FooFighters Concrete and Gold FooFast drei Jahre liegt "Sonic Highways" nun zurück. Noch immer zählt es für mich zu einem der besten FOO FIGHTERS-Alben. Noch immer ist mir die Rede von Frontmann Dave Grohl an Lemmys Beerdigung im Kopf. Noch immer bin ich der Meinung, dass die FOO FIGHTERS in Europa zu wenig Anerkennung erhalten, und schon wieder läuft eine FOO FIGHTERS-Platte bei mir auf Dauerrotation.

Und das wird sich so schnell vermutlich nicht ändern, denn "Concrete & Gold" bietet mir genau das, was ich in den letzten Jahren ein wenig von den FOO FIGHTERS vermisst habe, rohe Härte. Die neue Platte rockt ordentlich und ist soundtechnisch meines Erachtens sehr naturbelassen. In Kombination erschaffen die beiden Elemente eine unglaubliche Energie, die bereits auf der ersten Single "Run" gänzlich auf den Zuhörer, in dem Fall auf die Insassen eines Altenheims, überging. Grandioser Song, wahnwitziges Video, so muss das sein.

Wer nun vom Opener "T-Shirt" aufgrund des Titels viel erwartet, wird erst mal enttäuscht. Mit gerade mal einer Länge von einer Minute und zweiundzwanzig Sekunden handelt es sich hierbei lediglich um ein Intro, dafür aber ein sehr kreatives. Nach der eben erwähnten Single präsentiert die Band mit "Make It Right" eines der coolsten Rock-Riffs des Jahres, fantastisch. Gerade die gut gewählten Pausen und gekonnt umgesetzte Hookline animieren hier nicht nur zum rhythmischen Bewegen, gerne auch als Tanzen bezeichnet. Die zweite Single "The Sky Is A Neighborhood" folgt sogleich und macht bereits eines deutlich: Neben der erwähnten Härte sind die FOO FIGHTERS auf "Concrete & Gold" noch dazu sehr abwechslungsreich.

"La Dee Da" beginnt mit einem stark verzerrten Sound, der zum Teil auch über Dave Grohls Gesangslinie gelegt wurde, sehr coole Nummer, die im weiteren Verlauf noch ordentlich das Tempo anzieht - für den Straßenverkehr nicht geeignet. "Dirty Water" ist die erste richtige Verschnaufpause der Platte, beim Hören verfällt man hier geradezu in einen Tagtraum, der einen zu einer heruntergekommenen Strandbar führt, und was trinkt man dort? Richtig, "Dirty Water". Erst gegen Ende zieht das Tempo an und holt einen schnellstmöglich aus der Illusion zurück - Da ist es wieder, das Spiel mit der Dynamik. "Arrows" schlägt zu Beginn ebenfalls ruhigere Töne an und überzeugt bereits zu Anfang mit einer gekonnten Melodie, die sich schnell im Gehörgang festsetzt. Daves Gesang klingt kein bisschen älter, ebenfalls ein sehr gelungenes Stück.

"Happy Ever After (Zero Hour)" beginnt mit zupfender Gitarre und ruhig singendem Grohl, eine zweite Gitarre kommt dazu, der Bass ist zu hören. "There Ain’t No Supeheroes They‘re Underground" singt ein entspannter Grohl. Textlich geht es allerdings nicht ganz so zimperlich zu, der erste durchgängig richtig ruhige Song der Platte. Mit "Sunday Rain" wird es etwas bluesig, auch hier überzeugt die Band mit einem gekonnt gestoppten Riff, viel Dynamik und gut gesetzten Pausen. Etwas düstere Töne gibt es beim darauf folgenden "The Line", das nach einem kurzen Intro deutlich fröhlicher klingt, eine Nummer die mich an die frühen FOO FIGHTERS erinnert. Den Abschluss bestreiten die FOO FIGHTERS mit dem Titelstück, eine ungewohnte Nummer die vom Tempo her deutlich langsamer ist als der Rest des Albums, damit aber auch einen sehr gekonnten Schlusspunkt setzt.

"Concrete & Gold" ist für mich das Album geworden, das ich mir erhofft habe. Die FOO FIGHTERS klingen meiner Meinung nach wieder härter, lassen alte Zeiten aufleben und präsentieren sich in einem modernen, aber dennoch rohen Sound. Alles richtig gemacht. (Pascal)


Bewertung:

Pascal9,0 9 / 10


Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 48:16 min
Label: Sony
Veröffentlichungstermin: 15.09.2017


Andreas 6,5 6,5 / 10

Anne7,0 7 / 10

Maik6,5 6,5 / 10

Matthias6,5 6,5 / 10

Alex26,5  6,5 / 10

Karin6,0 6 / 10


FooFighters ConcreteAndGold 700

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