sanctuary inception2011 geschah das, worauf SANCTUARY-Fans seit Jahrzehnten gehofft hatten: Die Band wurde wiederbelebt. Zunächst nur live, auf ein neues Album musste man bis 2014 warten, aber das hatte es in sich. Und dieses Jahr soll nun die nächste Scheibe der Amerikaner erscheinen. Um die Wartezeit für die Fans etwas zu verkürzen (und sicher auch um etwas Geld in die Bandkasse zu spülen), fasst man nun nochmal ein paar olle Kamellen an.

stevehackett thenightsirenWeiter geht die Reise des umtriebigsten der ehemaligen GENESIS-Musiker. Wie kein anderer verstand er sich immer als progressiver Geist, der musikalische Welten, die er unterwegs mitnimmt zu bearbeiten weiß. Wo Phil Collins im Sommer noch einmal seine Hits zum Besten gibt und Mike Rutherford mit seinen Mechanics versucht neue zu komponieren, geht STEVE HACKETT den eingeschlagenen Weg weiter. Nur zwei Jahre nach "Wolflight" steht ein neuer Longplayer in den Startlöchern, und das obwohl er zwischendurch auch noch mit altem GENESIS-Material unterwegs war. Aber der Mann hat seit Jahren eine eingespielte Truppe hinter sich, ist somit auch das Ergebnis vorhersehbar?

Allochiria ThroesDer düstere Sumpf der Sludge-Gefilde ist in Europa zwar schon weitläufig verbreitet, aber aus dem – einstigen – Sonnenstaat Griechenland kam noch nicht allzu viel Spruchreifes von diesem Genre. Doch auch wenn mir die Band bisher nicht geläufig war, so handelt es sich bereits um das zweite Album der Band ALLOCHIRIA, die sich nach ihrer EP und dem Debüt schon im Vorprogramm namhafter Bands vorstellen konnte. Nun liegt der Nachfolger „Throes“ vor, der eigentlich genau da weitermacht, wo „Omonoia“ aufgehört hat.

depechemode spiritDa sprachen wir im letzten Jahr unter Freunden wie schön es doch wäre wenn DEPECHE MODE wieder was machen, und wie gerne wir auf ein Konzert fahren würden. Nach „Live in Berlin“ wurde die Sucht nach der Band plötzlich wieder unfassbar groß. Dann ging jedoch alles ganz plötzlich: es wurde eine Tour in 2017 angekündigt! Ein neues Album wurde ebenfalls bei der Pressekonferenz in Mailand in Aussicht gestellt. „Spirit“ sollte der nächste Meilenstein in der langen Geschichte der Band heißen und nach vier Jahren, im fast schon gewohnten Turnus, das Vorgängeralbum „Delta Machine“ beerben.

bonfire bytethebulletNachdem das letzte Line-Up der Ingolstädter so groß angepriesen wurde, war ihm keine allzu lange Lebensdauer beschieden. Nach dem formidablem „Glörious“ verabschiedete sich der frühere ACCEPT-Sänger David Reece schon wieder. Als Ersatz wurde zuerst der Name des ehemaligen Frontmannes, Michael Bormann gehandelt, einer der stärksten deutschen Shouter. Letzten Endes schwingt aber nun mit Alexx Stahl ein eher Unbekannter das Mikro. Trotz der Umformierungen lässt sich Bandchef Hans Ziller nicht unterkriegen und schmiedete mit „Byte The Bullet“ das nächste Langeisen. Um das rechtzeitig zur geplanten Veröffentlichung im Kasten zu haben, mussten BONFIRE auch einige Konzerte verschoben werden. Macht sich das rotierende Besetzungskarussell auch musikalisch bemerkbar?

freakings toxicendDass sich die Verfasser von Promotiontexten gerne in Superlativen ergehen, ist man ja mittlerweile gewohnt. Im Falle des Textes zur neuen Scheibe von FREAKINGS konnte ich mir ein leichtes Schmunzeln jedoch nicht verkneifen, kommt doch schon alleine der Satz „Drei wirklich extrem spielfreudige Rabauken, die für ihre Sache alles an kochendem Herzblut opfern, was die Pumpe nur hergibt“ eher unfreiwillig komisch rüber.

