Massig übles Gebolze stand an diesem Dienstag Abend in der Garage an. So fing die Chose bereits um 18 Uhr an, denn immerhin lag es sechs Bands am schwarzen Herzen, ihre brutale und temporeiche Musik unter das zugegeben magere Publikum zu schleudern. Leider muss auch die Saarbrücker Garage, eine der letzten Instanzen für hochkarätige Metalevents im Saarland, die Rezession zu spüren kriegen. Auch wenn sowohl für die jungen als auch altgedienten Metaller etwas dabei war, so scheint es doch mittlerweile Usus zu sein, selbst für kleines Geld den todesbleiernen Arsch unter der Woche nicht mehr vor die Tür zu setzen. Eigentlich unerklärlich, wenn man sich das Billing betrachtet: sechs hochkarätige Bands, die jedermanns Geschmack treffen könnten, wenn man sich für Death Metal interessiert, gleich ob modern oder klassisch.
Es gibt viele Bands, über die viel in der Welt des Metals debattiert wird. AVENGED SEVENFOLD, oder kurz A7X, ist eine davon. War der Trupp aus Huntington Beach (Kalifornien) Anfang des 21. Jahrhunderts noch dafür bekannt mit MetalCore kräftig auf den Putz zu hauen, sind sie mittlerweile massentauglicher geworden und eher in die Richtung des klassischen Heavy Metals abgedriftet. Mit "Nightmare" soll dieser Pfad nun konsequent weiter beschritten werden. Doch nach dem Tod von Drummer Jimmy "The Rev" Sullivan im Dezember vergangenen Jahres stand das Projekt auf der Kippe. Mit dem wohl weltweit besten Drummer, Mike Portnoy von DREAM THEATER, meldeten sich AVENGED SEVENFOLD im Februar zurück, um ihr Album nun endlich fertig einzuspielen. "Nightmare" ist ein Konzeptalbum geworden, eine Reise durch Wahnsinn, Verzweiflung und den Tod.
Ein Prosit der Gemütlichkeit! GWAR sind in der Stadt und laden zu einem Fest des guten Geschmacks. GWAR, eine Bastion der Moral in unmoralischen Zeiten, eine uneinnehmbare Festung des Anstands... NOT! Wenn GWAR an die Tür klopfen, dann ist Party angesagt! Moralapostel, Konservative jeglicher Art, versperrt die Tür von innen, zieht euch euren Regen-Poncho über den Schädel und hofft, dass es schnell vorüber ist. Alle anderen: weißes Shirt an und ab zur Party des Jahres!!
Das METALCAMP im slowenischen Tolmin ging in diesem Jahr in
seine siebte Runde. Weiterhin setzen die Macher auf die Mischung aus
Abenteuercamp und Metalfestival, ein Konzept, welches auch in diesem Jahr
aufging. Dabei schien es der Wettergott zu Beginn auch nicht besser mit den
Besuchern zu meinen als im vergangenen Jahr, wo teilweise Land unter herrschte.
Auch dieses Mal war der Boden bereits montags von den Regenfällen der Vorwoche
aufgeweicht, was schon die Anreise erschwerte. Wir waren schon zwei Tage zuvor
in Slowenien angekommen und konnten uns noch nicht über gutes Wetter freuen,
doch am Ende sollte der Badespaß an der Socà nicht zu kurz kommen.
Darin besteht der große Unterschied zu vielen anderen
Festivals, denn außer der imposanten Gebirgslandschaft, die allerhand für
Unternehmungen bietet kann man auch einfach an den am Gelände vorbei fließenden
Fluss laufen und sich und sein Bier den ganzen Tag über kühl halten. Hier
fanden sich täglich Tausende Metaller, die ihren Spaß mit Felsenspringen,
Dammbauen und dem unvermeidlichen Bachkreischen hatten.
