Band wie MANTAR angesehen werden sollte oder nicht. Letztendlich ist das aber auch zweitrangig.
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- Matthias
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JOE BONAMASSA wird nicht müde, seinen Idolen, insbesondere den drei „Kings“, B.B. KING, ALBERT KING und FREDDIE KING Tribut zu zollen. Wenn ich persönlich auch die emotional rohe Urgewalt eines RORY GALLAGHER bevorzuge, bleibt JOE BONAMASSA mit seinem Drang zur absoluten Perfektion wohl der größte Blues-Rock-Gitarrist der Neuzeit, dem es trotz seiner technischen Brillanz gelingt, nie das emotional tiefe Blues-Gefühl zu vermissen. Dies gelingt ihm sehr oft durch Kollaborationen mit Weltklasse-Musikern und er lässt auch keinen Zweifel zu, wen er als Mentor bezeichnet, nämlich B.B. KING, für den er bereits als 12-jähriger supportete und der seinen „Zugang zur Musik und zum Leben“ dominiert hat.
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- Ebi
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ASH RETURN entstanden 2019 aus der Asche von MIOZÄN und veröffentlichten 2020 mit „The Sharp Blade Of Integrity“ ihr erstes Album. Hier vermischten sie den klassischen Hardcore der Achtziger mit Einflüssen wie IRON MAIDEN und tauften das Ganze auf den Namen „Swordcore“.
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- Matthias
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An ALTER BRIDGE Alben gefällt mir, dass man Geduld mit ihnen haben, sich den Zugang erarbeiten muß. Es ist nie beliebig, nie billig was Mark Tremonti, Myles Kennedy, Brian Marshall und Scott Philips produzieren. Vielleicht mit Ausnahme des noch sehr CREED-beeinflussten Erstlings „One Day Remains“ ergibt sich das Hörerlebnis nicht unmittelbar. Denn es ist immer eine Band am Werk, die nicht auf kurzfristigen Erfolg und Chart-Platzierungen aus ist, sondern einfach nur großartigen komplexen Heavy Rock anbietet, gerne einmal mit Prog Metal Elementen gewürzt.
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- Frank
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Zugegeben, mit den letzten Veröffentlichungen der Schweden konnte ich wenig anfangen. Während das 2017 veröffentlichte "War Of Dragons" meiner Meinung nach noch halbwegs passabel war, konnte ich mit dem 2019 erschienenen "Rise Of The Dragon Empire" überhaupt nichts anfangen. Zu dick der Keyboardteppich, zu dünn der Sound. Danach waren BLOODBOUND bei mir abgemeldet, und die Nachfolgealben "Creatures Of The Dark Realm" (2021) und "Tales From The North" (2023) wurden von mir komplett ignoriert.
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- Matthias
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Am 23. Januar 2026 wird das neue THE DAMNED Album „Not Like Everybody Else“ via earMusic erscheinen. Sänger Dave Vanian widmet das Album dem im März 2025 verstorbenen Gitarristen und Hauptkomponisten der frühen Alben, Brian James. Mit dabei sind neben dem langjährigen Bassist Paul Gray und Keyboarder Monty Oxymoron insbesondere die Gründungsmitglieder „Captain Sensible“ (Raymond Burns) an der Gitarre und Schlagzeuger Rat Scabies.
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- Ebi
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Eine relativ junge Band aus Polen in der Doom-Death-Metal-Szene. DEATH HAS SPOKEN wurden 2017 gegrundet. „Elegy“ ist ihr drittes Album. Eine Elegie wird verfasst, um den Verlust einer bestimmten Person zu betrauern. Dies entspricht perfekt dem Albumcover und Layout von Marcian Grygoruk. Das Album besteht aus acht Liedern, darunter ein Cover von AGALLOCH. Das Album ist voller Emotionen und eine Fortsetzung ihrer vorherigen Werke.
„I’ve already lost the knowledge of myself between melancholy and death condition of shadow and doubt”, sind die Verse, die die Atmosphäre des Albums am besten beschreiben.
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- Ivona
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