communic whereechoesgatherMehr als sechs Jahre ist es her, dass COMMUNIC zum letzten Mal ein Album veröffentlicht haben. Rund fünf Jahre ist die letzte Tour auf deutschem Boden her. Da muss man als Fan ein dickes Fell besitzen und sehr geduldig sein. Aber wie so vieles im Leben gibt es für alles gute Gründe. Grundsätzlich hatten COMMUNIC die meisten Songs für das neue Album bereits 2013 fertig. Dann jedoch wurde Oddleif wieder Vater und nahm sich „Elternzeit“. In dieser Zeit hatte er viel Gelegenheit zum Nachdenken, und beschloss, dass man statt der neuen Songs lieber alte, die noch auf irgendwelchen Bändern in schlechter Qualität vor sich hin schlummerten, aufnehmen sollte, da er das Gefühl hatte, diesen Songs nie wirklich gerecht geworden zu sein.

REVOLUTION SAINTS litd COVERWie Doug Aldrich (THE DEAD DAISIES) im Interview im Juni ja bereits verriet, hat sich das Trio der REVOLUTION SAINTS im April zusammengefunden, um nach dem selbstbetitelten Debüt ein zweites Album aufzunehmen. Das gute Stück wurde nun also veröffentlicht, und Doug sollte mit seiner Aussage „das Ergebnis ist ziemlich toll geworden“ absolut Recht behalten - ich seh das jedenfalls absolut genauso.

RobertPlantCarryFireDas letzte Soloalbum des LED ZEPPELIN-Sängers ROBERT PLANT liegt nun schon gute drei Jahre zurück. Höchste Zeit also, dass der legendäre Sänger eine weitere Platte veröffentlicht. Weshalb sich der sympathische Engländer nach wie vor gegen eine LED ZEPPELIN Reunion stellt, wird auch auf seinem neuen Werk „Carry Fire“ noch einmal deutlich.

kingbathmat darkdaysKING BATHMAT lagen lange auf Eis. Das letzte Album „Overcoming The Monster“ erschien vor ziemlich genau 4 Jahren, seitdem ist nichts mehr passiert. John Bassett, der Mann hinter KING BATHMAT, war jedoch nicht untätig, sondern wandte sich lieber anderen Dingen zu, wie seinem Soloalbum, schrieb mal eben so drei komplette Alben seines Projektes ARCADE MESSIAH und dann auch noch ein Synthwave-Album unter dem Namen SACRED APE. Und im Grunde hatte ich mich schon damit abgefunden, dass von KING BATHMAT wohl doch nichts mehr kommt.

avenger prayersofsteelNachdem Pure Steel Records die Vinylausgabe dieses Klassikers des German Metal übernimmt, kommt die CD-Ausgabe als Doppel-CD über Dr. Bones Lethal Recordings mit remastertem Sound und einer Menge Demomaterial als Boni. Zudem gibt es ein fettes Booklet mit massig Infos zu bestaunen.

fvneralfvkk lecherousliturgiesFVNERAL FVKK fallen zunächst einmal durch den doch etwas dämlichen Namen auf (der andererseits aber auch wieder zur Attitüde der Band passt) und der Name ist auch der eigentliche Grund, warum ich überhaupt reingehört habe. Und dann war ich doch positiv überrascht. So überrascht, dass ich mir gleich mal FÄULNIS angehört habe (FVNERAL FVKK haben ihre Mitglieder teilweise aus dieser Band rekrutiert) und auch hier positiv überrascht war. Man lernt doch immer noch dazu und wundert sich immer wieder, warum man bestimmte Bands bisher ignoriert hat.

carachangren laughanddanceamongstherottenCARACH ANGREN gehört zu den Bands, die lange Zeit an mir vorbeigegangen sind. Irgendwie dachte ich immer, dass das auch nur wieder so ‘ne 0815-Black Metal-Truppe ist, die sich nach irgendwas aus dem Herrn der Ringe benannt hat. Und so habe ich nie wirklich da reingehört. Jetzt postete jedoch ein Freund auf Facebook einen Song der Band, ich habe mal reingehört und war positiv überrascht (Facebook kann ja auch mal für was gut sein). Also hab‘ ich mir gleich mal das neue Album der Band geschnappt, um mir einen genaueren Eindruck von den Niederländern zu verschaffen.

chontaraz rondamauhWas ist denn das für ein seltsam anmutender Mischmasch? CHONTARAZ aus Norwegen verbinden DIMMU BORGIR Aggression, RAMMSTEIN Grooves und epische Hymnen Marke SABATON. Das Grauen hat einen Namen oder was?