Die Konzerte fanden wie vor drei Jahren wieder von dienstags
bis samstags statt, also anstatt zwei Tagen Chillout bei reduziertem Programm
gab es zwei Tage Vorglühen. Das lag vor allem daran, dass man am Sonntag auf
demselben Gelände noch das Magic Circle-Festival unter der Schirmherrschaft von
MANOWAR veranstaltete, man ging quasi von einem Festival ins andere über wenn
man denn wollte. Damit kein Chaos auf dem Campingplatz entsteht, wenn die
Zuschauer, die nur sonntags dort sind anreisen, hatten die ihr eigenes Areal.
Ob es Not tat da ein Zelt aufzubauen in dem die Amerikaner exklusiv ihr Merch
verkauften lassen wir mal dahin gestellt.
Ich wiederhole mich, wenn ich erwähne, dass der moderne Death Metal nur noch sehr wenige “Trademarks” des klassischen Death Metals, wie er Ende der 80er entstanden ist, beinhaltet. Der Core-Faktor hat starken Einfluss genommen in die Metalwelt, es ist mittlerweile eine deutliche Kluft entstanden zwischen dem klassischen und dem modernen Lager bzw. Old School und New School. Selbst dieser Begriff ist eher dem Core als dem Metal entnommen, aber hier ist man sich bei der Bezeichnung wohl auf beiden Seiten einig.
Wenn auch vielleicht die Musiker aus verschiedenen Musikzeitaltern stammen, so sind die Fans jedoch überwiegend noch die Gleichen, will heißen, junge und alte Anhänger dieser Metalart huldigen nach wie vor der Tradition, wenn das auch umgekehrt eher weniger der Fall ist, da manchmal die nötige Akzeptanz fehlt.
Heutzutage braucht man für Death Metal auch nicht mehr zwangsläufig dieses grimmige brutale Auftreten, ein „Nu Deather“ ist rein äußerlich so gut wie nicht auszumachen bzw. zu definieren. Es wird mehr gequiekt und gepresst statt nur zu growlen und zu grunzen. Instrumentell hält man sich allerdings schon stringent an die Ursprünge, wenn auch mehr Melodien und groovende Riffs Verwendung finden.
Ein sehr griffiges Beispiel ist hierbei der aktuelle Output der Ludwigshafener Todesmetaller SPHERON, die mit ihrer Debut-EP „To Dissect Paper“ eine wahre Lehrstunde abgeben, wie moderner, zeitgemäßer und vor allem echt guter Death Metal im 21. Jahrhundert klingen soll und klingen kann.
Wohl kein Album wurde in letzter Zeit in der Hardcore-Szene so sehnsüchtig erwartet wie die neue Scheibe der Hardcore-Veteranen TERROR aus Los Angeles. Hier ist nun das mittlerweile sechste Album der Band mit dem Titel „Keepers Of The Faith“. Die 13 neuen Tracks wurden von Chad Gilbert von NEW FOUND GLORY (A DAYTO REMEMBER, H2O) in den Buzzbomb Studios in Orange County produziert. Für den Mix war Matt Hyde (SLAYER, HATEBREED) verantwortlich. Und das Mastering übernahm Paul Miner (DEATH BY STEREO, ADAMANTIUM). Was bieten einem Scott Vogel (Vocals), Martin Stewart (Guitar), Jordan Posner (Guitar), Nick Jett (Drums) und David Wood (Bass) auf ihrem neuen Album?
MONSTER MAGNET? Ja, da war doch was! Vor gut anderthalb Jahren war ich ob deren Rückkehr auf die Bretter, die die Welt bedeuten, mehr als euphorisch und wurde auch auf eben Diesen von der Band absolut überzeugt (guckst du). Nun also die Rückkehr nach Saarbrücken, bei einem von zwei Sommer-Club-Dates in Deutschland - quasi fast schon ein Privileg für unsere GARAGE!
