icedearth incorrubtiblenb mehrfachwertung„Plagues of Babylon“ konnte mich seinerzeit nicht wirklich vom Hocker reißen, obwohl ich das Album eigentlich noch ganz gut bewertet habe. Auch live konnten mich ICED EARTH im Anschluss nicht so richtig überzeugen und so habe ich die Band in den letzten Jahren zugegebenermaßen etwas vernachlässigt. Aber jetzt kommt ein neues Album, und da muss man ja doch mal reinhören, oder?

solstafir berdreyminnnb mehrfachwertungSÓLSTAFIR hatten schon eine ziemlich heftige Entwicklung hinter sich, bevor sie mit ihrem dritten Album “Köld” den internationalen Durchbruch schafften. Aber auch danach sind sie nicht stehen geblieben, wenn auch die Entwicklung weniger dramatisch war. Nun liegt die neueste Scheibe der isländischen Atmospheric-Post-Psychedelic-Progressive-Rock ‘n’ Roller vor und die Erwartungen sind nach den hoch gelobten Vorgängern entsprechend hoch. Wenn aber eine Band erstmal 6 Alben alt und dabei auch noch erfolgreich ist, wird zwangsweise die Gruppe derer, die mit der Entwicklung der Band unzufrieden sind, stetig wachsen. Bei SÓLSTAFIR ist der nächste logische Schritt nach “Svartir Sandar” und “Ótta” das neueste Werk “Berdreyminn” und man kann sie in der Ferne schon klagen hören: “Verraten und verkauft”, “geldgeil”, “glattpoliert”, “Popmusik”, “Kommerz”, das volle Programm eben.

danzig blackladencrown200nb mehrfachwertungDer Schinkengott war ja schon immer ein recht eigenwilliger Zeitgenosse, das betraf zuletzt auch seine Veröffentlichungsstrategie. Über ein Jahr hielt er seine Fans mit einem neuen Album hin, dann entpuppte sich "Skeletons" als halbgares Coveralbum. Nun endlich nach sieben Jahren gibt es neues Material von Glenn Danzig, der mit Tommy Victor und Johnny Kelly ein All-Star-Ensemble um sich geschart hat, während sich die Welt auch noch eine MISFITS-Reunion herbei sehnt. Können DANZIG mit "Black Laden Crown" an die großen Zeiten Anfang der Neunziger anknüpfen?

dietotenhosen launedernaturnb mehrfachwertungEs mag sein, dass „Laune Der Natur“ am Endes des Jahres nicht das meistverkaufte Album in Deutschland sein wird, weil so ein Blondinchen, das besser in Russland geblieben wäre, dieser Tage auch was neues zum Kaufen anbietet, das ändert aber nichts daran, dass „Laune Der Natur“ das wichtigste deutsche Album des Jahres sein wird. Schließlich sind DIE TOTEN HOSEN nach über 35 Jahren im Geschäft und nach einigen Aufs und Abs in dieser langen Zeit so etwas wie eine Institution der deutschen Musiklandschaft, gleichzeitig steht man nach dem riesigen kommerziellen Erfolg mit dem letzten Album „Ballast Der Republik“ und der Single „Tage Wie Diese“, mit der man zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, wieder verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit und Campino darf wieder seine Runden durch die ganzen Talkshows der Nation machen.

Deep Purple inFinite cover 200nb mehrfachwertungSoll es wirklich so sein, dass wir hier der letzte Longplayer einer der größten Legenden der Rockgeschichte vorliegen haben? Es ist zumindest so angekündigt, dazu eine "Long Goodbye"-Tour, die hoffentlich noch lange andauern wird. Viele Bands haben schon ihren Abschied angekündigt und ebenso viele sind wieder zurück gekommen, im Prinzip rockten sie alle bis ins Grab, weil sie gar nicht anders können. Dabei war das vorhergehende Album "Now What ?!" nach acht Jahren schon so etwas wie eine Sensation, da man DEEP PURPLE bereits im Eigencovermodus wähnte. Mit dem haben sie ihren Status und ihre Klasse noch einmal untermauert und so gut aufgespielt wie zuletzt auf "Slaves And Masters". Was vermag nun das programmatisch betitelte "Infinite" noch zu bringen, das zehnte Studiooutput seit der Reunion, womit man so viele auf die Waage bringt wie in der frühen Karrierephase?