Amenra Mass VIDas halbe Dutzend ist voll, und man ahnt nicht, wie viel noch kommen mag. Diese Band hat von Anfang an auf ein verlässliches Konzept gebaut und mit Kontinuität eine beachtlich hohe Qualität abgeliefert. Durch ihre rar gesäte Livepräsenz umgibt sie zudem eine gewisse Mystik, die lediglich die Zeit zum nächsten Album überbrückt. Das ist nun geschafft, und so steht jetzt die sechste Messe in den Startlöchern.

wintersun theforestseasonsBei WINTERSUN ist man lange Wartezeiten ja gewohnt. Da macht es überhaupt nichts, dass seit „Time I“ auch schon wieder 5 Jahre ins Land gezogen sind. Ursprünglich war als Nachfolger ja mal „Time II“ gedacht, dieses Album wurde jedoch zurückgestellt, bis die Band endlich ihr eigenes Studio gebaut hat. Anscheinend konnte man dann aber doch nicht so lange untätig sein und hat stattdessen mit „The Forest Seasons“ ein weiteres Album eingeschoben.

Gwar The Blood Of GodsGWAR sind zurück, selbst der Tod kann die „Scumdogs Of The Universe“ nicht aufhalten. Aber das braucht man den eingefleischten Fans ja nicht noch sagen, die wissen, dass diese Truppe unsterblich ist. Das erste Album nach Oderus Urungus‘ Ableben kommt nicht weniger provokant, wild und genial rüber, GWAR nehmen sich den Umstand ihres Verlusts zu Herzen und schreiben ein neues Album in Gedenken an ihren dahingeschiedenen Frontmann.

drlivingdead cosmicconquerorDie schwedischen Totenköpfe sind zurück. Zwei Jahre nach ihrem letzten Album „Crush The Sublime Gods“ legen DR. LIVING DEAD! nun mit „Cosmic Conqueror“ am 27.10. den Nachfolger vor. Doch hat sich in den beiden Jahren und nachdem die neue Besetzung – vor „Crush The Sublime Gods“ stießen Dr. Mania und Dr. Slam als neue Mitglieder zur Band – nun eingespielt ist etwas an der musikalischen Ausrichtung der Truppe geändert? Diese Frage lässt sich seltsamerweise nicht ganz so eindeutig mit "Ja" beantworten, wie man vielleicht zunächst annehmen mag. Denn im Prinzip knüpft man mit „Cosmic Conqueror“ genau da an, wo man mit dem Vorgänger aufgehört hat. Insofern kann man schon sagen, dass man sich hier abermals in bewährten Mustern bewegt.

claymorean songsfromadyingworldAus Serbien stammen CLAYMOREAN, die mir bisher völlig unbekannt waren. Ein grober Fehler, denn was die Band auf ihrem zweiten Longplayer auffährt, ist echt aller Ehren wert. Schwerter, Barbaren und Schlachten-Metal erwartet euch. Gähn, werden viele denken. Ging mir genau so. Aber das hier ist echt außergewöhnlich gut. Wir haben es übrigens mit einer so genannten „female fronted“ Metalband zu tun. Frauen in unserer Musik sind ja auf dem Vormarsch. Keine Angst, ich rede hier nicht von einer Gothic-Trällerelse, wie oft üblich in letzter Zeit. Die Dame hier hat eine arschgeile, variable Stimme. Sie kann richtig rauh abgehen, aber auch betörend singen oder einfach einen klasse Cleangesang abliefern.

downwiththegypsies kassiopeiaEine der Überraschungen beim letztjährigen PsyKA-Festival in Karlsruhe waren zweifelsohne DOWN WITH THE GYPSIES. Die wilde Truppe rund um Sängerin/Gitarristin Gaba und Schlagzeuger Tom überzeugte von der erste Note an mit intensivem, sehr atmosphärischem Jam-Rock. Es ist etwas schwierig die Gemengelage aus verschiedenen Stilen zu beschrieben. Und so wird sich auch mein Review-Word-Jam dazu lesen. Fakt ist, dass so gut wie kein Instrument verschont bleibt. Der ungewöhnliche Bandname, dessen Ursprung ich leider schon wieder vergessen habe, ist nicht das einzige was bei DOWN WITH THE GYPSIES spannend wirkt.