Aber es sollte noch besser kommen: KARMA TO BURN als Anheizer! Diese Burschen bekommt man auch nicht alle Tage un unseren Breiten zu Gesicht. Dazu noch die Ankündigung, daß brandneue MONSTER MAGNET-Songs des im Herbst erscheinenden Albums "Mastermind" auf der Playlist stehen - mehr hierzu im Übrigen am Ende des Reviews im NECKBREAKER-Quickie mit Drummer Bob. Was konnte da an diesem Dienstag Abend noch schief gehen?
Fast vier Jahre mussten die Fans auf ein neues Album von der Band um Anführer Zakk Wylde warten, abgesehen von dem Best Of “Skullage” im letzten Jahr. Nun hat das Warten ein Ende, die Vorankündigungen überschlugen sich, die Hoffnung und das Bangen, die Ungewissheit auf das, was da kommen mag, wuchs bei Presse und den Members ins Unerträgliche.
In diesen vier Jahren ist einiges passiert neben der Entstehung von „Order Of The Black“. Zakk war das ein oder andere Male im Krankenhaus, Ozzy Osbourne trennte sich von ihm im Guten, die Stellen am Bass und am Schlagzeug waren recht anfällig. Zakk soll nun das Trinken zumindest so gut wie eingestellt haben, Ozzy monierte, dass seine Alben zu sehr nach BLACK LABEL SOCIETY klingen – was ein Wunder, wenn der Gitarrengott fast alle Songs schreibt – und der Posten von James Lomenzo am Bass ist durch John DeServio sowie der von Craig Nunenmacher an den Drums durch Will Hunt ersetzt worden.
All das verhalf natürlich gerade der Presse zu einer gelungenen Überbrückung des Albumreleases, BLS blieb weiter im Gespräch, auch ohne aktuelles Album, und der Name wurde zu Promotionzwecken auch oft genug in der Öffentlichkeit genannt. Nun ist es an der Zeit, sich auf das aktuelle Album zu konzentrieren und die gemeisterten Hürden als erledigt abzuhaken.
Und wieder einmal war es Zeit für das ROCK AREA FESTIVAL, welches in den letzten Jahren sowohl mit Billing als auch allem drumherum ordentlich auftrumpfen konnte. Diesmal fand die vierte Auflage des Spektakels ca. einen Monat früher statt als im letzten Jahr und sollte die Loreley erneut zum beben bringen. Erneut gaben sich hochkarätige Bands die Ehre das ROCK AREA zu einem ganz besonderen Wochenende im Jahre 2010 zu machen und die musikalische Gier der Besucher zu befriedigen. So wurden Knüller wie APOCALYPTICA, ARCH ENEMY, AXXIS, BENEDICTION, DARK TRANQUILITY, ENSIFERUM, SACRED REICH und viele mehr verpflichtet um ein breites Soundspektrum zu gewährleisten. Auch die ein oder andere Neuerung machte sich sofort bemerkbar. So wurde beispielsweise in der Nähe des Festivaleingangs eine kleine Bühne aufgebaut, auf welcher unter anderem Acts wie KRYPTERIA, GORILLA MONSOON, HATRED oder CRO-MAGS die Meute einheizen sollte. Wie bereits im Vorbericht erwähnt wurde auch eine neue Security beordert über das Festival zu wachen, über die mir bisher nichts negatives zu Ohren kam.
In diesem Jahr machten sich Kevin, Jochen und ich auf den Weg um euch mit unseren Impressionen des ROCK AREAs 2010 zu versorgen...
Die New Yorker Groove Metal - Legende LIFE OF AGONY feierte letztes Jahr 20 jähriges Bestehen und nahm deshalb den weiten Weg in Richtung des alten Kontinents auf sich. Jetzt, bereits im August 2010 angekommen, sind die Jungs um Stimmwunderzwerg Keith Caputo immer noch on the road. Das letzte Studioalbum liegt zwar auch schon fünf Jahre zurück, doch einen neuen Longplayer haben die Burschen nicht am Start. Stattdessen haut die Truppe den Fans eine neue Live CD / DVD um die Ohren, die letztes Jahr in Brüssel aufgezeichnet wurde.