Overkill The Grinding Wheelnb mehrfachwertungWer liefert seit 1985 fast kontinuierlich geile Thrashalben ab und ist trotzdem nicht bei den Big Four dabei? Richtig, OVERKILL! Die bescheidenen Herren aus New Jersey reißen sich zwar kein Bein für diese Position aus, aber dennoch hätten sie es sich redlich verdient. Das beweist das mittlerweile 18. Studioalbum „The Grinding Wheel“, das seit kurzem das Lich der Welt erblickte. Wie ich schon dem Kollegen und Spätfan Pascal schrieb – wie kann man nach so vielen Jahren und so vielen Alben immer noch so geile Songs schreiben?

blackstarriders heavyfirenb mehrfachwertungDas sie zuletzt ein wenig zweigleisig liefen, gibt ihnen die Möglichkeit, sich weiter von der berühmten Vorgänger-Band zu emanzipieren. Im letzten Jahr konnten die Herren ihr Faible für THIN LIZZY bei diversen Festivalauftritten ausleben und konnten sich nun beim Songwriting ganz auf das Thema BLACK STAR RIDERS konzentrieren. Hier bleib auch das Line-Up konstant, während bei THIN LIZZY mit Scott Travis und Tom Hamilton interessante Gäste dabei waren. Trotz des Intermezzos war man fleißig und schob nach einem noch kürzeren Intervall das dritte Album „Heavy Fire“ nach. Wie sehr kann sich die Truppe von ihrer Vergangenheit lösen und vor allem von welcher der Protagonisten?

Kreator Gods Of Violence 200nb mehrfachwertungAls Band hat man es manchmal echt nicht leicht, ist doch jede neue Veröffentlichung mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden. Zählt man dann noch wie KREATOR zu den Größen seines Genres, können die Erwartungen teilweise schon beinahe utopische Dimensionen annehmen.Im Falle von „Gods Of Violence“ tragen nicht zuletzt die Printmedien eine gewisse Schuld an dem, was Fans und Hörer vom mittlerweile auch schon vierzehnten Album der Essener erwarten. Gab es doch unzählige Vorschusslorbeeren und wurde doch die Scheibe bereits Wochen vor der Veröffentlichung von zahlreichen Magazinen zum „Album des Monats“ gewählt oder gar schon jetzt zum besten Thrash Metal Album des Jahres 2017 erklärt.

gotthard silver200nb mehrfachwertungDrei Alben wollte man dem neuen Mann Zeit geben, um zu sehen, ob es funktionieren würde. Nun ist man bei jenem ominösen Longplayer angekommen, der über Wohl und Wehe, über die Zukunft der Band entscheiden solle. Bislang habe ich zumindest das Gefühl, dass Nic Maeder bei den Fans voll akzeptiert ist, die Konzerte sind weiterhin gut besucht und auf der Bühne macht der Junge einen tollen Job. Stimmlich kann er nicht ganz mit seinem Vorgänger Steve Lee mithalten, doch weit weg ist er nicht mehr und mit der Erfahrung wird auch das Selbstvertrauen wachsen. Wie es zwischenmenschlich aussieht, das vermag man als Außenstehender nur schwer zu sagen. Es dürfte aber nicht leicht sein, sich in eine so verschworene Gemeinschaft, die sich seit Jahrzehnten kennt, herein zu finden. Letztendlich wird man sehen müssen, wie die Geschicke von GOTTHARD weiter verlaufen, als nächste Station gibt man erst einmal das zwölfte Studiooutput "Silver" vor.

TheRollingStonesBlueandLonesome smallnb mehrfachwertungWer hätte gedacht, dass die ROLLING STONES noch in diesem Jahr eine neue Platte veröffentlichen? Als „Blue & Lonesome“ vor einigen Monaten angekündigt wurde, war die Überraschung sicherlich nicht nur bei mir groß. Etwas Ernüchterung trat bei genauerem Hinsehen ein, denn es sollte ein reines Cover-Album werden. Doch nach einigen Rotationen der Scheibe war die Überraschung erneut groß, denn „Blue & Loneseome“ ist ein ganz besonderes Cover-Album geworden.

metallica hardwired200nb mehrfachwertungDie Frage nach dem am meisten erwarteten Album 2016 lässt sich nicht so leicht beantworten, da konkurrieren noch die ROLLING STONES mit den Jungs aus der Bay Area. Ein riesiges Medienecho ziehen beide hinter sich nach, weil beide lange auf sich warten ließen. Ganze acht Jahre im Fall von METALLICA, eine Zeit in der so manche Band in Vergessenheit gerät, es sei denn man ist eine Legende. Eine Legende sind die Thrasher ganz sicher, Mitglied der Big Four, die Speerspitze der Bewegung, nach Verkäufen die größte Metalband der Erde. Nur in Sachen Fangunst könnte ihnen zuletzt IRON MAIDEN den Rang abgelaufen haben, doch nun ziehen sie mit „Hardwired To Self-Destruct“ aus, um sich ihren Thorn zurück zu erobern. Nach so langer Zeit, nach gutsituierten Familienverhältnissen und Modephotos fragt man sich natürlich wie viel Feuer in den mittlerweile in den Fünfzigern angekommenen Musikern noch steckt?

