aenaon hypnosophyWer hat schon einmal eine Mischung aus Prog-, rasendem Black Metal und Jazz gehört? Ich vorher noch nicht. Den Griechen AENAON lehnen sich bei ihrem dritten Album „Hypnosophy“ ziemlich weit aus dem Fenster und kombinieren genrefremde Einflüsse zu einem fragwürdigen Ganzen. Hier wird ein Saxophon so eingesetzt, als wäre das völlig normal im Extrem-Metal. Auch die harschen Gesänge, gepaart mit klarer Stimme sind zwar nicht ganz neu, aber in dieser Kombination bisher noch nicht an mein Ohr gedrungen.

Die interessante Gitarrenarbeit und auch das variantenreiche Drumming hört man so auch nicht alle Tage. Ebenso der Einsatz von Instrumenten wie Koto oder Bouzouki. Die Frage ist nun: Genie oder Wahnsinn? Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo in der Mitte. Man hat es hier definitiv mit einer visionären Band zu tun. Ihr Ideenreichtum ist wahrlich gewaltig und beeindruckt mich wirklich. Wie man in einen durchgeknallten Song wie beispielsweise „Earth Tomb“ einen derart geilen Ohrwurmrefrain unterbringt hat schon was von Brillanz! Das gesamte Album ist ein Überraschungspaket, auf das man sich einlassen muss, völlig eintauchen in eine völlig andere Sphäre. Zwar zündet nicht alles und oft wollen AENAON ziemlich viel auf einmal, dennoch ist alles stimmig miteinander verwoben. Aber wer bin ich unwürdiger Wicht, mich zu erdreisten hier zu zweifeln? Für konservative Schubladendenker ist das „Kunstwerk“ eher unhörbar. (Ralf)


Bewertung:

Ralf7,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 56:00 min
Label: Code666
Veröffentlichungstermin: 25.11.2016

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