Aber den Fans ist das egal, denn wer weiß, wie oft man die Jungs noch zu sehen bekommt. Also machte ich mich auf in die Garage Saarbrücken, in der sie am Donnerstag, 05.08.2010 Station machten.
Am ersten Septemberwochenende (03. und 04. September) ist es endlich wieder soweit und die diesjährige Auflage des Night Of The Prog Festivals wird auf der Freilichtbühne der Loreley bereits zum fünften Mal über die Bühne gehen. Ja, die Veranstalter von WiV-Entertainment haben in diesem ein Jahr kleines Jubiläum zu feiern und mit MARILLION hat man dazu den passenden Headliner gefunden. Mit GAZPACHO sind weitere alte Bekannte des Festivals dabei, die in diesem Jahr den Hattrick vollmachen und zum dritten Mal in Folge auf der Open-Air Bühne aufspielen.
Ansonsten glänzt das Billing in diesem Jahr vor allem mit Bands, die man noch nie oder so gut wie nie in Deutschland live erleben durfte, ich sage nur TWELFTH NIGHT, PALLAS oder THE ENID!
KJU: aus Hannover haben mit „Neon Lights Carve Shadows“ ihr viertes Album veröffentlicht. Im Rahmen der Veröffentlichung nahm sich Sänger Tobi die Zeit für ein ausführliches und sehr informatives Interview. Auf geht's!
Ab sofort suchen wir Verstärkung für unser Team in den Bereichen Reviews und Konzertberichte!
Du liebst harte Klänge und möchtest gerne mal einen Blick hinter die Kulissen werfen? Dann bist Du bei uns ganz richtig!
Recht früh im Jahr, bereits Anfang Juni war diesmal das Castle Rock angesagt. Bereits die elfte Ausgabe der Veranstaltung und wie auch im letzten Jahr ging das Festival wieder über zwei Tage. Auch in diesem Jahr war der Besuch wieder großartig, wenn auch nicht ganz ausverkauft. Schade eigentlich denn das Billing war wieder sehr stark und das Wetter perfekt. (Tutti)
Wenn der Frühling nicht mehr wegzudiskutieren ist und so langsam Pfingsten ansteht, wird es höchste Zeit die üblichen Utensilien für ein Festivals ins Auto zu packen und nach Gelsenkirchen zu fahren. Wie jedes Jahr stand an Pfingsten wieder das Rock Hard Festival. In diesem Jahr packten die Veranstalter noch ein paar mehr Fans ins schöne Amphitheater ohne das es ungebmütlich wurde. Und so wurden etwa 7.500 Fans Zeugen der tollen Veranstaltung die wieder erstklassig organsiert war und ein hervorragendes Billing bot. Ein rundum gelungenes Wochenende also mal wieder. (Tutti)
Seit dem letzten Streich von DANZIG sind mittlerweile sechs Jahre ins Land gezogen. Doch im Jahre 2010 beglückt uns der “Elvis from hell” mal wieder mit einem neuen Longplayer. Die 2007 erschienene Best Of / Compilation “The Lost Tracks Of Danzig” mal nicht mitgerechnet, machte sich der Muskelprotz die letzten Jahre über rar und glänzte eher durch Negatives, wie zum Beispiel Raufereien hinter der Bühne … doch mit seinem neuen Album “Deth Red Sabaoth”, bei dem die Axt von Saitenhexer Tommy Victor (PRONG) geschwungen wird, möchte Glenn wieder an seine alten Glanztaten ranreichen. Möge der Sabbath beginnen!
LYZANXIA aus Frankreich haben kürzlich mit „Locust“ ihr fünftes Album veröffentlicht. Kurz nach der Veröffentlichung hatte ich die Gelegenheit zu einem Interview mit Gitarrist und Sänger Franck Potvin.