hammerfall builttolast200nb mehrfachwertungEinst als die Erretter des klassischen Metal gefeiert, laufen die Geschäfte bei den Schweden seit einiger Zeit nicht mehr so rund. Nach vier Alben, die allesamt den europäischen Power Metal geprägt haben, gelang ihnen danach nie mehr an diese Leistungen anzuknüpfen. Das gleiche Schicksal ereilte einst CHILDREN OF BODOM, doch die konnten mit „I Worship Chaos“ endlich wieder gekonnt nachlegen. HAMMERFALL hingegen verloren gegenüber der Konkurrenz von POWERWOLF und SABATON immer mehr an Boden, auch wenn die ihre stärksten Scheiben auch nicht mehr zu toppen vermögen. Nun folgte auf die Trennung von Schlagzeuger Anders Johansson noch eine viel einschneidendere Veränderung. Nach fast zwanzig Jahre trennten sich die Wege von Label Nuclear Blast, was einer Zäsur gleich kommt, schließlich sind die Erfolgsgeschichte beider eng miteinander verbunden. Nun haben sie beim den kleineren Napalm Records angedockt, die Zielsetzung indes bleibt immer noch die selbe, mit „Built To Last“ zu alter Stärke zurück zu finden.

inflames battlesnb mehrfachwertungDas letzte Album, „Siren Charms“ hat mir zu Beginn nicht so zugesagt. Dennoch finden sich im Nachhinein großartige Songs darauf, die man in der Livesetlist nicht mehr missen möchte. „In Plain View“ und „When The World Explodes“ zum Beispiel. Deshalb habe ich mir ganz bewußt keinen der vorab veröffentlichten Songs angehört. Ich wollte das neue Album in seiner Gesamtheit kennenlernen. IN FLAMES sind ja bekannt dafür, kompromisslos ihren Weg zu gehen, ohne sich dabei um das zu scheren, was andere sagen. Und dabei sind sie sich selbst immer treu geblieben.

Testament Brotherhood Of The Snakenb mehrfachwertungDie Schlange wurde schon vor geraumer Zeit als Sinnbild für diverse Kapellen genutzt. Das zeitgleich erscheinende CROWBAR-Album ziert ebenfalls eine Schlange, die dort ebenso die Hauptfigur darstellt. Mit „Brotherhood Of The Snake“ lernen wir nicht nur die Kollegen des beliebten Reptils kennen, sondern halten auch TESTAMENTs 11. Werk in Händen, das nun endlich nach etlichen Vorankündigungen und Appetitanregern in die Läden kommt.

marillion fearnb mehrfachwertungWährend der schottische Hüne FISH mit einem angekündigten letzten Album seine Karriere ausklingen lassen will, stehen seine ehemaligen Mitstreiter noch voll im Saft. Mehr noch, so angriffslustig gab sich der Fünfer aus Aylesbury nie zuvor. Dabei soll es weniger musikalisch zur Sache gehen, nachdem die harten Gitarren in „Gaza“ auf dem letzten Dreher erschreckt haben. Viel eher haben sich MARILLION lyrisch in diese Richtung eingeschossen und haben ihr sicherlich politischstes Werk aufgenommen. Im Zeichen der Brexit-Dummheit , welche einige Rechtspopulisten über das vereinte Königreich brachten, hält die Band mit ihrer Sozialkritik nicht mehr zurück. Doch das birgt auch die Gefahr sich musikalisch zu verzetteln, schon das depressivere „Clutching At Straws“ war für viele Fans das Ende der Unbekümmertheit und auch das schwermütige Konzept von „Brave“ kam nicht bei jedem an. Nun also das offensiv betitelte „F.E.A.R.“, was für „Fuck Everyone And Run“ steht, von Altersmilde keine Spur?

sodom decisiondaynb mehrfachwertungNachdem DESTRUCTION bereits im Mai als erste Band der „Big Teutonic 4“ mit einem neuen Album vorgelegt hat, zieht nun mit SODOM die nächste Größe des deutschen Thrash nach. Hierbei halten sich die Gelsenkirchener strikt an den seit 2007 mit „The Final Sign Of Evil“ eingeschlagenen dreijährigen Veröffentlichungsmodus. Beim bereits fünfzehnten Werk der Gruppe sticht einem zunächst das Artwork ins Auge, das dieses Mal von niemand Geringerem als Joe Petagno stammt. Dem Künstler, der auch für die Cover der MOTÖRHEAD-Klassiker „Overkill“, „Bomber“, „Orgasmatron“ und „Another Perfect Day“ verantwortlich ist. Da kommt es nicht von ungefähr, dass einen Bandmaskottchen „Knarrenheinz“ hier urplötzlich ganz gewaltig an den legendären „Snaggletooth“ der Briten erinnert. Wobei Tom Angelripper auch noch nie einen Hehl um seine Begeisterung für Lemmy und Co. gemacht hat.

