GovtMule RevolutionComesRevolutionGoesWenn eine derart außergewöhnliche Band wie GOV’T MULE eine neue Platte veröffentlicht, werden nicht nur Blues- und Rock-Fans hellhörig. Die Band um Warren Haynes bietet nämlich ein sehr breites Spektrum und gilt seit jeher als sehr experimentierfreudig. Zählt man das letztjährige „The Tel-Star Sessions“ nicht als reguläres Album, so liegt ihre letzte Platte „Shout!“ schon fast vier Jahre zurück. Musikfreunde können sich freuen - GOV’T MULE erschaffen erneut ein großartiges Stück Musik.

Dabei rockt die Band mit dem Opener „Stone Cold Rage“ bereits in bester Blues-Manier los. Wobei man dazusagen muss, dass es nicht GOV’T MULE wären, wenn hier nicht bereits der Improvisation gefrönt wird. Dabei übertreibt es die Band aber keineswegs, und selbst wenn es auch im weiteren Verlauf des Albums oftmals jazzartige Ausschweifungen gibt, zelebrieren die Herren grundsätzlich den Blues und selbstredend den Classic-Rock. Das Endprodukt ergibt dabei eine umfangreiche und sehr abwechslungsreiche Reise durch alle möglichen Genres, die man mit der Band in Verbindung bringen kann. Grundsätzlich sollte man beim Hören von „Revolution Come... Revolution Go“ einfach mal das Schubladendenken zur Seite legen, denn auch wenn das vielleicht bei der Einordnung von Musik helfen mag, hat es nur wenig mit Magie zu tun.

Und magisch ist nun wirklich der passende Begriff für das, was GOV’T MULE auf diesem Album spielen. Die Band zeigt sich als extrem experimentierfreudig und zaubert damit jedem beim Hören ein Lächeln auf die Lippen. Trotz der vielen unterschiedlichen Stile und den längeren Improvisationsstrecken sind die Songs sehr zugänglich und halten den Zuhörer bei der Stange. Warren Haynes spielt und singt wie ein junger Gott, und meine persönliche Abneigung gegenüber Keyboards sollte ich überdenken, denn hier passen die Keyboard-Klänge einfach fantastisch in das Soundbild der Band. Weiterhin präsentiert Haynes bei „Dark Was The Night, Cold Was The Ground“ endlich wieder sein Händchen für Slide-Gitarre, ein göttlicher Song. Generell ist das Soundbrett, das die Band auffährt, extrem gut gelungen. Hört man die Platte in entsprechender Lautstärke, kommt es einem so vor, als wäre man live im Studio dabei.

In der Deluxe-Edition des Albums gibt es auf einer Bonus-CD noch insgesamt sechs Bonus-Tracks in Form von Demo-Songs, Click-Tracks, eine alternative Version des Titelstücks und Studio-Live-Versionen von „Dark Was The Night, Cold Was The Ground“ und „The Man I Want To Be“. Bei den beiden Versionen ist man dann final im Studio dabei, wenn die Band ihre Magie roh entfacht.

Lange hatte ich GOV’T MULE nicht auf dem Schirm, seit ein paar Jahren hat sich das zum Glück geändert, und was soll ich sagen? Mit jeder Veröffentlichung überrascht mich die Band aufs Neue. Wer auf Improvisationen und gute alte Blues- bzw. Rock-Musik steht, kommt an „Revolution Come... Revolution Go“ unmöglich vorbei. (Pascal)


Bewertung:

Pascal8,5 8,5 / 10


Anzahl der Songs: 12 (CD1) / 6 (CD2)
Spielzeit: 77:12 min (CD1) / 36:35 min (CD2)
Label: Fantasy Records / Universal Music
Veröffentlichungstermin: 09.06.2017

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