allthemwitches sleepingthroughwarIn einer Zeit, in der viele Bands eines Genres absolut gleich klingen und sich ausschließlich gegenseitig referenzieren, ist es von größter Dringlichkeit Bands wie ALL THEM WITCHES hervorzuheben. Mit ihrem neuen Longplayer, der auf den griffigen Namen “Sleeping Through The War” hört, bauen sie weiter ihre makellose Diskografie aus.

alejandroescovedo burnsomethingbeautifulDer Familie Escovedo scheint die Musik in die Wiege gelegt worden zu sein. Pete Escovedo heizte lange Jahre die Groovemaschinerie von SANTANA an, seine Tochter machte unter dem Namen Sheila E. als Soulsängerin sowohl solo als auch in der Band von PRINCE Karriere. Die Laufbahn des wesentlich jüngeren Alejandro begann in den Siebzigern bei der Punkband THE NUNS, der Gitarrist und Sänger ist aber seit über 25 Jahren solo unterwegs. Dabei scheint er wie guter Wein immer besser zu werden, sein letzter Longplayer „“ heimste sehr gute Kritiken ein. ALEJANDRO ESCOVEDO hat inzwischen mit vielen namhaften Künstlern die Bühne geteilt, weswegen er keine Probleme hatte, auf seinem jüngsten Werk „Burn Something Beautiful“ ein paar bekannte Gäste mitwirken zu lassen.

wretch thehuntWRETCH ist auch so eine Band, die bereits 1984 gegründet wurde aber erst 22 Jahre danach ihr Debütalbum auf die Menschheit losgelassen haben. Dieses, „Reborn“ betitelte 10-Punkte-Kleinod möchte ich JEDEM US-Metal-Freak ans Herz legen. Das zweite Werk „Warriors“, mit neuem Sänger, schwächelte etwas. Nicht, dass es ein schlechtes Album gewesen wäre, es konnte lediglich qualitativ nicht ganz an das geniale Debüt anknüpfen.

havok conformicideDie 2004 gegründeten HAVOK darf man ganz klar zur neuen Generation der amerikanischen Thrash Metal Bands zählen. Doch während viele der um die gleiche Zeit gestarteten Kollegen in ihrer Musik stark ihren Vorbildern huldigen und teilweise mehr nach Old School klingen als die Originale, verfolgte die Truppe aus Denver schon seit jeher einen anderen Ansatz. So vermischen HAVOK Einflüsse aus Heavy Metal, Classic Rock, Funk, Jazz, Rock 'n' Roll, Klassik, Progressive, Punk, Hardcore und Death Metal zu ihrem ganz eigenen Sound.

lunarshadow farfromlightEpischer Metal aus deutschen Landen? Da bin ich erst einmal recht skeptisch. Denn was heuer alles den Stempel „epic“ erhält, ist oft nicht das, was ich mir darunter vorstelle. Im Falle von LUNAR SHADOW, einer noch recht jungen Band trifft das aber zu. Ich finde das Gebotene auf ihrem ersten Longplayer und ihre Musik generell doch recht eigenständig.

tridentifer lefttorotTRIDENTIFER kommen wie ich aus dem Raum Kaiserslautern und haben sich gnadenlos dem Old School Death Metal verschrieben. Der ein oder anderen Liveperformanz durfte ich schon beiwohnen und ich kann nur von einer sehr intensiven Angelegenheit sprechen. Selbiges gilt für den Vorgänger “Path Of The Damned Souls”: Schweden-Tod mit crustigen Gitarren, groovender sowie präziser, zermalmender Rhythmusarbeit gekoppelt mit markerschütternden Grunts war angesagt. Und das in bester Qualität, sowohl songmäßig als auch von der Produktion her.