Die Urväter des Grindcore beackern in diesem heißen Sommer wiederum einige Festivals, u.a. auch das örtliche Rock am Bach in St. Wendel. Diese Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen, Frontmann Barney das eine oder andere Statement zu entlocken. Nicht nur die Band, jede Person an sich ist der Inbegriff von Freundlichkeit und Höflichkeit. Entsprechend war der Empfang hinter der Bühne, wo Barney mir an einem schattigen Plätzchen Rede und Antwort stand in seiner gewohnt höflichen, korrekten und mehr als freundlichen Art.
Eines der heißesten Wochenenden stand uns im Saarland bevor: Temperaturen über 35 Grad Celsius wurden angekündigt und eine ganz geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit. Und genau dann sollte das mittlerweile 12. Rock am Bach - Festival über die Bühne gehen, dieses Mal auf dem neuen Gelände im alten St. Wendeler Bosenbachstadion. Hoffentlich haben die Veranstalter und Organisatoren ausreichend dafür vorgesorgt und sich auf eine bevorstehende Welle von dehydrierten und kollabierten Leuten eingestellt. Gerade im Zuge eines solchen Festivals wird ja gerne gefeiert. Da kommt zwar die Flüssigkeitszufuhr nicht zu kurz, jedoch kann übermäßiger Alkoholgenuss bei dieser Hitze auch andere Gefahren bergen.
Dennoch hingen freitags einige Wolken am Himmel, was die Durchsetzungskraft der Sonne zwar etwas minderte, aber dennoch für schwitzende Leiber sorgte. Die meisten Festivalbesucher suchten Schutz auf dem schattigen Hügel direkt gegenüber der Bühne und bildeten quasi zu den Die-Hard-Fans eine unfreiwillige Gegenveranstaltung (die Bands nannten sie liebevoll "The Hill People"). Gottlob war die Feuerwehr vor Ort, um ab und an mit Wasserfontänen für Abkühlung und Reinigung zu sorgen. Aber sowohl der Staub als auch das Wasser machten das Festival zu einem erinnerungswürdigen Ereignis, das leider anschließend durch das zu erwartende Unwetter ein jähes Ende fand.
Aber noch sind wir im, Verzeihung, VOR dem heißen und furztrockenen Bosenbachstadion und suchen Einlass, denn die erste Band ist im Begriff zu spielen, jedoch bleiben die Tore verriegelt.
Es ist 13:30 Uhr, die ersten Klänge ertönen aus der PA, aber erst eine Viertelstunde später erfolgt der Einlass. Das hat nicht nur mich mehr als frustriert...
Auf ihrem rasanten Trip durch das All haben die vier Black Space Riders auf so manchem angestaubten Planeten neues Feuer entfacht. Glücklicherweise hat JE ein wenig Zeit für uns gefunden, um den Alltag der Riders näher zu beleuchten, die Bösewichte zu identifizieren und die nächsten Heldentaten anzukündigen.
Nach langer Arbeit ist es endlich fertig: "Kumpels in Kutten: Heavy Metal im Ruhrgebiet". Ein 240 Seiten starkes Buch über die Musik die wohl am besten zum Ruhrgebiet passt: Heavy Metal. Die Autoren Dr. Holger Schmenk und Christian Krumm haben sich der schwierigen Aufgabe angenommen die Geschichte der Ruhrgebietsszene in diesem Buch festzuhalten. Bei so einem Werk hat es sich natürlich auch Götz Kühnemund nicht nehmen lassen das Grußwort dazu zu verfassen. Wer also noch etwas Lesestoff sucht...
Endlich war es soweit: Der 24.06. des Jahres 2010 und ich hatte endlich die Gelegenheit einen meiner musikalischen Idole Live zu begutachten. Recht früh machten wir uns auf den Weg nach Stuttgart um dem Meister Devin Townsend zu huldigen und uns die Tour des DEVIN TOWNSEND PROJECTs zu Gemüte zu führen. Austragungsort dieses Spektakels war „Die Röhre“ und wenn ich mich nicht ganz täusche müsste dies nicht nur für mich ein Premierebesuch gewesen sein, sondern auch für Neckbreaker.