bluespills ladyingold200nb mehrfachwertungDie nächste Sensation im Rock bahnte sich schon zu Beginn an, denn schon mit ihren ersten Festivalauftritten Anfang 2013 wusste die internationale Truppe zu begeistern. Nach einer Welle von EPs schlug das selbstbetitelte Debüt auf Platz vier der deutschen Albumcharts ein. Danach ging es noch weiter nach oben, auf den Festivals bekam man immer höhere Slots und die Headlinertouren wurden immer voller. So ein Erfolg weckt Begehrlichkeiten und birgt auch Gefahren in sich. Ihr Label schob schnell noch eine Livescheibe hinterher, während die BLUES PILLS neue Songs liefern mussten. Das war nicht so einfach, denn die Titel ihres Erstlings konnten durch die lange Livepräsenz reifen, nun sollte ins Ungewisse komponiert werden. Dazu kommt, dass jeder von ihnen erwartet, den ganz großen Wurf zu schaffen, etwas, dass eine so junge Band schon aus den Fugen bringen kann. Erstes Opfer des ständigen Lebens auf der Straße war Drummer Cory Berry, der durch André Kvarnström ersetzt wurde. Nun steht „Lady In Gold“ in den Läden und wartet darauf, diese unglaubliche Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben.

Metal Church XI Artworknb mehrfachwertungMehr als einmal war diese Band schon Geschichte, aber irgendwie fallen sie immer wieder auf die Füße. Die letzte Reunion war nur dazu gedacht, um das legendäre Debüt in vollem Umfang bei der "70.000 Tons Of Metal"-Cruise auf die Bühne zu bringen. Am Ende sprang 2013 mit "Generation Nothing" sogar ein weiteres Stduioalbum heraus. Doch nun wollte Sänger Ronnie Munroe nach zehn Jahren und vier Studioscheiben nicht mehr, was den Fortbestand von METAL CHURCH einmal mehr in Frage stellt. Doch Mastermind Kurdt Vanderhoof machte aus der Not eine Tugend und holte zum großen Schlag aus. Zuerst verpflichtete er mit Mike Howe den Sänger, der Ende der Achtziger seiner Truppe vorstand, und zog dann noch einen Deal beim Branchenriesen Nuclear Blast an Land. Können die US-Metaller mit "XI" nun endlich die verdiente Ernte einfahren?

amon amarth jomsviking 200x200nb mehrfachwertungWenn eine so bekannte, bedeutende und beliebte Band wie AMON AMARTH ein neues Album am Start hat, sind Messlatte und Erwartungshaltung an den neuen Output immer immens hoch. Vor allem, wenn sich die Jungs nicht nur zuvor von ihrem angestammten Drummer getrennt haben, sondern auch noch zum ersten Mal in der Bandgeschichte ein Konzeptalbum mit zusammenhängender Geschichte vorlegen. Völlig klar, dass ich dem nunmehr zehnten Album „Jomsviking“ mit einiger Spannung und jeder Menge Vorfreude entgegengetreten bin. Und ich wurde nicht enttäuscht.

joebonamassa bluesofdesperationnb mehrfachwertungEr ist wirklich präsent wie nie, auch wenn er neuerdings zwei Jahre braucht, um ein neues Studioalben fertig zubekommen. Da auch der derzeitige Bluesgott keine Songs am Fließband aus dem Ärmel schüttelt, kann es etwas länger dauern, da er auf seinem neuesten Werk wieder alle Titel selbst komponiert hat. Doch die Zeit wurde locker mit Liveauftritten und entsprechenden Veröffentlichungen überbrückt. Trotz der enormen Schlagzahl fällt es schwer an den Aktivitäten von JOE BONAMASSA etwas Negatives zu finden, mir ist es auf „Live At Radio City Music Hall" dennoch gelungen. Da er es sich leisten kann, auf herkömmliche Marktmechanismen zu verzichten, erscheint sein Album erst nach den Deutschlanddates im März. Für alle diejenigen, die vorher wissen wollen, ob die Titel, die von „Blues Of Desperation" zu erwarten sind, wieder Anlass zur Kritik geben, hat die Redaktion die Scheibe auf Herz und Nieren untersucht.


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