WalterTroutNach seiner schweren Erkrankung und der Rückkehr mit dem grandiosen Album "Battle Scars" legt Blues-Meister WALTER TROUT mit „We’re All In This Together“ dieses Jahr nach. Wie er selbst im Booklet schreibt, ging es Trout hier um den Spaß am Jammen, was man dem Album zu jedem Zeitpunkt anhören kann.

marylin manson heavenupsidedownAls MARILYN MANSON 1994 mit „Portrait Of An American Family“ erstmals auf der musikalischen Bildfläche erschien, befürchteten Konservative bereits den Untergang des Abendlandes. Dies lag nicht nur an der schockierenden und provozierenden Attitüde des Brian Hugh Warner wie MANSON mit bürgerlichem Namen heißt, sondern zu einem großen Teil auch an seinem Status als Ehrenmitglied der von Anton Szandor LaVey gegründeten Church of Satan.

edguy monumentsMan kann EDGUY ja vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie ihren Fans billigen Scheiß andrehen würden. Und jetzt, zum 25jährigen Jubiläum ist eine Best-Of ja quasi ein Muss. Und da gibt es dann von den Hessen eben nicht nur eine x-beliebige Best-Of, lieblos in 20 Minuten zusammengestellt, sondern eine Best-Of mit diversen Boni. Zum einen gibt es gleich 5 neue Songs, dann einen uralten, bisher unveröffentlichten Song und im Booklet Unmengen von peinlichen Fotos aus 25 Jahren Bandgeschichte. Leider liegen mir die schlimmen Fotos nicht vor, so dass ich hier weder warnen noch Entwarnung geben kann. Auch beim Cover hat man sich Mühe gegeben; wer genau hinschaut entdeckt so manche Anspielung auf die Cover der einzelnen Alben.

lunaticsoul fracturedDer 21. Februar 2016 wird Mariusz Duda auf ewig ins Gedächtnis gebrannt sein, an jenem Tag verstarb sein Freund und Bandkollege Pjotr Grudzinski völlig unerwartet im Alter von 40 Jahren. Zuerst wie bei ich und RIVERSIDE Schockstarre angesagt, bevor man sich entschied, das lange geplante Ambientprojekt zu vollenden und unter „Eye Of The Sounscape“ zu veröffentlichen. Der Wille war da weiterzumachen, und im letzten Frühjahr trat die Band mit Gastgitarristen auch wieder auf. In der langen Pause ruhte auch Dudas Seitenprojekt LUNATIC SOUL, welches schon länger ein zweites Standbein für den Sänger und Bassisten darstellt. Nach den erfolgreichen Konzerten seiner Hauptformation ging er daran, seine gesammelten Ideen dafür zu Songs zusammen zu bauen. Bisher konnte der Pole hier experimenteller zu Werke gehen, umso interessanter dürfte sein, wohin die Reise mit „Fractured“ hingeht.

therasmus darkmattersKaum zu glauben, aber THE RASMUS gibt es tatsächlich noch. Nachdem man fünf lange Jahre so gut wie nichts von den Finnen hörte, erschien nun am 06.10. mit „Dark Matters“ das mittlerweile neunte Album der Band. Doch was kann man nach dieser Zeit musikalisch von Lauri Ylönen (Gesang), Pauli Rantasalmi (Gitarre), Eero Heinonen (Bass) und Aki Hakala (Schlagzeug) noch erwarten? Zunächst sei gesagt, dass Fans, die aufgrund des phonetisch ähnlich klingenden Titels „Dark Matters“ ein Album wie „Dead Letters“, welches der Band 2003 den Durchbruch verschaffte, erwarten, eine mehr als herbe Enttäuschung erleben werden.

grained tunesfromthevoidGRAINED, einer glatten Oberfläche Struktur geben oder sogar Narben verpassen um dem Auge halt zu geben, oder nicht von jener glatten Oberfläche abzurutschen. Dem glatten Mainstream etwas entgegensetzten, oder sich unbeugsam gegen den Wind stellen. Wer das tut, weiß dass das Narben hinterlässt und die Sandkörner im Wind die Oberfläche bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus aufrauen (Anm.d. Redaktion: seltsames unverständliches Geschnulze). So und nur so stelle ich mir das Erschaffen dieser Songs vor, von jungen Männern komponiert, die vor Wut schäumen und ihre Lebenslust aufs Spiel setzen, dem Mainstream etwas Tiefgang entgegenzusetzen.


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