Die Location machte sogleich einen sehr guten Eindruck. Nach Eintreten in den Konzert-Raum fielen sofort die große Bar und viele Sitzgelegenheiten auf, was sich recht gut traf, denn wir waren doch deutlich früher da als erwartet. Ein Fotograben war nicht vorhanen, was es dementsprechend ermöglichte sehr nah an der Bühne zu sein und den an diesem Abend aufgetretenen Musikern Tribut zu zollen.
Als Einstieg in den Abend wurden die ortsansässigen BLINDED HALO gebucht und sollten das Publikum schon einmal ordentlich einheizen.
Diese Band erkennst du nach zwei Sekunden, ob du willst oder nicht! Bei KORN heißt es auch nach sechzehn Jahren Bandhistorie: "Love It Or Hate It" Und wer hätte damals gedacht, daß die Jungs um Front-Mimose Jonathan Davis so lange durchhalten könnte?
Klar, es gab Höhen und Tiefen, Ausstiege, Umbesetzungen und Auflösungsgerüchte.
Fakt ist aber: KORN sind nach wie vor am Start, haben frischen Wind in die erlahmende Rock-/Metal-Musik gebracht und wollen mit "Remember Who You Are" beweisen, daß auch auf längere Sicht mit ihnen zu rechnen ist.
Den Rückschritt bzw. das Rückbesinnen auf die Wurzeln der Band soll sowohl im Albumtitel als auch den neuen Tracks vollzogen werden - schauen wir uns dieses Vorhaben doch einmal genauer an!
Wer mich kennt weiß, dass ich Split CDs mag. Warum habe ich bereits beim FAR FROM HORIZON & CULT OF GAIA Release ausführlich erläutert. Diesesmal trafen sich zwei bereits bekanntere Bands, um eine Split CD einzuknüppeln, die dieses Jahr wohl im oberen Drittel mitspielen dürfte. Berlin (WAR FROM A HARLOTS MOUTH - WFAHM) meets Bristol (BURNING SKIES) heißt heuer das Motte. Warum gerade diese beiden Bands sich zu einem munteren Stelldichein zusammengefunden haben, liegt auf der Hand: Drummer Paul knüppelt sowohl beim Berliner DeathCore-Trupp, als auch beim Genre-Verwandten aus England. Wer sich an das Vorjahresrelease von WFAHM "In Shouls" erinnern kann, wird gespannt darauf blicken, welche Entwicklung die Jungs im vergangenen Jahr durchgemacht haben.
*ÄCHZ!* Die nunmehr siebzehnte Ausgabe das WITH FULL FORCE wird sicherlich als das durchweg heißeste der Festival-Geschichte eingehen - Temperaturen über dreißig Grad und die fast ununterbrochen-knallende Sonne machten bereits in den frühen Morgenstunden allen Anwesenden zu schaffen.
Da half nur Trinken, Trinken, Trinken! Und damit meine ich ausnahmsweise NICHT Bier und Konsorten (okay, ein paar Döschen waren schon dabei *g*), sondern sinnvolle Getränke zum Ausgleich der Dehydrierung.
Dies stellte Bands und Publikum vor das Problem, auch unter diesen Umständen für Stimmung und Action auf und vor der Bühne zu sorgen - aber ich kann euch beruhigen: Nahezu alle Beteiligten ließen sich auch unter diesen Konditionen nicht lumpen und machten das WFF einmal mehr zum Highlight des Jahres - eine gewisse DFB-Auswahl tat dem natürlich mit dem Abledern der Gauchos auch so einiges hinzu.
Durch das Spiel am Samstag Mittag ergaben sich jedoch auch ein paar Umstellungen im Billing (wer will schon vor leeren Rängen spielen?) und Lücken in meiner Berichterstattung (Schulljung schon mal im Voraus!).
Immerhin habe ich das ein oder andere Statement von beteiligten Musikern eingefangen, die hin- und wieder als NECKBREAKER-Splitter im Bericht auftauchen - somit wünsche ich viel Spaß bei der Lektüre zum WFF 2010!
