DieSonneDerMondUndDieRollingStonesAls Redakteur bekannter amerikanischer Magazine wie Vanity Fair und der Rolling Stone konnte sich Rich Cohen bereits einen guten Namen machen. Mit seinem Buch „Die Sonne, der Mond & Die Rolling Stones“ verarbeitet er nun die Jahre seiner Karriere, auf denen er die ROLLING STONES selbst begleitet hat. Dabei wird eines ganz deutlich, dieses Buch ist für ihn eine Herzensangelegenheit.


Denn nur so lassen sich viele Teile des Buches erklären, Rich Cohen geht dabei trotz der offensichtlichen Fan-Liebe sehr kritisch mit den STONESund ihrer Karriere ins Gericht. Auch ihm ist bewusst, dass Mick Jagger und Keith Richards auf den Bühnen dieser Welt heute eher als Schauspieler auftreten. Dennoch bleiben es aber die ROLLING STONES, das Gang-Gefühl aus der Frühzeit mag verschwunden sein, doch die Musik und Energie sind nach wie vor da. Wie es zum Zerwürfnis zwischen Richards und Jagger kam, bereitet der Autor sehr gekonnt in den 35 teils bebilderten Kapiteln des Buches auf. Dabei schafft er es mit seinem Schreibstil den Leser so nah wie möglich an die Legenden und auch an die Menschen hinter dem Legendenstatus heran zu bringen.

Das Buch liest sich dabei nicht nur aufgrund des guten Schreibstils und der überschaubaren Kapiteleinteilung sehr gut. Rich Cohen findet bei jedem Ereignis und zu jedem Zusammenhang die passenden Worte. Mancher STONES-Fan könnte hier sogar noch neue Tatsachen und Anekdoten finden, wobei man nicht vergessen darf, dass das Buch aus unzähligen Interviews und vielen Büchern zusammengetragen wurde. Damit möchte ich nicht sagen, dass es eine reine Zusammenfassung vieler Werke geworden ist, viel eher ist es eine Verneigung vor einer der größten Bands der Geschichte. Und diese Verneigung ist extrem gut gelungen, da sie nicht nur Fans anspricht, sondern auch die, die sich bisher weniger mit der Musik von den STONES beschäftigt haben.

Man sollte entgegen dem Klappen-Text und mancher Kritiken zum Buch aber nicht damit rechnen, dass es sich hierbei um eine Tour-Story zu der gemeinsamen Zeit des Autors mit den STONES handelt. Das wird in diesem Buch nicht erzählt, zu Teilen erfährt man in einigen Kapiteln darüber etwas, aber es ist keine reine Erzählung aus dieser Zeit. Der Autor durchleuchtet tatsächlich die Geschichte der Band.
Im Nachwort geht der Autor ausführlich auf die einzelnen Quellen und Inspirationen für jedes Kapitel ein. Das wirkt zum Teil wie eine Rechtfertigung und auch etwas langwierig, dennoch gibt es auch hier viele Details zu entdecken, die man erst mal nicht vermuten würde. Lustig, dass der Autor in einem dieser Kapitel die STONES dazu aufruft die Setlist eines ihrer ersten Konzerte zu holen und diese im Studio aufzunehmen. Etwas Ähnliches stellt schließlich die aktuelle Platte und das womöglich letzte Album dieser großartigen Rock’n’Roll-Band dar.

„Die Sonne, der Mond & Die Rollling Stones: Ein Leben im Schatten der größten Rockband der Welt“ ist für jeden Musik- und ROLLING STONES-Fan eine gefundene Lektüre, die den Leser in den Dunst der Band entführt und erst wieder beim Nachwort entlässt. Viele Geschichten sind bekannt, einige nicht oder aus einer neuen Perspektive beleuchtet. Der Autor erzählt an einem roten Faden hangelnd die Geschichte dieser Band. Besonders die Kapitel, die aus seiner eigenen Zeit mit der Band erzählen, sind dabei besonders interessant. Der gute Schreibstil und die passende Übersetzung machen das Buch zu einer rundum gelungenen Angelegenheit. (Pascal)

Bewertung:

Pascal8,0 8 / 10

Anzahl der Seiten: 527
ISBN: 978-3-442-75626-1
Verlag: btb Verlag
Erscheinungstermin: 15.08.2016

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