glasgowcomascale enteroblivionInstrumentale Musik so zu gestalten, dass sie nicht ins Ambient abrutscht und über die Länge eines Albums interessant und abwechslungsreich bleibt, ist schwierig. Dass es nicht unmöglich ist, zeigt die in Frankfurt am Main ansässige Formation GLASGOW COMA SCALE mit ihrem Debütalbum “Enter Oblivion”.

themutegods tardigradesDa Steven Wilson und Steve Hackett in ihren Bands zumeist die kreativen Zügel in der Hand halten, taten sich drei ihrer Mitmusiker zusammen, um gemeinsam ihre Ideen zu verwirklichen. Immerhin waren Nick Beggs, Roger King und Marco Minnemann der Meinung, dass sie der Welt etwas mitzuteilen haben. Und in der Tat erwies sich das düstere Bild, welches das Trio auf ihrem Debüt „Do Nothing Until You Hear From Me“ von unserer Gesellschaft zeichnete, als durchaus prophetisch. Dabei suchten THE MUTE GODS musikalisch noch die Linie, was angesichts der ungewöhnlichen Bandkonstellation, bei dem sich Keyboarder, Bassist und Drummer die Gitarrenparts teilen, nicht verwunderte. Nur ein gutes Jahr später steht mit „Tardigrades Will Inherit The Earth“ der Nachfolger in den Startlöchern.

bloodbound warofdragonsBis 2016 kannte ich BLOODBOUND nur als eine der ehemaligen Bands des jetzigen SERIOUS BLACK Sängers Urban Breed. Im letzten Jahr veröffentlichte AFM dann als Teil der Limited Edition des SERIOUS BLACK Albums „Mirrorworld“ die dreiteilige, von der Band zusammengestellte, Kompilation „Best-Of AFM Tracks“, auf der auch der Song „Moria“ von BLOODBOUND enthalten ist. Da der Song mir damals recht gut gefiel, beschäftigte ich mich einmal eingehender mit den Schweden und stellte fest, dass die 2004 gegründete Gruppe zum damaligen Zeitpunkt bereits sieben Alben veröffentlicht hatte.

anthrax forallkingstoureditionEs gibt Plattenfirmen, deren Veröffentlichungspolitik ich mittlerweile beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen kann. So ist es seit längerer Zeit wohl Mode geworden, von jedem Album mindestens fünf verschiedene Versionen zu veröffentlichen. Natürlich ist das alles irgendwie legitim, da ja ein Label kein Wohlfahrtsverband ist, und logischerweise auch Geld verdienen muss, aber die Unsitte bei jeder Tour einer größeren Band eine sogenannte „Tour Edition“ zu veröffentlichen nimmt langsam echt absurde Ausmaße an. Mich persönlich erinnert das Ganze allmählich an das Geschäftsgebaren von Helene Fischer, die jedes Jahr das mehr oder minder gleiche Album veröffentlicht und dafür in schöner Regelmäßigkeit mit dem Echo belohnt wird.

lucifersfall cursedanddamnedAustralien ist ein weit entfernter Kontinent auf der anderen Seite der Welt, dennoch hat sich auch dort eine ziemlich obskureTruppe zusammengefunden, dem okkulten Doom zu frönen. Die Rede ist von LUCIFER'S FALL, die hier ihren 2. Longplayer auf die Menschheit loslassen.

Junkyard Drive Sin Tonic album cover.jpgAm 17. Februar erscheint das Debütalbum der Band JUNYARD DRIVE aus Roskilde. Die Band wurde bereits 2014 gegründet, und tourte seitdem bereits in Lettland, den Niederlanden, Deutschland, den USA und Mexiko. Sie stand unter anderem bereits als Support für PRIMAL FEAR und Lizzy DeVine (ex-VAINS OF JENNA, THE CRUEL INTENTIONS) auf der Bühne.

mikeoldfield returntoommadawnEigentlich hatte sich der Superstar der Avantgarde schon im Rentnerdasein auf den Bahamas eingerichtet und der Popwelt Lebewohl gesagt. Umso überraschender erschien vor drei Jahren mit „Man On The Rocks“ ein neues Studioalbum, noch überraschender das dies zurück zur Pop Rock-Phase der Achtziger ging. Nachdem er sein erfolgreichstes Album „Tubular Bells“ bis zum Abwinken rezitiert hatte, erinnerte sich MIKE OLDFIELD nun an seinen zweiten ganz großen Siebzigerstreich „Ommadawn“. Dieses weitere Werk in seiner Historie weckt nun sogar Begehrlichkeiten bei den Fans, die insgeheim sogar mit Liveauftritten liebäugeln, wovon der scheue Musiker aber nichts wissen will. Beschäftigen wir uns also mit dem erneut völlig unangekündigten „Return To Ommadwan“ und harren der Dinge, die da kommen mögen.