Das Party.San Open Air hat sich in den letzten Jahren zum Mekka für alle Death und Black Metal Fans gemausert. In diesem Jahr, bei der inzwischen sechszehnten Veranstaltung, haben sich für den 12. - 14.08.2010 30 Bands angekündigt und die garantieren ein wieder qualitativ absolut hochwertiges Billing.
Der 16. Mai 2010 wird für Metal / Hard Rock - Fans auf ewig in dunkler Erinnerung bleiben, denn an diesem Tag hat der große RONNIE JAMES DIO den Kampf gegen den Krebs verloren. Der ehemalige BLACK SABBATH, HEAVEN AND HELL, RAINBOW, ELF und DIO - Sänger hat mit seinem Tod eine tiefe Wunde in den Herzen seiner Fans hinterlassen. Zu diesen Fans zählt unter anderem auch JORN Lande, norwegischer Ausnahmesänger und mittlerweile erneuter Frontmann der deutschen Power Metaller MASTERPLAN. Auf seinem neuem Album “Dio” covert er zwölf Stücke des “Man On The Silver Mountain” und widmet es dem kürzlich Verstorbenen.
Wenn einen ganz bestimmte Bands oder Stilarten ein Leben lang begleiten und immer wieder von neuem begeistern können, dann folgt man gerne dem Drang, diesen Bands in Form einer eigenen musikalischen Interpretation Tribut zu zollen. Nicht dass man mit der eigenen Formation bzw. Stilrichtung unzufrieden wäre, aber dennoch kann man dort mitunter nur begrenzt diese Einflüsse verarbeiten. Was liegt also näher, als sich Mitmusiker gleicher Gesinnung zu suchen und eine Allstarband ins Leben zu rufen? So geschehen bei INSIDIOUS DISEASE, der jungen Death Metal-Formation, die aus altbekannten Gesichtern besteht: Gegründet von Silenoz (DIMMU BORGIR) und Jardar (OLD MAN'S CHILD) nahm man sich Tony Laureano (ex-NILE) an die Schießbude und verstärkte sich mit Vollzeitmusiker Shane Embury (u.a. NAPALM DEATH) und schließlich mit Marc Grewe am Mikro, der nach seinen experimentellen Ausflügen mit MORGOTH schon fast zu den Totgeglaubten zählte.
Es gibt sicherlich einige gute Gründe, an einem Samstag vom Saarland aus nach Köln zu fahren. Aber wenn er besonderer musikalischer Natur ist, gibt es kein Halten! Und im Falle von ANATHEMA ist diese Gegebenheit sicherlich vollends erfüllt - das frisch gepresste, neue Meisterwerk "We´re Here Because We´re Here" erfreute auch im Gros die NECKBREAKER-Redaktion und lässt wie im Review bereits angesprochen, große Live-Taten erwarten.
Ein Interview mit Sänger und Gitarrist Vinnie Cavanagh gab´s obendrein, aber dies wird noch an anderer Stelle besprochen werden!
Also: Auf ins gemütliche Luxor in Erwartung eines XXL-Auftritts (da ohne Vorband) der Liverpooler Melancholie-Rocker - und Leute, es sollte ganz Großes geschehen...
Leider sind viele gute Konzerte unterhalb der Woche, und nur manchmal hat man das Glück, ein gutes Konzert an einem Wochenende und dann auch noch direkt vor der Haustür zu erleben.
An diesem 19. Juni war dieser glückliche Umstand eingetroffen, zwei angesagte Bands gaben sich in der Saarbrücker Garage die Ehre.
Das Wetter war gerade so ok, das Deutschland-Spiel vorbei, also nix wie in die Garage. Von wegen, kaum eine Nase hatte sich hier eingefunden. Bis eine Stunde nach Einlass waren es mal gerade getippte 100 Leutchen, die sich hier am Rande der bereits abgetrennten Garage tummelten.