Gwar The Blood Of GodsGWAR sind zurück, selbst der Tod kann die „Scumdogs Of The Universe“ nicht aufhalten. Aber das braucht man den eingefleischten Fans ja nicht noch sagen, die wissen, dass diese Truppe unsterblich ist. Das erste Album nach Oderus Urungus‘ Ableben kommt nicht weniger provokant, wild und genial rüber, GWAR nehmen sich den Umstand ihres Verlusts zu Herzen und schreiben ein neues Album in Gedenken an ihren dahingeschiedenen Frontmann.

Ein dreckiges Dutzend – musikalischer – Ergüsse zeichnen sich auf „The Blood Of Gods“ ab und zeigen die Ausnahmeband wieder mal in Höchstform. Wenn es auch irgendwie alles etwas sauberer und fast schon geordnet zugeht, so sind die Songs dennoch weiterhin rotzig und witzig zugleich. Selbst wer den derben Humor und den Mummenschanz von GWAR nicht gutheißt, der muss dennoch eingestehen, dass es sich hier um ausgezeichnete Musiker handelt, die manch einer ernsthafteren Band noch das Wasser abgraben kann.

Auch die neuen Songs sind allesamt sehr abwechslungs- und einfallsreich geworden, und das neue Monster am Mikrofon „The Berserker Blothar“ macht seine Sache sehr gut, wenn es auch als Oderus‘ Nachfolger einen schweren Stand hat. Seine Stimme klingt schon anders als die seines toten Vorbilds, aber fügt sich dennoch gut in den Kosmos der Band ein. Von Punk bis Thrash ist wieder alles dabei, Einsätze von Orgeln oder Bläsern werten die Songs zusätzlich auf und geben ihnen Klasse, auch wenn das wohl nicht das Ziel der Band unterstützt, die Menschheit auszulöschen und damit den Planeten Erde zu retten.
Wenn man nicht wüsste, dass es sich hier um übelst aufwändig verkleidete, unzüchtige Horrorgestalten dreht, würde man „The Blood Of Gods“ als persiflierende zeitgemäße Musik beschreiben, die allerdings nach wie vor gesetzlos, anti-religiös und auch gerade anti-amerikanisch daherkommt.

Thrasher wie „Crushed By The Cross“, Halbballaden à la „Phantom Limb“, das schon einen hymnenhaften MANOWAR-Charakter aufweist sowie die erfrischende Coverversion von AC/DCs „If You Want Blood (You Got It)“, bei der scheinbar eher ein Blackie Lawless als Pate für den Gesang stand als ein Bon Scott, machen „The Blood Of Gods“ zu einem musikalischen Leckerbissen, der zwar fast schon zu brav ist, aber dennoch genug Zähne zeigt, um das Erbe von GWAR aufrechtzuerhalten. (Jochen)

 

Jochen7,5 7,5 / 10


Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 55:56 min
Label: Metal Blade Records
Veröffentlichungstermin: 20.10.2017

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