wolvespirit blueeyesAlso beim Blick auf das von Debby Craft selbst entworfene Coverartwork braucht man wirklich keine rosarote Brille anzuziehen, denn da ist auch so mehr als genug rosa und rot und auch eine gehörige Portion violett mit dabei. Umso erstaunter ist man dann über den Titel des neuen WOLVESPIRIT Album: „Blue Eyes“. Gleichzeitig auch Titel einer schrecklichen ELTON JOHN Nummer.

zealandardor devilsfineVom Rolling Stone Mitte des letzten Jahres zu den “best metal records 2016 so far” gezählt zu werden und mit nur einer Veröffentlichung vom legendären Roadburn Festival eingeladen zu werden, sind zwei Hausnummern, die man erstmal erreicht haben muss. Vereinzelte Stimmen erheben Basel – woher der Wahl-New Yorker Manuel Gagneux aka ZEAL & ARDOR ursprünglich stammt – schon zum neuen Black Metal Mekka.

orango themulesofnanaFiel das Cover zum „Battles“ Album noch, nennen wir es, bunt (viel violett, rot, blau) aus, so stellen die immer noch Newcomer ORANGO auf ihrem neuesten Streich die Farbe weiß in den Vordergrund. Soll uns das etwas sagen? Und wenn ja, was soll uns das sagen?

IronBastards FastandDangerousDie IRON BASTARDS sind ein Trio aus Straßburg. Bei „Fast & Dangerous“ handelt es sich nach „Boogie Woogie Violence“ aus dem Jahr 2015 um das zweite Album der Franzosen. Dass die IRON BASTARDS den Legenden von MOTÖRHEAD nacheifern ist von Beginn an unschwer zu überhören: Schnell, verschwitzt und mit Whiskey-getränkter Stimme werden insgesamt elf Tracks runtergerockt.

Accept Restless And LiveTotgesagte leben Länger? So könnte man das Bandleben von ACCEPT am Besten umschreiben. Seit ihrem Erstling "Accept", die noch als LP in meinem Besitz ist, mochte ich diese Band. Mit ihrem ersten Sänger Udo Dirkschneider, der derzeit mit seinem Live-Album "Back to the Roots" unterwegs ist, wurde ich groß, verlor die Band jedoch irgendwann, aufgrund von Auflösungen und Reunions, aus den Augen.

greatwhite hesawitcomingIch weiß nicht, was diese Unsitte soll Bands in zig Formaten rund um den Globus zu schicken? Bei QUEENSRYCHE und WISHBONE ASH machten glücklicherweise Anwälte dem Treiben ein Ende, und ganz so ein schlimmes Chaos wie die in gefühlt 38 Inkarnationen existierenden RATT veranstalten GREAT WHITE auch nicht. Doch so ganz werde ich deren Split mit Frontmann Jack Russell nicht schlau. Immerhin war er über dreißig Jahre dabei, man ging durch wirklich alle erdenklichen Höhen und Tiefen, nun macht plötzlich Terry Ilous weiter. Der alte Sänger saß aber nicht untätig herum und versammelte neue Leute um sich, u.a. der frühere GREAT WHITE-Bassist Tony Montana an der Gitarre. Unter dem Banner JACK RUSSELL´S GREAT WHITE veröffentlichten sie nun mit "He Saw It Coming" ihren ersten Longlayer.

miketramp maybetomorrowIn der Hair Metalwelle der Achtziger gehörte er zu den ganz großen Stars, 1987 katapultierte das Album „Pride“ mit dem Superhit „When The Children Cry“ seine Band WHITE LION in andere Sphären. Danach sollte nichts mehr so sein, wie es war, dem Druck einen draufzulegen konnte die Truppe nie standhalten, auch wenn speziell „Mane Attraction“ sehr stark ausfiel. Nach dem Split zollte MIKE TRAMP mit FREAKS OF NATURE der aufkommenden Alternativewelle Tribut. Doch weder hier noch mit seinen Solosachen konnte er an den früheren Erfolg anknüpfen, umso bedauerlicher für ihn, da er schon in seiner dänischen Heimat mit der Popband MABEL Erfolge feierte, bevor er in die USA übersiedelte (in Zeiten, in denen das noch Sinn machte). Mehrere Reunionsversuche von WHITE LION scheiterten, es kam nur noch das völlig unbeachtete „Return To The Pride“ von 2008, allerdings bis auf Tramp mit komplett neuer Besetzung. Mittlerweile wieder in seiner skandinavischen Heimat ansässig, wo er weiter eine gewisse Relevanz besitzt, bringt er nun zwei Jahre nach „Nomad“ mit „Maybe Tomorrow“ sein nächstes Soloalbum heraus.

