TheYellowKing DAMWWann wird man als Musiker berühmt und erfolgreich? Wenn man nur lange genug am Ball bleibt? Wenn man genug Geld investiert? Wenn man ordentlich Klinken putzen geht? Oder wenn man einfach durchgehend gute Arbeit abliefert? Die Antwort liegt bestimmt irgendwo dazwischen und beinhaltet ein bisschen von allem, aber in erster Linie sollte man ja Musik zum Spaß machen. Und wer sich gerade in unseren Breitengraden etwas auskennt, weiß, wovon ich spreche.

THE YELLOW KING sind die musikhungrigen Überreste von teils schon recht bekannten lokalen Bands wie LLYNCH, TRÆOS und IN THE EVENT OF FIRE. Auch im Saarland werden ernsthafte Absichten, Musik zu machen, auch über Jahrzehnte hinweg gepflegt. Selbst wenn der große Erfolg ausbleibt und die Zeiten und Mitstreiter sich ändern, so ist doch immer noch das Feuer im Musikerherz am Lodern.
Gegründet 2015 war die Marschroute schnell klar; man einigte sich auf eine Mischung aus modernen Elementen des Metals sowie Postrock und Hardcore, wobei der Akzent vor allem auf modern steht. Durch die Erfahrungen und die Routine der einzelnen Fünftel in der Band war in kurzer Zeit genug Material zusammen, um ein erstes Album zu veröffentlichen. Mit der Unterstützung des jungen Labels Barhill Records ist 2018 nun endlich das Jahr, in dem THE YELLOW KING an ihre diversen glorreichen Tage anknüpfen wollen.

„Debris And Modern Wreckage“ merkt man schnell an, dass es sich hier um alte Hasen handelt, und das ist nicht im negativen Sinn gemeint. Das Album strotzt nur so vor Einflüssen und Ideen, die sich auch schön miteinander verrühren lassen. Für eine Eigenproduktion ordentlich in Szene gesetzt kann man den knapp 40 Minuten ganz gelassen lauschen, ohne dass sich Ermüdungserscheinungen zeigen. Klar denkt man sich hier und da noch einen frischen Tupfen dazu, der das Ganze noch ein wenig aufpeppen könnte, aber THE YELLOW KING haben ja ihr Pulver bestimmt noch nicht komplett verschossen mit „Debris And Modern Wreckage“. Manchmal wäre weniger auch mehr gewesen, denn hier steht nichts in Stein gemeißelt, aber das macht die Combo gleichsam nicht minder interessant.
Am Releasetag ist auch das dazugehörige Konzert geplant, dann wird sich zeigen, wer hier demnächst im Raum Saarbrücken in aller Munde ist. Vielleicht gibt es dann auch noch Songs zu hören, die es nicht auf das Album geschafft haben. Spannend wird es allemal in diesem noch jungen Jahr, sowohl für die Zuhörerschaft als auch für THE YELLOW KING. (Jochen)

 

Bewertung:

Jochen8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 38:53 min
Label: Barhill Records
Veröffentlichungstermin: 12.01.2018

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