Supersonic Blues Machine - Voodoo Nation

SupersonicBluesMachineDie in Kalifornien ansässigen Musiker von SUPERSONIC BLUES MACHINE legen in der Besetzung Kenny Aronoff (Drums), Produzent/Bassist Fabrizio Grossi und Kris Barras (Gitarre/Gesang) nun mit „Voodoo Nation“ ihr drittes Album seit 2015 vor. Neuer Sänger-neues Glück?

Das Bluesrock-Trio, deren Mitglieder jeder für sich eine beeindruckende Band- und Solo-Vita vorweisen kann, zeichnet sich ja durch die sehr gute Vernetzung in der Rock- und Bluesszene aus und kann immer wieder sehr namhafte Gaststars aus diesen Genres für ihre Produktionen rekrutieren. Waren es schon beim Vorgänger „Californisoul“ Eric Gales, Walter Trout, Robben Ford, Steve Lukather und Billy Gibbons, sind auch bei „Voodoo Nation“ wieder bekannt Blueser und Rocker mit von der Partie.

Charlie Starr (BLACKBERRY SMOKE), Eric Gales, Joe Louis Walker, Ana Popovic, Kirk Fletcher, King Solomon Hicks, Josh Smith und Sonny Landreth sorgen mit ihren Beiträgen dafür, dass das ambitionierte Trio ein derart abwechslungsreiches Album vorlegt, dass man getrost die Bewertung „All Killer No Filler“ vergeben kann.

Gegenüber dem Vorgängeralbum ist „Voodo Nation“ deutlich härter und rauer. Dazu äußerte sich der Produzent Fabrizio Grossi:“Kris kommt aus dieser britischen Schule des Hard Rock und Blues. Das ist ein anderer Sound als bei Kenny und mir mit den Allman Brothers, Sly Stone & The Family & Mountain. Bei Kris wollten wir seine Spuren hinterlassen, deshalb hört man LED ZEPPELIN, PINK FLOYD und GARY MOORE. Eine Art Union Jack-Aufdruck über einem Star-Spangled Banner."

Und in der Tat wird hier ein Genre-übergreifendes Werk veröffentlicht, dass mit „Money“ einen verdammt guten Einstieg liefert; harter, dreckiger Bluesrock mit verzerrten Gitarren, erwartungsgemäß punktgenauem Schlagzeug von einem der weltbesten Drummer und einem verdammt coolen Sänger mit souliger Stimme. In der Tat war der Wechsel des Shouters kein Fehler denn Kris Barras bringt gegenüber Vorgänger Lance Lopez den harten Rock in die Songs. „Too Late“ ist ein straighter Rocksong mit harmonischem Background-Gesang. Bluesrock erster Güte folgt mit „Coming Thru“, der durch herausragende Harp-Begleitung sofort im Ohr hängen bleibt.

Der junge King Solomon Burke wertet „You And Me“ durch sein fantastisches Gitarrenspiel und Soloarbeit in einem düsteren, schleppenden Bluesrock auf. „Get It Done“ ist ein radiotauglicher Rocker und Josh Smith zeigt seine famose Fingertechnik als einer der gefragtesten Gitarristen in der L.A-Szene. Bei „Ball Lucy“ kann der Gaststar Sonny Landreth sein Gespür für tiefe und emotionale Gefühle zeigen. Die Ballade ist herausragend und Landreth einer der besten Slide-Gitarristen der Welt.

So geht’s mit großen Kompositionen Schlag auf Schlag weiter und alle 12 Songs sind individuell großartig. Der Titeltrack „Voodoo Nation“, ohne Gaststar, ist eine große Hardrock-Nummer im LED ZEPPELIN-Stil und mit PINK FLOYD-ähnlichem Backgroundgesang. Das mehr als achtminütige, schleppende und schwere „Devil At The Doorstep“ hat psychedelische Züge und der große Eric Gales spielt exzellent die Leadgitarre. Kris Barras zeigt seine gesamte Stimmvielfalt und ist einfach großartig. Erwähnen möchte ich noch unbedingt den Schluss-Track, die im Americana/Blues verwurzelte Midtempo-Ballade „All Our Love“ die durch den wunderbaren BLACKBERRY SMOKE-Shouter Charlie Starr ein überwältigendes Southern-Feeling. Fazit: Für mich das beste Album der Band bisher. Vielseitig, keine Sekunde langweilig und anspruchsvoll. (Bernd Eberlein)


Bewertung:

Ebi9,0 9 / 10

Label: Mascot Label Group
Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 61:22 min
Veröffentlichungstermin: 24.06.2022

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