betontod revolutionBETONTOD haben nun auch bereits 27 Bandjahre auf dem Buckel. „Stoppt uns wenn ihr könnt“ (2001) gehörte sicherlich seinerzeit zu jenen Alben deren Schall aus meinem Zimmer meine Eltern in schiere Verzweiflung trieben. Der große Erfolg stellte sich erst in den letzten Jahren ein, jetzt gibt es Neues für die Fans.

judaspriest turboIm Hause JUDAS PRIEST grenzt es mittlerweile fast schon an Tradition. Nach den Jubiläumsversionen von "Screaming For Vengeance" und "Defenders Of The Faith" feiert das umstrittenste Album der Bandgeschichte seinen Dreißigsten. Die Rede ist natürlich von „Turbo“.

cranial DTBLIm Jahr 2014 fielen einige Fans von OMEGA MASSIF in ein tiefes Loch, als die Würzburger ihre Auflöung bekanntgaben. Die einmalige Instrumentaltruppe mit dem ultrawuchtigen Sound begeisterte mit jeder Veröffentlichung und jeder Livepräsenz. Aber es gibt ein Leben danach, siehe Bands wie PHANTOM WINTER, BLACKSMOKER oder auch CRANIAL. Diese haben nach einer mehr als positiv rezensierten Debüt-EP nun den ersten Longplayer nachgeschoben, und man glaubt jetzt schon zu wissen, dass das Teil einiges zu bieten hat.

The wild wild heartAls großer Hard-Rock-Fan müsste ich eigentlich schon wesentlich früher über die Kanadier THE WILD! gestolpert sein, stattdessen stellt ihre neue Platte „Wild At Heart“ für mich den ersten Kontakt mit den wilden Rockern dar.

broilers sicAls Punk-/Skinhead-Band haben die BROILERS 1992 angefangen. Da war ich 10, und die Bandmitglieder um den charismatischen Sänger Sammy Amara gerade mal 3 Jahre älter. Erstmalig kreuzten sich unsere Wege jedoch trotz meinen stark Punk-geprägten Teenager-Jahren erst 12 Jahre später. Ich arbeitete damals neben meinem Studium im „Punk-Shop“ in Mainz und hörte bereits mehr Rock als Punk. Die BROILERS brachten in diesen Tagen, 2004, ihr Album „LoFi“ raus und mein Kollege M., 17 Jahre, so viel Punk wie ich es in seinem Alter selbst noch war, hörte diese CD rauf und runter. Ich fand sie durchaus interessant, aber der Funke sprang noch nicht über. 2007 dann mit „Vanitas“ kamen wir uns ein wenig näher, aber die große Liebe war es noch nicht. Bei „Santa Muerte“ im Jahr 2011 hatte ich erste Schmetterlinge im Bauch und spätestens 2014 mit „Noir“ war es dann spätestens um mich geschehen. Heute 2017 mit (sic!) ist da ist ein „glühendes Herz“ und ein verliebtes Funkeln in meinen Augen (kein Witz).

sensles monkeyswillbebackAus meiner guten alten Heimat, der Pfalz, kommen auch SENSLES und diese Band gibt es bereits seit 1987. Verwunderlich ist die Tatsache, dass ihr Debütalbum „Monkeys Won't Look Back" erst 2007 das Licht der Welt erblickte. Da ich besagtes Werk leider nicht kenne, wende ich mich dem kürzlich erschienenen Zweitling „Monkeys Will Be Back“ zu. Eingeleitet vom saucoolen Instrumental „March Of The Apes“ fliegen die Affen bei dem Titelsong förmlich durch die Bude. Schneidende Riffs, flottes Tempo, ein Mischmasch aus Thrash/Speed-Metal mit Achtziger-Touch. Klingt schon einmal viel verpsprechend, aber das folgende „Money Vampire“ ist gar noch einen Tick besser, mehr im Midtempo angesiedelt und mit einem endgeilen Refrain garniert.


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