Pothead Pot Of Gold"Pot Of Gold", die lange vergriffene und sehr gefragte erste POTHEAD-EP wird 2017 von der Band neu aufgelegt. Doch damit nicht genug, denn die Band packt ihren Fans drei bisher unveröffentlichte Songs dazu.

dool herenowtherethenDieses Album hat mich völlig umgehauen, regelrecht platt gemacht. Dabei ist es noch nicht einmal Metal im klassischen Sinne. DOOL kommen aus den Niederlanden und spielen düsteren Rock mit Einflüssen aus dem Post Punk, dem Psychedelic Rock und dem Hardrock. Gleich der tieftraurige Opener“Vantablack“, ein 10 minütiges Monster von einem Song, verbindet das Dunkle von FIELDS OF THE NEPHILIM mit doomigen Mollakkorden ala BLACK SABBATH und einer hypnotischen Gesangsleistung von Frontfrau Ryanne van Dorst (ELLE BANDITA).

richardbarbieri planetspersonaDer Elektronikpionier gründete Ende der Siebziger zusammen mit Mick Karn, David Sylvian und Steve Jansen JAPAN, eine der talentiertesten britischen Formationen der New Wave-Ära. Leider waren sich die unterschiedlichen Charaktere nicht hold, sodass man die Truppe nach fünf Alben auflöste, wobei man in der Folge in unterschiedlichen Konstellationen andere Projekte anging. Als Steven Wilson seine One-Man-Show PORCUPINETREE zu einer richtigen band ausbauen wollte, erinnerte er sich an den Namen des Keyboarders, der die nächsten fünfzehn Jahre erneut bei einer der spannendsten Outfits ihrer Zeit Geschichte schreiben konnte. Offiziell ist der Vierer nicht aufgelöst, die Zukunft steht dennoch in den Sternen, so dass sich RICHARD BARBIERI anderen Ideen zuwenden kann. Nach ein paar Kollaborationen gibt es nun mit „Planets + Persona“ einen Alleingang.

nachtgeschrei tiefenrauschNur rund anderthalb Jahre nach dem letzen Album kommen NACHTGESCHREI schon wieder mit einer neuen Platte um die Ecke. Das vorletzte Album fand ich ja richtig stark, das letzte konnte mich leider nicht so überzeugen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder das neue Album gefällt mir noch weniger, oder es gefällt mir wieder besser.

A Throne For Elyas 200x200Nach einiger Zeit gibt’s für mich mal wieder einen Act aus dem Saarland zu reviewen. A THRONE FOR ELYAS haben bereits im September 2016 ihr Debüt „The Path We Chose“ veröffentlicht. Der künstlerische Anspruch geht hier in viele Richtungen gleichzeitig: hart möchte man klingen, aber auch melodisch, und man möchte elektronische Elemente mit progressivem Metal und Metalcore vermischen, um somit einen Sound zu erschaffen, der einzigartig klingt. Also habe ich mir in etlichen Hördurchgängen ein umfassendes Bild von „The Path We Chose“ gemacht, um ein objektives Urteil fällen zu können.

kypck 3epoEigentlich hatte ich ja sämtliche SENTENCED-Nachfolgebands immer im Auge. Dachte ich. Denn diese hier ist bisher vollkommen an mir vorbeigegangen. Ein Bekannter machte mich jedoch im Herbst auf KYPCK (sprich: Kursk) aufmerksam. Und als dann das neue Album zum Besprechen eintrudelte, musste ich natürlich zugreifen, um mich mal wirklich mit der Band auseinanderzusetzen.

tormentor morbidrealizationTORMENTOR scheint sich als Bandname immer noch großer Beliebtheit zu erfreuen. Davon zeugen alleine 21 Einträge in der „Enyclopedia Metallum“auf Metal-Archives. Von den Gruppen, die sich TORMENTOR als Namen erwählten, stammen oder stammten hierbei alleine vier aus Deutschland. Wobei die jetzigen KREATOR, die den Namen von 1982 – 1984 innehatten, wohl die bekanntesten sein dürften.

emerald reckoningdayMeine Schweizer Faves von EMERALD sind einfach nicht totzukriegen. Wie der berühmte Phoenix aus der Asche haben sie sich nach längerer Auszeit erhoben und knallen mir das beste Album ihrer Karriere vor den Latz. Das Personenkarussel hat sich erneut gedreht. Der Sängerposten wurde erneut neu besetzt und ich muss allen Zweiflern sogleich den Wind aus den Segeln nehmen: Der neue Mann, Mace Mitchell, ist ein absoluter Gewinn, der einem Thomas L. Winkler in nichts nachsteht. Ich dachte ja eigentlich, dass George Call (ex-OMEN) nun bei EMERALD singt, aber das hat sich wohl aufgrund der Distanz und den daraus resultierenden Terimnschwierigkeiten zerschlagen. Call ist dennoch auf 3 Songs vertreten.


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