Pothead Pot Of Gold"Pot Of Gold", die lange vergriffene und sehr gefragte erste POTHEAD-EP wird 2017 von der Band neu aufgelegt. Doch damit nicht genug, denn die Band packt ihren Fans drei bisher unveröffentlichte Songs dazu.

Meinen ersten Kontakt mit den Berliner Stoner-Rockern hatte ich, man möge es kaum glauben, auf dem With Full Force-Festival im Jahre 2005. Unsere Nachbarn ließen jene EP "Pot Of Gold" rauf und runter laufen. Ein Song darauf hatte es mir besonders angetan, und es startete eine Tortur die ihresgleichen sucht, denn ich hatte es versäumt nach dem Titel zu fragen. Um den Song ausfindig zu machen musste ich demnach so einige Hebel in Bewegung setzen. Jahre später veröffentlichte die Band "Year Of The Rat" schließlich in einem ihrer kostenlosen Webmixes, bis dahin wusste ich nicht mal den Songtitel und hörte mir immerzu alle Alben der Band an, die ich zu greifen bekam. Da POTHEAD-Alben bereits zu dieser Zeit nur im gut gepflegten Plattenladen um die Ecke zu bekommen waren und "Pot Of Gold" vergriffen war, kann sich jeder Musikfan denken wie lange ich danach suchen musste. Geschadet hat es nicht, schließlich habe ich mich dadurch in den gesamten Kosmos der Band eingehört und diese Erfahrung möchte ich nicht missen.

Doch weg von dieser Tortur und zur Neuveröffentlichung, ich besitze selbst noch eine Original-Version der EP und kann daher einen Vergleich zwischen der Neuauflage und dem Original ziehen. Zunächst einmal legen POTHEAD ihre EP nicht einfach nur neu auf, sondern bieten ihren Fans auch noch etwas Neues. Neben dem (leicht) neuen Artwork und dem neuen Soundgewand spendiert die Band drei bisher unveröffentlichte Songs. Bei "Year Of The Rat" und "Catch 22" handelt es sich dabei um die Originalaufnahmen aus dem Jahr 1997, die damals im Beatstudio Berlin entstanden sind. Die Versionen der Original-EP werden durch die neuen ersetzt. "Bettina" ist ein komplett neuer und bisher nie veröffentlichter Song. Damit zeigen die Berliner einmal mehr, für wen sie Musik machen. Für mich persönlich ist es zwar etwas schade, dass dadurch die Orignal-EP-Version von "Year Of The Rat" nicht enthalten ist. Doch auch die hier neue Version lässt das ursprüngliche Gefühl des Songs aufleben, wenn nicht sogar noch besser, da es deutlich roher klingt. Dabei ist die Nummer mitunter eine der härtesten im POTHEAD-Katalog. Ganz ähnlich sieht es bei "Catch 22" aus, auch hier kommen die hohen Stellen bei Brads Gesang noch eine Spur cooler rüber.

Soundtechnisch wurde das Album natürlich remastered, aber auch hier haben POTHEAD mehr gemacht als einfach nur die Regler hochzudrehen. Somit ist diese Neuveröffentlichung nicht nur für alle Fans der frühen Stunde, sondern auch für die neuen Fans eine gute Sache.

Nach 20 Jahren ist die erste EP der Band endlich wieder erhältlich, und das dürfte für manchen POTHEAD-Fan einer kleinen Offenbarung gleichkommen. (Pascal)


Bewertung:

Pascal9,0 9 / 10


Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 23:38 min
Label: Janitor Records
Veröffentlichungstermin: 10.02.2017

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